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Wie man in Cannabis-Aktien investiert – der komplette Guide




19.10.18 23:04
Motley Fool

Der weltweite Markt für Cannabis wächst und wächst. Weltweit gab man 2017 laut ArcView Market Research und BDS Analytics 9,5 Milliarden USD aus. Man erwartet, dass die Gesamtsumme bis 2022 auf 32 Milliarden USD ansteigen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 27,5 % entspricht.


Bei dieser Art von Wachstum ist es kein Wunder, dass viele Investoren in börsennotierte Cannabis-Aktien investieren wollen. Aber was ist da der beste Ansatz? Hier sind sieben wichtige Schritte. Man muss:


  1.  die einzelnen Cannabisprodukte verstehen und unterscheiden können.
  2.  die verschiedenen Arten von Cannabis-Aktien kennen.
  3.  sich über das Risiko von einer Anlage in Marihuana bewusst sein.
  4.  genau wissen, was man von einer Cannabis-Aktie erwartet.
  5.  die besten Marihuana-Aktien und ETFs gegeneinander abwägen.
  6.  sorgfältig investieren.
  7.  aufmerksam die sich ändernde Dynamik der Branche verfolgen.

Hier nun alles, was man über diesen Prozess aus sieben Schritten für eine Investition in die rasant wachsende Marihuana-Branche wissen muss.


1. Die einzelnen Cannabisprodukte verstehen und unterscheiden können

Es gibt zwei große Kategorien von Cannabisprodukten: medizinisch verwendetes Marihuana und Marihuana zum Freizeitgebrauch. Und innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es wiederum mehrere spezifische Arten von Produkten.


Medizinisch eingesetztes Marihuana ist derzeit in 30 US-Bundesstaaten und in mehreren Ländern der Welt, darunter in Kanada und Deutschland, weitgehend legal. Ein Rezept von einem Arzt ist in der Regel erforderlich, damit Patienten medizinisches Marihuana erhalten. Es wird häufig bei Angstzuständen, Depressionen, Schmerzen und Stress verschrieben.


Medizinisch verwendetes Marihuana, auch als medizinisches Cannabis bezeichnet, kann eingeatmet werden, indem man entweder getrocknete Blüten- oder Vaping-Konzentrate raucht. Es kann auch über verzehrbare Produkte konsumiert werden, oder über Getränke, die mit Cannabis angereichert sind. Es gibt sogar Cremes und Lotionen, die Marihuana oder chemische Inhaltsstoffe aus Cannabis enthalten.


Eines der am häufigsten in der Medizin verwendeten Marihuana-Produkte ist Cannabidiol (CBD). CBD ist eine von vielen Chemikalien in der Cannabispflanze, die als Cannabinoide bekannt sind. Es hat allerdings nicht die psychoaktiven Eigenschaften eines anderen wichtigen Cannabinoids, Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), sondern scheint mehrere potenzielle gesundheitliche Vorteile für sich verbuchen zu können. Im Juni 2018 genehmigte die U.S. Food and Drug Administration (FDA) das erste CBD-basierte Medikament, Epidiolex, zur Behandlung von zwei seltenen Formen der Epilepsie, dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS).


Die FDA hat drei THC-basierte Medikamente – Marinol, Cesamet und Syndros – für die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie zugelassen. Marinol und Syndros erhielten auch die Zulassung zur Behandlung von AIDS-bedingter Anorexie. Allerdings werden alle drei Medikamente mit synthetischem THC und nicht mit Verbindungen aus Cannabispflanzen hergestellt.


Marihuana für den Freizeitgebrauch ist derzeit in neun US-Bundesstaaten und dem District of Columbia für Erwachsene zugelassen. Uruguay hat Cannabis bereits 2013 auf nationaler Ebene legalisiert. Das kanadische Parlament stimmte für die Legalisierung von Marihuana für den Freizeitgebrauch, der kanadische Marihuana-Markt wird jetzt im Oktober 2018 eröffnet.


Man kann davon ausgehen, dass viele Konsumenten von Marihuana-Produkten eher die psychoaktiven Eigenschaften von THC bevorzugen. Das Rauchen von Cannabisblüten ist die häufigste Art der Verwendung in den US-Bundesstaaten, die Marihuana zum Freizeitgebrauch legalisiert haben. Allerdings haben sich Vaping-Konzentrate und der Verzehr von Cannabis-Food-Produkten verstärkt durchgesetzt.


