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WAZ: Überfälliger Schritt - Kommentar von Michael Kohlstadt zum Regionalplan Ruhr




14.11.17 19:35
news aktuell

Essen (ots) - Mit dem Regionalplan Ruhr gibt es erstmals seit 1966
wieder ein verbindliches Regelwerk, das Flächenplanung und
Raumordnung im Revier als eine zentrale Aufgabe ansieht, die am
besten in der Region selbst erledigt werden sollte. Zwar liegt die
Planungshoheit fürs Revier offiziell bereits seit 2009 wieder beim
Regionalverband Ruhr. Doch erst der fertige Regionalplan gibt der
neuen Genehmigungsbehörde in Essen die nötigen Instrumente zur
Umsetzung in die Hand.

Das alles ist ein längst überfälliger Schritt. Die jahrzehntelange
planerische Dreiteilung des Ruhrgebietes war ein Bremsklotz. Niemand
würde beim unvoreingenommenen Blick auf eine NRW-Karte der Idee
verfallen, dass das für die wirtschaftliche Kernregion des Landes
relevante Flächenmanagement ausgerechnet in Arnsberger, Münsteraner
und Düsseldorfer Amtsstuben am besten aufgehoben wäre.

Jetzt liegt es am RVR, zu beweisen, dass Planungen aus einer Hand
die Region nach vorne bringen. Am Ende müssen die Vorteile für den
Bürger sichtbar werden. Die Ausweisung zentraler Gewerbestandorte und
zusammenhängender Grünzüge sind erste hoffnungsvolle Maßnahmen.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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