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Trotz internationaler Krisen / Drei von vier deutschen Mittelständlern zufrieden mit Entwicklung der heimischen Wirtschaft




30.11.16 12:27
news aktuell

Düsseldorf (ots) - Der deutsche Mittelstand setzt großes Vertrauen
in die Entwicklung der hiesigen Volkswirtschaft. 73% beschreiben die
Entwicklung der deutschen Wirtschaft als positiv. Dies gilt besonders
für die Baubranche (94%) sowie die verarbeitende Industrie und den
Dienstleistungssektor (je 74%). Im internationalen Vergleich sind die
deutschen Mittelständler damit teils deutlich optimistischer als
Unternehmer in anderen Märkten und erwarten mehrheitlich ein
Umsatzwachstum in den kommenden zwölf Monaten. Gleichzeitig ist der
Mittelstand im internationalen Vergleich häufiger von
Zahlungsausfällen betroffen. 12% der befragten Unternehmen büßten
hierdurch Wachstum ein. Dies sind die zentralen Ergebnisse des Global
Business Monitor von Bibby Financial Services, einem der weltweit
größten bankenunabhängigen Anbieter von internationalen
Factoringlösungen und damit verbundenen Dienstleistungen, der heute
veröffentlicht wurde. Für die Studie wurden rund 1.200 kleine und
mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland, den USA,
Großbritannien, Irland, Polen und Hong Kong zu ihren wirtschaftlichen
und finanziellen Erwartungen befragt.

Brexit spielt nur Nebenrolle

Erheblich skeptischer blicken die befragten Unternehmen in
Deutschland und den anderen fünf betrachteten Märkten auf die
Entwicklung der globalen Wirtschaft. Nur 12% bis 36% der Befragten
gaben hier eine positive Einschätzung ab. Dies ist vor allem auf
internationale Krisenherde wie den Bürgerkrieg in Syrien
zurückzuführen. Der Brexit spielte bei den Einschätzungen der
Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle.

Andreas Dehlzeit, Geschäftsführer der Bibby Financial Services
GmbH, kommentiert: "Die traditionell stark exportorientierte deutsche
Wirtschaft hängt natürlich stark von den internationalen
Absatzmärkten ab. Die weltweiten politischen und kriegerischen
Konflikte sind daher eine potenzielle Belastung. Vor allem größere
Mittelständler haben unserer Studie zufolge einen negativen Blick auf
die Entwicklung der globalen Wirtschaft, was in ihrer tendenziell
höheren Exportquote begründet liegt."

Positive Geschäftserwartungen

Trotz der internationalen Herausforderungen und Krisen erwarten
57% der befragten Unternehmer einen Anstieg ihrer Umsätze in den
kommenden zwölf Monaten. Interessanterweise sind hierbei die größeren
Mittelständler optimistischer als kleinere Unternehmen.
Herausforderungen werden vor allem im Fachkräftemangel und im Binden
bestehender Mitarbeiter gesehen, gefolgt von steigenden Kosten und
staatlicher Regulierung.

Guter Zugang zu Finanzierungen nicht immer sicher

Ein großer Teil der Mittelständler (47%) in Deutschland beurteilt
die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln derzeit positiv,
wenngleich die Angaben je nach Sektor und Unternehmensgröße
schwanken. Größere Unternehmen bewerten ihren Zugang zu
Finanzierungen im Vergleich zu kleineren Unternehmen als besser.
Besonders gut ist die Stimmung im Bausektor: Hier gaben 65% der
Befragten eine positive Einschätzung ab. Dies dürfte auf die derzeit
günstigen Finanzierungskonditionen sowie die Nachfrage im Immobilien-
und Baugeschäft zurückgehen. Dennoch schätzt über alle Branchen
hinweg ein Anteil von 10% der befragten Unternehmen den Zugang zu
externen Finanzierungen als schlecht ein. In den anderen betrachteten
Märkten liegt der Wert bei 20%.

Das Reinvestieren von Gewinnen ist das präferierte
Finanzierungsinstrument für 37% der deutschen Mittelständler. 25% der
befragten KMU nehmen einen Kredit auf - dies unterstreicht die nach
wie vor hohe Bedeutung der klassischen Bankfinanzierung für den
Mittelstand. An dritter Stelle folgen mit 16% liquide Mittel wie
Bankguthaben. Finanzinvestoren wie Private Equity-Unternehmen spielen
demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle für die deutschen KMU.