2. Die verschiedenen Arten von Cannabis-Aktien kennen

So wie es verschiedene Arten von Marihuana-Produkten gibt, gibt es auch verschiedene Arten von Marihuana-Aktien. Die drei Haupttypen sind:


  • Marihuana-Anbauer: Diese Unternehmen, zu denen Canopy Growth und viele andere gehören, bauen Marihuana an (oft in Innenräumen und Gewächshäusern), ernten die Pflanzen und vertreiben die Endprodukte an Kunden.
  • Biotechs mit Cannabis-Fokus: Biotechs wie GW Pharmaceuticals, die sich stark auf die Entwicklung von Cannabinoid-Medikamenten konzentrieren.
  • Anbieter von Nebenprodukten und Dienstleistungen: Diese Unternehmen unterstützen Marihuana-Züchter, indem sie Produkte und Dienstleistungen wie Hydrokulturprodukte und Beleuchtungssysteme. Verpackungslösungen und Managementdienstleistungen anbieten – ein Kernbereich für etwa Scotts Miracle Gro.

3. Sich über das Risiko von einer Anlage in Marihuana bewusst sein

Die Investition in jede Art von Vermögenswert birgt ein gewisses Risiko. Jedoch birgt die Investition in Cannabis-Aktien gleich mehrere Risiken, über die man sich im Klaren sein muss.


Rechtliche und politische Fragen


Man muss unbedingt im Kopf haben, dass der Verkauf von Marihuana in den USA auf Bundesebene illegal bleibt. Dies bedeutet, dass die Gefahr besteht, dass das US-Justizministerium jederzeit gegen Cannabis-Unternehmen vorgehen könnte, die in Bundesstaaten ihren Betrieb haben, die eigentlich Marihuana entweder für medizinische oder Freizeitzwecke legalisiert haben.


Dieses Risiko wurde im Januar 2018 noch einmal deutlich, als US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions eine Obama-Entscheidung aufhob. Die hatte die US-Bundesregierung weitgehend davon abgehalten, sich in US-Bundesstaaten einzumischen, die Marihuana legalisiert hatten. Staatsanwälte hatten demnach die Weisung, Fälle an lokale Jurisdiktive zu verweisen, wenn es darum ging, Gesetzesbrüche mit Cannabis-Bezug zu verfolgen.


Seitdem hat Präsident Trump öffentlich erklärt, dass er die legislativen Bemühungen unter der Leitung von Senator Cory Gardner aus Colorado unterstützen würde. Dessen Staat erlaubt legales Freizeit- und medizinisches Marihuana. Die Staaten sollen ihre eigenen Marihuana-Gesetze durchsetzen, ohne Angst vor einer Intervention von Bundesebene. Es gibt jedoch derzeit noch keine Garantie, dass diese Gesetzgebung auch in Kraft treten wird.


Darüber hinaus stellt das aktuelle US-Bundesgesetz strenge Beschränkungen für Banken und Finanzinstitute auf, die sich mit Geschäften im Cannabisbereich befassen. Infolgedessen kann es für viele US-Marihuana-Unternehmen schwierig sein, Kapital durch Kreditaufnahme aufzubringen oder überhaupt nur Konten zu eröffnen.


Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage


Viele Cannabis-Aktien haben irre hohe Bewertungen (der Markt hält die Aktie also für extrem wertvoll), man geht von einem enormen Wachstum in den kommenden Jahren aus. Aber es besteht die sehr realistische Gefahr, dass diese Wachstumserwartungen nicht erfüllt werden: nämlich aufgrund einer regelrechten Schwemme von Angebot, besonders in Kanada.


Die meisten, wenn nicht sogar alle, lizenzierten Marihuana-Züchter in Kanada haben wichtige Expansionsinitiativen ergriffen, um die Produktionskapazität zu erhöhen. Während die Nachfrage im ersten Jahr oder auch noch zwei Jahre nach der Legalisierung von Marihuana zum Freizeitgebrauch in Kanada größer sein sollte als das Angebot, wird diese Situation nicht ewig so weiter gehen. Ein Überangebot ist fast zwangsläufig zu erwarten.


Was würde ein Überangebot für Marihuana-Anbauer bedeuten? Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, fallen in der Regel ja die Preise. Marihuana-Anbauer könnten so einen Umsatz- und Ertragsrückgang feststellen. Diese Rückgänge würden dann wahrscheinlich auch zu einem Rückgang der Aktienkurse dieser Unternehmen führen.


