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Wann geht die EZB vom Gas? - Warten auf weitere Signale aus Frankfurt




26.04.18 05:49
dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Geldflut und Nullzinsen: Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte ihren Billiggeldkurs zunächst fortsetzen.

Volkswirte erwarten keine Überraschungen, wenn am Donnerstag (13.45 Uhr) die Ergebnisse der Ratssitzung verkündet werden. Mit weiteren Signalen zu einem Einstieg in den Ausstieg aus der Geldflut dürften sich die Währungshüter Zeit lassen - auch angesichts von Handelskonflikten, die die wirtschaftlichen Aussichten für den Euroraum gefährden könnten.



Bei der Zinsentscheidung im März hatten die Währungshüter auf die zuletzt übliche Formulierung verzichtet, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern. Volkswirte werteten das als Signal zur Vorbereitung der Finanzmärkte auf ein Ende der Geldflut. Sie erwarten, dass die EZB gegen Jahresende ihre Wertpapierkäufe einstellt.



Sparer müssen sich allerdings weiter gedulden. Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen können, dürfte zunächst auf dem Rekordtief von null Prozent bleiben. Volkswirte rechnen erst 2019 mit einer Zinserhöhung für die 19 Euroländer.



Mit der vor allem in Deutschland umstrittenen Geldflut versucht die Notenbank seit Jahren, die Konjunktur und die Inflation anzuschieben. Mittelfristig strebt die EZB eine jährliche Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Im März lag die Jahresteuerung im Euroraum bei 1,3 Prozent. Die Konjunktur im gemeinsamen Währungsraum hatte dagegen 2017 an Kraft gewonnen./mar/DP/zb









 
 

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