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VIRUS/'FT': H&M will für Shops in Großbritannien Mietzahlung stoppen




27.03.20 08:59
dpa-AFX

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M ) will einem Bericht zufolge in Großbritannien wegen der virusbedingten Ladenschließungen die Aussetzung seiner Miete durchsetzen.

In einem Schreiben habe das Unternehmen seine Vermieter darum gebeten, Bedingungen zuzustimmen, mit denen es die Mietzahlung bei einmonatiger Vorankündigung einstellen könnte, berichtete die "Financial Times" am Freitag. Voraussetzung sei, dass "die Handelsbedingungen bis zum 24. Juni 2020 nicht wieder auf ihr Ausgangsniveau von vor der Covid-19-Krise zurückgekehrt sind".



Großbritannien ist für H&M der drittgrößte Markt. Wie in vielen anderen europäischen Ländern sind dort wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorsorglich alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte geschlossen. H&M hatte am vergangenen Wochenende sämtliche der mehr als 300 Filialen auf der Insel dichtgemacht. Weltweit sind von den Schließungen nach Angaben des Modehändlers vom vergangenen Montag mehr als 3400 der über 5000 H&M-Filialen betroffen.



Der Vorstoß von H&M dürfte im Erfolgsfall nicht ohne Konsequenzen bleiben: Wenn die Vermieter in Großbritannien der Bitte des Modehändlers nachkämen, könnte ihnen eine Flut weiterer Mietstopp-Ersuche ins Haus flattern, gab ein Einzelhandelsexperte gegenüber der "Financial Times" zu bedenken. "Andere Läden, die im selben Segment wie H&M unterwegs sind, werden dann nachziehen."



Am Vortag hatte bereits die "Bild"-Zeitung über den Sportartikelhersteller Adidas berichtet, der ebenfalls seine Mietzahlungen temporär in all jenen Ländern aussetzen will, wo die Läden geschlossen sind.



Diese Entwicklung könnte die Gewerbeimmobilienbranche zunehmend unter Druck setzen. Erst am Donnerstag hatte die NordLB ihr Kursziel für den auf Einkaufszentren spezialisierten Immobilieninvestor Deutsche Euroshop halbiert. Durch den Rückgang der Mieteinnahmen im Zuge der behördlichen Schließungen der Geschäfte sei das Unternehmen direkt betroffen, schrieb der Experte. Je länger die Schließungsphase anhalte, desto stärker könnte auch die Leerstandsquote steigen. Für Umsatz und Ergebnis der Deutschen Euroshop rechnet er in diesem Jahr mit deutlichen Bremsspuren.



Die Hamburger wollen denn auch die Dividende in diesem Jahr streichen. Es seien mittlerweile alle Center aus dem Portfolio betroffen, hieß es Mitte März./kro/tav/mis









 
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