Die gute Nachricht ist, dass die weltweite Nachfrage nach Marihuana voraussichtlich deutlich steigen wird. Der deutsche Markt für medizinisches Marihuana ist eine wichtige Quelle dieses Wachstums, da wir im vergangenen Jahr Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert haben und hier die meisten Menschen in der Europäischen Union leben. Andere Länder mit großer Bevölkerung, die medizinisches Cannabis legalisiert haben, wie das Vereinigte Königreich, könnten ebenfalls zu einer höheren Nachfrage beitragen.


Jetzt aber zur schlechten Nachricht: Es ist durchaus möglich, dass der Anstieg der weltweiten Cannabis-Nachfrage nicht schnell genug vor sich geht, um die Produktionssteigerungen der Anbauer zu überbieten. Das würde bedeuten, dass die kanadischen Cannabis-Züchter auch dann noch das Problem eines Überangebots hätten, was wahrscheinlich dazu führen würde, dass ihre Aktienkurse sinken.


Over-the-counter (OTC) Aktien


Anleger sollten sich auch besonders der Risiken bewusst sein, die mit dem Kauf von außerbörslichen (OTC) Marihuana-Aktien verbunden sind. Unternehmen, die in den USA an wichtigen Börsenplätzen wie der New York Stock Exchange (NYSE) und dem Nasdaq notiert sind, müssen sich an strenge Regeln halten. Etwa, indem sie regelmäßige Abschlüsse einreichen und eine Mindestmarktkapitalisierung (Gesamtwert der ausstehenden Aktien) einhalten. Diese Pflichten helfen Anlegern, die Risiken beim Kauf der Aktien besser einzuschätzen, während die Market-Cap-Anforderung dazu beiträgt, ein akzeptables Liquiditätsniveau zu gewährleisten. OTC-Aktien hingegen müssen diese Anforderungen nicht erfüllen.


Das Problem ist, dass viele Marihuana-Aktien nur über den OTC-Handel und nicht über die großen Börsen erhältlich sind. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass mehrere kanadische Aktien in den USA ausschließlich außerbörslich erhältlich sind, allerdings an kanadischen Börsen mit sorgfältiger Finanzberichterstattung und Mindestanforderungen an die Marktkapitalisierung gehandelt werden.


4. Genau wissen, was man von einer Cannabis-Aktie erwartet

Man sollte Marihuana-Aktien genau so behandeln wie jede andere Aktie, die man kaufen will. Also: Managementteam unter die Lupe nehmen, Wachstumsstrategie und die Wettbewerbsposition des Unternehmens untersuchen und die Finanzlage des Unternehmens überprüfen. Wenn das Unternehmen noch nicht profitabel ist, sollte man sicherstellen, dass die Liquiditätslage des Unternehmens ausreicht, um den Betrieb weit in die Zukunft zu finanzieren. Wenn nicht, könnte das Unternehmen zusätzliches Bargeld durch Kredite oder Aktienemissionen beschaffen müssen. Nachteil bei Krediten ist natürlich, dass die höheren Zinskosten eine finanzielle Belastung für das Unternehmen darstellen. Bei Aktienemissionen sinkt der Wert einer einzelnen Aktie – nicht schön für die Anleger.


Es gibt aber Faktoren, die speziell auf die Cannabis-Branche zutreffen. Auch die sollte man bei der Recherche im Kopf haben. Bei den Aktien von Marihuana-Anbauern muss man sich über die „all in“-Umsatzkosten pro Gramm und ihre Kosten pro Gramm für die Produktion von Cannabis im Klaren sein. Die „all in“-Umsatzkosten pro Gramm beinhalten Kosten für die Herstellung von Cannabis, während die Barkosten pro Gramm Abschreibungen, Verpackungskosten und Bestandsanpassungen ausschließen. Unternehmen mit niedrigeren Kosten werden besser aufgestellt sein, um in Zeiten geringerer Nachfrage wettbewerbsfähig zu sein.


Da in Kanada ein Überangebot sehr wahrscheinlich sein wird, sollte man auch die internationalen Strategien der kanadischen Marihuana-Anbauer überprüfen. Unternehmen, die bereits über Vertriebsvereinbarungen und -aktivitäten in Deutschland und anderen bevölkerungsreichen Ländern verfügen, werden voraussichtlich mehr Wachstum verzeichnen als Unternehmen, die dies nicht tun.


