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Tarifverhandlung für Kunststoffverarbeiter in Hessen /Hohe Forderung blendet wirtschaftlichen Bruch aus




14.02.19 10:31
news aktuell

Wiesbaden (ots) - Am 26. Februar startet die diesjährige
Tarifverhandlung der Kunststoffverarbeitenden Industrie (KVI) in
Wiesbaden. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Hessen-Thüringen (IG BCE) fordert eine Entgelterhöhung von 6 Prozent
sowie eine Verdopplung des zusätzlichen Urlaubsgeldes. Eine
Forderung, die aus Arbeitgebersicht nicht in die sich abkühlende
Wirtschaftslage passt.

Auf wichtigen Märkten für Kunststoffprodukte habe es schließlich
bereits seit Mitte des letzten Jahres einen wirtschaftlichen Einbruch
gegeben. "Wir müssen die hohe Erwartung der Gewerkschaft daher
bremsen. Denn die Unternehmen sind durch deutlich gestiegene Energie-
und Rohstoffkosten bereits jetzt stark belastet und jeder vierte
verdiente Euro geht in die Personalkosten", betont Thomas Wedekind,
Geschäftsführer der Technoform Bautec Kunststoffprodukte GmbH und
Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. China als Motor der
Weltkonjunktur gerate zunehmend ins Stottern und der bevorstehende
Brexit sowie die US-Handelspolitik seien bereits zu ganz realen
Belastungen geworden. Die Bundesregierung gehe in diesem Jahr nur
noch von einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent aus. "Die Folgen
sind für uns schon jetzt spürbar: Schwächere Nachfrage, gesunkene
Umsätze und niedrigere Erträge", erklärt Wedekind.

Eine Tariferhöhung müsse diese veränderte wirtschaftliche Lage
zwingend abbilden, um die Wettbewerbsfähigkeit der KVI-Unternehmen
weiter zu erhalten. "Angesichts der hohen Forderung und dem zunehmend
schwierigen wirtschaftlichen Umfeld rechne ich mit keiner leichten
Verhandlungsrunde. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns als
Sozialpartner der gemeinsamen Verantwortung für die
Kunststoffverarbeitende Industrie in Hessen bewusst sind. Dies hat in
der Vergangenheit auch in schwierigen Situationen funktioniert", so
Wedekind abschließend.

Über HessenChemie

Im Arbeitgeberverband HessenChemie sind 310 Mitgliedsunternehmen
mit 105.000 Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen und
kunststoffverarbeitenden Industrie (KVI) sowie einiger industrienaher
Serviceunternehmen zusammengeschlossen. Die 38 Unternehmen der KVI
beschäftigen rund 5.500 Arbeitnehmer und sind in einer eigenen
Fachabteilung zusammengefasst. Diese verhandelt für Hessen eigene
Tarifverträge mit der IG BCE Hessen-Thüringen.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter
www.hessenchemie.de/newsroom.



Pressekontakt:
Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Telefon 0611/7106-49
Murnaustraße 12, 65189 Wiesbaden
E-Mail: funk@hessenchemie.de
Internet: www.hessenchemie.de

Original-Content von: Arbeitgeberverband HessenChemie, übermittelt durch news aktuell

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