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WAZ: Die Polizei braucht Unterstützung - Kommentar von Matthias Korfmann zu nicht vollstreckten Haftbefehlen




17.09.17 17:21
news aktuell

Essen (ots) - Es ist nicht so, dass überall gefährliche Straftäter
frei herumlaufen, die ins Gefängnis müssten. Die meisten offenen
Haftbefehle haben etwas mit Ordnungswidrigkeiten zu tun, mit
Menschen, die als notorische Schwarzfahrer oder Parksünder
aufgefallen sind. Sie sollen in den Knast, weil sie Geldstrafen nicht
bezahlen können oder wollen. Über den Sinn dieser
"Ersatzfreiheitsstrafen" ließe sich streiten.

Dass die Zahl der offenen Haftbefehle steigt, deutet aber auf ein
ernstes Problem hin: Die Polizei hat weniger Zeit, sich alltäglichen
Aufgaben zu widmen. Angesichts von Terror, zunehmender Gewalt auf
Demos und in Stadien und vieler Einbrüche bleiben manche
Bagatelldelikte und nicht so dringende Fahndungen vorerst
unbearbeitet. Polizisten haben in diesen als unsicher empfundenen
Zeiten Besseres zu tun als verurteilte Knöllchensammler aufzuspüren.

Dennoch ist normale Polizeiarbeit fürs Sicherheitsempfinden
mindestens so wichtig wie die Terrorfahndung. Es darf nicht der
Eindruck entstehen, dass zu viele Aufgaben liegen bleiben. Die
Polizei braucht entweder noch mehr Personal - oder andere Behörden
sollten mehr Polizeiarbeit übernehmen.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
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