Darüber hinaus muss man wissen, wie viele Optionsscheine und Wandelanleihen von der Gesellschaft ausgegeben wurden. Optionsscheine geben Investoren die Möglichkeit, in Zukunft Aktien zu kaufen. Wandelbare Wertpapiere können in Zukunft in Stammaktien umgewandelt werden. So beginnen beispielsweise Wandelschuldverschreibungen als Darlehen, können aber später in Aktien umgewandelt werden. Eine hohe Anzahl von Optionsscheinen oder wandelbaren Wertpapieren könnte dazu führen, dass die Aktie in Zukunft verwässert wird, was zu einem Kursverlust führen kann. Einige kanadische Marihuana-Anbauer haben diese Methoden der Bargeldbeschaffung ausgiebig genutzt.


5. Die besten Marihuana-Aktien und ETFs richtig bewerten

Jetzt endlich zum lustigen Teil: Wir schauen uns die besten Cannabis-Aktien genau an. Man sollte sich vielleicht auch zusätzlich noch einmal ein paar Cannabis-ETFs ansehen. Nachfolgend eine Liste der wichtigsten Marihuana-Aktien und ETFs, die man auf dem Zettel haben sollte. Die Liste ist natürlich nicht vollständig und berücksichtigt nur Marihuana-Aktien mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen USD.


Art Unternehmen  Marktbewertung 
Marihuana-Anbauer Canopy Growth Corporation (WKN:A140QA) 5,8 Milliarden USD
Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) 2,9 Milliarden USD
Tilray (WKN:A2JQSC) 2,3 Milliarden USD
Aphria (WKN:A12HM0) 1,9 Milliarden USD
MedMen Enterprises (WKN:A2JM6N) 1,3 Milliarden USD
Cronos Group (WKN:A2DMQY) 1 Milliarde USD
The Green Organic Dutchman (WKN:A2JLEE) 1 Milliarde USD
The Hydropothecary (WKN:A2N455) 728 Millionen USD
CannTrust Holdings (WKN:A2DWH4) 513 Millionen USD
Organigram Holdings (WKN:A12AQF) 509 Millionen USD
Marimed (WKN:A2DRQF) 472 Millionen USD
TerrAscend (WKN:A2DSES) 398 Millionen USD
Auxly Cannabis (WKN:A2JNSX) 368 Millionen USD
iAnthus Capital Holdings (WKN:A2DPCW) 367 Millionen USD
Medical Marijuana (WKN:A1C63S) 330 Millionen USD
CV Sciences (WKN:A2ALU7) 299 Millionen USD
Emerald Health Therapeutics (WKN:A14VKJ) 287 Millionen USD
Supreme Cannabis (WKN:A2JSG6) 277 Millionen USD
Smart Cannabis (WKN:US8318) 276 Millionen USD
MPX Bioceutical (WKN:A2H63S) 234 Millionen USD
AusCann Group Holdings (WKN:A2DLBP) 223 Millionen USD
Liberty Health Sciences (WKN:A2DVCL) 213 Millionen USD
Biotech GW Pharmaceuticals (WKN:693692) 3,7 Milliarden USD
Cara Therapeutics (WKN:A1XDTK) 697 Millionen USD
Insys Therapeutics (WKN:A1JC8P) 473 Millionen USD
22nd Century Group (WKN:A1W2NQ) 313 Millionen USD
Corbus Pharmaceuticals (WKN:A14R7P) 271 Millionen USD
Zulieferer Scotts Miracle Gro (WKN:883369) 4,3 Milliarden USD
Namaste Technologies (WKN:A2AEEG) 318 Millionen USD
Kush Bottles (WKN:A2N456) 295 Millionen USD
Neptune Technologies & Bioressources (WKN:694435) 220 Millionen USD
CannaRoyalty (WKN:A2DH0P) 203 Millionen USD
ETF Horizons Marijuana Life Sciences ETF (WKN:A2DTQB) 797 Millionen USD*
ETFMG Alternative Harvest ETF (WKN:A2DGUJ) 383 Millionen USD*

*Beinhaltet auch Netto-Assets. Stand 6. August 2018. Quelle: Yahoo Finance.


Ich werde eine Aktie (oder einen ETF) aus jeder Kategorie vorstellen, die meiner Meinung nach eine besondere Erwähnung verdient.