43% der deutschen KMU Opfer von Zahlungsausfällen

Über alle sechs betrachteten Märkten waren in den letzten zwölf
Monaten rund ein Drittel der Unternehmen von Zahlungsausfällen
betroffen. Daraus resultierten im Durchschnitt Abschreibungen in Höhe
von 210.000 EUR je Unternehmen. In Deutschland waren mit 43% zwar
deutlich mehr Unternehmen betroffen, jedoch lagen die Abschreibungen
auf Zahlungsausfälle mit durchschnittlich knapp 36.000 EUR im
befragten Panel deutlich niedriger. Allerdings wussten weitere 24%
der Unternehmen nicht, wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich
war. 7% der Zahlungsausfälle betrafen Forderungen von 100.000 EUR und
mehr.

Andreas Dehlzeit ordnet ein: "Zahlungsausfälle sind für alle
Unternehmen ärgerlich, in manchen Fällen aber sogar
existenzbedrohend. 12% der von uns befragten Unternehmen gaben an,
dass Zahlungsausfälle ihr Wachstum sogar negativ beeinflusst hatten.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen oder Startups können durch den
Ausfall vermeidlich kleiner Forderungen in Liquiditätsschwierigkeiten
geraten. Die Zahlen des Global Business Monitor verdeutlichen das
Ausmaß des Risikos, als Unternehmen davon betroffen zu sein. Lösungen
wie Factoring können helfen, dieses Risiko berechenbar zu machen."

Der Global Business Monitor kann kostenfrei unter dem folgenden
Link heruntergeladen werden:
https://www.bibbyfinancialservices.de/global-business-monitor

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.bibbyfinancialservices.de

Über den Global Business Monitor

Für den Global Business Monitor wurden weltweit über 1.200 kleine
und mittelgroße Unternehmen (KMU) aus den Sektoren Handel, Bau,
produzierendes Gewerbe, Logistik und Dienstleistungen befragt. Die
Studie wurde in Deutschland, den USA, Großbritannien, Irland, Polen
und Hong Kong im Auftrag von Bibby Financial Services in Form von
telefonischen Interviews erhoben. Pro Land nahmen etwa 200
Unternehmen an der Studie teil. Der Zeitraum der Befragung erstreckte
sich vom 13. Juni bis 21. Juli 2016 - ausgewählte Inhalte wurden
einmal vor und einmal nach dem Referendum über den Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") abgefragt.

Über Bibby Financial Services

Bibby Financial Services ist einer der weltweit größten
bankenunabhängigen Anbieter von internationalen Factoringlösungen und
damit verbundenen Dienstleistungen.

Mit einem Portfolio aus Full Service-, Inhouse- sowie
Export-Factoring unterstützt das Unternehmen mit weltweit über 1.200
Mitarbeitern in 45 eigenständigen Niederlassungen in Europa,
Nordamerika und Asien mehr als 9.500 Kunden. Rund 7.000 davon stammen
aus dem Mittelstand (KMU), der Kernzielgruppe von Bibby Financial
Services. Neben einer Verbesserung der Liquidität profitieren die
Kunden von einer höheren finanziellen Flexibilität für weiteres
Wachstum.

Branchenschwerpunkte verfügt Bibby Financial Services in den
Bereichen Personalwesen und -vermittlung, Transport und Logistik,
Medizintechnik, industrielle Fertigung sowie exportorientierte
Unternehmen.

Bibby Financial Services ist ein Tochterunternehmen des vor über
200 Jahren in Liverpool gegründeten Familienunternehmens Bibby Line
Group. Die deutsche Niederlassung mit Hauptsitz in Düsseldorf ist
Mitglied im Deutschen Factoring-Verband e.V. Weitere Informationen
finden Sie unter: https://www.bibbyfinancialservices.de



Pressekontakt:
Kontakt Bibby Financial Services:
Bibby Financial Services GmbH
Tel.: 0211-520653-0
presse@bibbyfinancialservices.de

Kontakt Agentur Hill + Knowlton:
Dirk Ulmer
Tel: +49 69 973 62 24
Dirk.Ulmer@hkstrategies.com

Original-Content von: Bibby Financial Services GmbH, übermittelt durch news aktuell

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