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Steuerquote in OECD-Ländern auf neuem Höchststand




30.11.16 18:27
dpa-AFX

PARIS (dpa-AFX) - Die hochentwickelten Länder kassieren so viele Steuern wie noch nie in den vergangenen fünf Jahrzehnten.

Die Steuerquote stieg im vergangenen Jahr laut einer Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf ein neues Rekordhoch. Im Durchschnitt erhob der Staat in 32 OECD-Ländern Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 34,3 Prozent der Wirtschaftskraft. Das sei so viel wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1965, teilte die OECD am Mittwoch mit.


Die Steuerquote in Deutschland liegt demnach etwas über dem OECD-Durchschnitt. Der Staat erhielt im vergangenen Jahr 36,9 Prozent der Wirtschaftskraft (plus 0,3 Prozentpunkte gegenüber 2014).


International hat sich die Steuerlast in den vergangenen Jahren verschoben, vor allem Arbeit und Konsum werden stärker besteuert. Einkommensteuer, Sozialabgaben und Verbrauchssteuern (wie die Mehrwertsteuer) lagen laut OECD 2014 bei 24,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dagegen liegt das Aufkommen an Unternehmenssteuern deutlich niedriger als vor der Finanzkrise: Während die Unternehmen 2007 noch Steuern in Höhe von 11,2 Prozent der Wirtschaftskraft zahlten, waren es 2014 nur noch 8,8 Prozent.


Am vergangenen Freitag hatte die europäische Statistikbehörde Eurostat bereits aktuelle Steuerquoten für die EU-Länder veröffentlicht. Diese weichen wegen einer unterschiedlichen Methodik von den OECD-Angaben ab - Deutschlands Quote liegt demnach etwa bei 40 Prozent der Wirtschaftsleistung./sku/DP/tos







 
 

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