Canopy Growth


Ich denke, dass es gleich mehrere gute Gründe dafür gibt, warum Canopy Growth in Bezug auf die Marktkapitalisierung der größte Marihuana-Anbauer ist. Das Unternehmen verfügt über ein erfahrenes Managementteam und eine riesige Produktionskapazität, mit zehn Produktionsstätten, die zusammen mehr als 2,4 Millionen Quadratfuß an wachsender Fläche beanspruchen. Obwohl Canopy seine Kosten pro Gramm nicht mehr mitteilt, waren sie bei der letzten Durchsage sehr wettbewerbsfähig, und man hat verlauten lassen, dass die Kosten mit zunehmender Größe des Unternehmens „eher gesunken sind“.


Canopy hat Lieferverträge für Freizeitmarihuana mit sechs kanadischen Provinzen und einem Territorium im Norden des Landes. Das Unternehmen ist darüber hinaus auf den internationalen Märkten einer der am besten positionierten Marihuana-Anbauer. Insbesondere ist das Unternehmen auf dem deutschen Markt in Sachen medizinisches Marihuana stark vertreten. Canopy ist derzeit in neun Ländern und fünf Kontinenten vertreten.


Was Canopy Growth aber wirklich von seinen Mitbewerbern unterscheidet, ist die Beziehung des Unternehmens zu Constellation Brands, einem großen Hersteller alkoholischer Getränke. Constellation hat kürzlich 4 Milliarden USD in Canopy investiert und das Unternehmen zu seinem exklusiven weltweiten Cannabis-Partner ernannt.


Canopy Growth ist noch nicht profitabel, weil es stark in die Expansion investiert. Die satte Investition von Constellation aber verschafft Canopy große Mittel, um noch weiter in neue Märkte zu expandieren.


GW Pharmaceuticals


GW Pharmaceuticals ist das erste Biotech-Unternehmen, das die FDA-Zulassung für ein pflanzliches Marihuana-Medikament – Epidiolex – erhält. Das Unternehmen geht davon aus, dass Epidiolex bis Anfang Herbst 2018 (also jeden Moment) in den USA eingeführt werden kann.


Das Marktforschungsunternehmen EvaluatePharma prognostiziert, dass Epidiolex zu den Top 10 der neuen Medikamenteneinführungen im Jahr 2018 gehören wird. Die Meinungen gehen zwar auseinander, wie erfolgreich das Cannabinoid-Medikament denn dann tatsächlich sein wird, aber ich denke, dass Spitzenumsätze im Bereich von 1 Milliarde USD möglich sind.


Die meisten Führungskräfte des Unternehmens verfügen über mindestens zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Pharmaindustrie. Sie sind also mit der Einführung neuer Produkte vertraut, darunter das Multiple-Sklerose-Medikament Sativex von GW, das außerhalb der USA in mehr als 25 Ländern zugelassen ist.


GW Pharmaceuticals ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht profitabel. Das Unternehmen wies jedoch zum Ende Juni 2018 liquide Mittel in Höhe von mehr als 440 Millionen USD aus. Das reicht aus, um den Betrieb mindestens bis 2020 zu finanzieren, während unterdessen die Umsätze von Epidiolex wachsen.


Scotts Miracle-Gro


Mein Favorit unter den externen Anbietern für die Marihuana-Branche ist Scotts Miracle-Gro. Das Unternehmen ist der führende Anbieter von Hydrokulturprodukten für Cannabiszüchter. Obgleich die Aktie im Jahr 2018 zu kämpfen hatte, denke ich, dass Scotts bessere Tage erleben wird. Vor allem wenn in Kalifornien Marihuana für den Freizeitgebrauch an Fahrt gewinnt und weitere US-Bundesstaaten Cannabis zum Freizeit- oder medizinischen Gebrauch legalisieren.


Scotts wird von einem erfahrenen Team geleitet, darunter Jim Hagedorn, der seit 2001 CEO ist. Das Unternehmen ist nicht nur profitabel, es zahlt auch eine Dividende von derzeit 2,9 %. Scotts‘ Schulden von fast 2,3 Milliarden USD sind höher als mir lieb ist. Jedoch belastete sich das Unternehmen hauptsächlich mit Krediten, um die Expansionsbemühungen zu finanzieren – was meines Erachtens sinnvoll ist – und arbeitet daran, die Verbindlichkeiten zu verringern.


