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Was wird Apple nach der Repatriierung mit all dem Geld tun?




14.01.18 10:00
Motley Fool

Ende letzten Jahres senkte die neue US-Regierung den Unternehmenssteuersatz auf repatriiertes Geld auf 15,5 %. Dass macht die Rückführung von Bargeld aus dem Ausland fast obligatorisch.


Apple (WKN:865985) hat lange Zeit die meisten seiner Bargeldbestände in Übersee gehalten, und es wird nun den Großteil der 252 Milliarden US-Dollar, die es im Ausland hält, repatriieren. (Es muss noch etwas Bargeld im Ausland halten, um den Betrieb zu finanzieren, sowie ein Treuhandkonto für potenzielle Steuernachzahlungen, die in Irland fällig sind. Apple wird auch etwa 20 Milliarden US-Dollar an Steuern an die US-Regierung zahlen müssen, unabhängig davon, wie viel Geld es in die USA zurückbringt.


Was wird Apple also mit den 200 Milliarden US-Dollar tun?


Seine Schulden zurückzahlen?

Obwohl Apple jede Menge Geld im Ausland sammelte,  nahm es eine Menge Schulden auf, um sein Kapitalrückführungsprogramm zu finanzieren. Apple hat ungefähr 100 Milliarden US-Dollar langfristige Schulden, die es sofort mit seinem repatriierten Bargeld zahlen könnte.


Aber Apple war in der Lage, sehr günstige Zinssätze für diese Schulden zu sichern. Apple profitierte stark von einem extrem niedrigen Zinsumfeld, als es die meisten dieser Anleihen emittierte. Es zahlte nur 2,3 Milliarden US-Dollar an Zinsaufwendungen im Geschäftsjahr 2017. Das ist zwar absolut gesehen sehr viel, aber für Apple ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


Apple könnte besser dran sein, seine Schulden zu behalten und sie nach dem regulären Zeitplan zu bezahlen. Unterdessen kann das neu repatriierte Bargeld den Rest seines Kapitalrückgabeprogramms finanzieren, das derzeit noch 66 Milliarden US-Dollar übrig hat, bevor es im März nächsten Jahres ausläuft. Apple wird es höchstwahrscheinlich in diesem Jahr erneut erhöhen, wie es seit Beginn des Kapitalrückgabeprogramms jedes Jahr praktiziert wird.


Mehr Aktien zurückkaufen?

Letztes Jahr verpflichtete sich Apple, Aktien im Wert von 35 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen, wodurch das Programm auf 210 Milliarden US-Dollar erhöht wurde. Da das Geld jetzt leichter zugänglich wird, könnte Apple in diesem Jahr weitere Aktien zurückkaufen.


Der UBS-Analyst Steven Milunovich sagt, dass Apple in den nächsten drei Jahren Aktien im Wert von 173 Milliarden US-Dollar zurückkaufen könnte, wobei der grösste Teil in diesem Jahr kommen wird. Bisher hat Apple in den letzten sechs Jahren 166 Milliarden US-Dollar in Aktien zurückgekauft.


Andere Investoren mögen eine höhere Dividendenerhöhung bevorzugen, aber Apple war mit seiner Dividendenausschüttung äußerst konservativ und hat dafür gesorgt, dass die Dividende jedes Jahr erhöht werden kann. Das Unternehmen hat die Dividende kontinuierlich um 10 % pro Jahr erhöht, und es gibt keinen Grund zu glauben, dass die repatriierten Mittel dieses Verhalten ändern sollten.


Eine große Akquisition?

Apple hat noch nie große Übernahmen getätigt. Seine größte Akquisition war Beats Electronics, für die es 3 Milliarden US-Dollar zahlte. Es tätigte auch eine Investition in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar in Didi Chuxing — ein chinesisches Mitfahrunternehmen. Mehr hat Apple nie für eine Akquisition oder Investition ausgegeben.


Das hält die Gerüchteküche nicht davon ab, sich etwas auszumalen. Ein Analyst hat bereits gesagt, dass es eine gute Chance gibt, dass Apple Netflix kaufen wird. In der Tat gibt es keine Grenzen für das, was Apple mit 252 Milliarden US-Dollar kaufen könnte.


Aber Apple ist am erfolgreichsten, wenn es sich auf einige wenige wichtige Produkte konzentriert. Eine große Übernahme würde wahrscheinlich die Aufmerksamkeit von Apple von seinen Kernprodukten ablenken. Es ist wahrscheinlicher, dass Apple die Übernahme kleinerer Unternehmen beschleunigen wird, um Produkte zu unterstützen, an denen Apple bereits arbeitet. In letzter Zeit widmet das Unternehmen viel Aufmerksamkeit seinem Dienstleistungsgeschäft, und die jüngsten Übernahmen von Shazam und Buddybuild unterstützen das.


Keine Ausreden mehr

Jetzt, da Apple in der Lage ist, mehr Kontrolle darüber zu erlangen, wie es sein Geld verwendet, hat es keine Entschuldigung mehr, eine so große Menge davon in seiner Bilanz zu halten. Die Investoren werden sich höhere Ausgaben wünschen. Ob es sich nun um die Tilgung seiner Schulden, höhere Erträge und größere Übernahmen oder eine Kombination aus allen drei Optionen handelt, alle diese Optionen erscheinen besser als ein Haufen Bargeld, der jedes Jahr nur ein paar Milliarden US-Dollar Zinsen einbringt.


Was Apple beschließt zu tun, wird auch 2018 und darüber hinaus ein heißes Thema bleiben, da Apple weiterhin jedes Quartal Milliarden an freiem Cashflow generiert.


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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Netflix.


The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.


Dieser Artikel von Adam Levy erschien am 10.1.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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