Man muss wissen, dass Scotts Miracle-Gro sich nicht nur auf den Cannabis-Markt konzentriert. Über 90 % des Umsatzes des Unternehmens stammen aus dem Verkauf von Rasen- und Gartenprodukten. Ich denke, dass Scotts langfristig eine sehr solide Aktie ist.


Horizons Marijuana Life Sciences ETF


Von den beiden Marihuana ETFs aus der Liste, gilt meine Präferenz dem Horizons Marijuana Life Sciences ETF. Es ist der größere der beiden ETFs, und alle drei meiner Top-Cannabis-Aktien befinden sich in den Top 10 dieser ETFs und machen zusammen fast 30 % des Gesamtvermögens des Fonds aus.


Ein negativer Aspekt des Horizons Marihuana ETF ist jedoch, dass die Kostenquote von 0,94 % im Vergleich zu vielen anderen Index-ETFs sehr hoch ist. Er liegt sogar noch über der Kostenquote des ETFMG Alternative Harvest ETF von 0,79 %. Auch wegen der vorhin angesprochenen Risiken denke ich, dass Investoren derzeit besser beraten sind, die stärksten Einzelaktien zu wählen, anstatt einen Marihuana-ETF zu kaufen, der auch schwächere Aktien beinhaltet.


6. Vorsichtig investieren

Was genau bedeutet bitte, dass man in Cannabis-Aktien „vorsichtig investieren“ soll? Für einige Investoren ist der beste Ansatz, Cannabis-Aktien erst gar nicht im Portfolio zu haben. Diese Aktien sind einfach nicht geeignet für konservative Anleger. Nur aggressivere Investoren, die ein hohes Risiko dulden können, sollten sich damit beschäftigen.


Aber selbst aggressive Investoren sollten erst nach Abschluss der fünf vorherigen Schritte eine Cannabis-Aktie kaufen. Marihuana-Aktien sind sowohl riskant als auch sehr volatil. Zu viel davon im Anlageportfolio ist nicht klug.


Am besten beginnt man mit einer kleinen Position in einer Cannabis-Aktie. Wenn der Cannabismarkt wächst und die steigenden Umsätze und Erträge eines Unternehmens die Entscheidung zum Kauf der Aktie bestätigen, kann man seine Position erweitern. Sollte das Wachstum, auf das man gebaut hat, nicht eintreten, muss man sich noch einmal Gedanken machen, warum man einst von der Aktie überzeugt war.


Auch sind einige Marihuana-Aktien etwas sicherer als andere. So erzielt etwa Scotts Miracle-Gro den größten Teil der Einnahmen außerhalb der Cannabis-Branche. Das Unternehmen verkauft seit langem Rasen- und Gartenprodukte und ist auf diesem Markt nicht direkt mit einigen der Risiken der Branche konfrontiert. Weniger aggressive Investoren könnten eine Aktie wie Scotts einer „reineren“ Marihuana-Aktie wie Canopy Growth vorziehen.


7. Aufmerksam die Dynamik der Branche verfolgen

Anleger sind beim Kauf von Aktien besser dran, wenn sie eine langfristige Perspektive einnehmen. Allerdings ändert sich die Dynamik in der Marihuana-Branche rapide. Die Kriterien, nach denen eine Kaufentscheidung jetzt getroffen wird, könnten in nur wenigen Monaten ganz anders aussehen.


Deswegen empfehle ich Investoren, alle Cannabis-Aktien oder ETFs, die sie kaufen, zusammen mit der gesamten Branche selbst permanent auf dem Schirm zu haben. Einige Änderungen könnten von Vorteil sein – zum Beispiel eine mögliche Lockerung der Marihuana-Gesetze der US-Bundesregierung. Andere Änderungen könnten jedoch schlechte Nachrichten sein, wie z.B. die Möglichkeit, dass Deutschland Beschränkungen für den Markt für medizinisch verwendetes Cannabis vorsieht.


Die weltweite Marihuana-Industrie dürfte insgesamt ein enormes Wachstum erwarten. Dieses Wachstum dürfte jedoch nicht so reibungslos ausfallen, wie die Anleger sich das wünschen. Befolgt man aber diese sieben Schritte, ist man schon gut unterwegs, um diese spannende und herausfordernde Gelegenheit zu meistern.


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Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.


Dieser Artikel erschien am 12.10.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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