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Statoil-Aktie: Die sicherste Langfrist-Aktie mit Dividende!




04.03.13 09:33
aktiencheck.de

Amberg (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" haben einen Beitrag zu Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) veröffentlicht.

Nachfolgend finden Sie den genauen Wortlaut des Berichts:

Lieber Geldanleger,

Leser fragen mich gerne, ob es so etwas wie eine langfristig absolut sichere Aktie gibt.

Das gibt es natürlich nicht, aber wenn ich mich für eine entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich die norwegische Statoil wählen. Lesen Sie nachfolgend, warum:

Der zu 67 Prozent in staatlichem Besitz befindliche norwegische Öl- und Gaskonzern gehört zu den größten und erfolgreichsten global aktiven Rohstoffunternehmen. Es ist der zweitgrößte Erdgasversorger in Europa und der sechstgrößte weltweit.

Um die tendenziell fallende Ausbeute in der Heimatregion (Nordsee; Barentssee) zu kompensieren hat Statoil in den vergangenen Jahren aggressiv in den USA und Afrika zugekauft (u.a. Übernahme Brigham Exploration) und aufwendige Explorationsprogramme am Laufen, die sich in den kommenden Jahren in steigenden Produktionsraten niederschlagen sollen. Dazu weiter unten mehr.

Die Bedeutung des Unternehmens für Deutschland unterstreicht die jüngste Kooperation mit dem Kasseler Erdgasproduzenten Wintershall, der seinerseits wiederum zum BASF-Konzern gehört. Zwischen Wintershall und Statoil findet dabei quasi ein Tauschgeschäft statt.

Statoil nimmt Wintershall das von den Deutschen in Norwegen geförderte Gas ab, während umgekehrt Statoil Gas aus der Nordsee in bestimmten europäischen Ländern zur Verfügung stellt. Dabei erhält Wintershall bis zu 45 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Statoil, was in etwa dem Verbrauch von zwei Millionen deutschen Haushalten entspricht.

Wintershall kann damit seine Kunden in verschiedenen Ländern Europas direkt beliefern, ohne ein eigenes Transportnetz aufbauen zu müssen.

Bereits Ende Oktober hatte Wintershall für mehr als eine Milliarde Euro Öl- und Gasfelder von Statoil eingekauft. Geld, das die Norweger wiederum für ihr ehrgeiziges Explorationsprogramm gebrauchen können.

Aktie vor allem langfristig interessant

Bei der Bewertung von Öl- und Gasunternehmen ist die aktuelle Umsatz- und Gewinnentwicklung zwar von Bedeutung aber nur ein Faktor unter vielen. Wichtig ist neben der Steigerung der absoluten Produktion vor allem die Ersatzquote für verbrauchte Öl- und Gasreserven.

Das war in den vergangenen Jahren eine große Baustelle bei Statoil, weil man den - bedingt durch die "alternden" Felder unvermeidlichen - Produktionsrückgang in der Nordsee nicht schnell genug kompensieren konnte. Die nachgewiesenen Öl- und Gasreserven wiesen daher von 2006 bis 2010 eine konstant fallende Tendenz auf.

In 2011 konnte dieser Abwärtstrend aber erstmals gestoppt werden. Die Reserven sind gegenüber 2010 von 5,325 auf 5,426 Milliarden Barrel gestiegen.

Das ist kein Zufall, denn Statoil investiert massiv in die Exploration neuer Felder. In 2013 wird das Unternehmen 3,5 Milliarden US-Dollar für 50 Explorationsbohrungen ausgeben. Von 2013 bis 2015 werden zusätzlich zwanzig Erweiterungsbohrungen in Öl-Basins durchgeführt, wo in der Vergangenheit bereits Erfolge erzielt worden waren.

Und diese Erfolge können sich durchaus sehen lassen: 2011 gab es eine Riesenentdeckung in der Barentssee (Skrugard; mindestens 150 bis 250 Millionen Barrel Ölequivalent) und in der Nordsee (Aldous Major South; 200 bis 400 Millionen). In 2012 dann Havis Prospect (200 bis 300 Millionen Barrel) plus zwei wichtige Erfolge in der Erdgasexploration in Tansania.

Das dortige Vorkommen liegt übrigens in unmittelbarer Nachbarschaft des gigantischen Mamba-Feldes, wo die Italiener Eni 70 Billionen Kubikfuß Gas entdeckt haben. Zum Vergleich: Statoil liegt in Tansania bisher bei sieben bis neun Billionen Kubikfuß. Hier besteht noch großes Erweiterungspotenzial.

Keiner der anderen führenden Ölkonzerne konnte in den vergangenen Jahren ähnlich große Erfolge verbuchen.

Das dürfte dazu führen, dass die Produktionsraten von 2012 bis 2016 um zwei bis drei Prozent per anno steigen. Von 2017 bis 2020 sollen sogar Steigerungen von drei bis vier Prozent erreicht werden. Das Langfristziel liegt bei einer täglichen Produktionsmenge von über 2,5 Millionen Barrel Öl pro Tag gegenüber ca. 1,8 Millionen Barrel in 2012.

Das scheint durchaus realistisch, denn die neuen Entdeckungen auf der norwegischen Kontinentalplatte, also quasi vor der eigenen Haustür (siehe oben) zeigen auch, dass das Potenzial im angestammten Explorationsgebiet noch höher ist als zuvor erwartet.

Zudem erwies sich das Management in der Vergangenheit als sehr fähig. Statoil genießt in der Branche einen exzellenten Ruf, gilt als technologieführend und ist "skandalfrei".

Unterbewertung durch Kurzfrist-Effekt

Die guten Aussichten der Norweger spiegeln sich bis dato aber nicht in der Bewertung der Aktie nieder. Trotz hoher Gewinnsteigerungen läuft diese seit nunmehr vier Jahren unter dem Strich seitwärts. Die KGVs für 2013 und 2014 liegen mit neun und acht unter den Werten der Konkurrenz wie Exxon Mobil oder Chevron.

Das könnte daran liegen, dass Umsatz und Gewinn in 2013 absolut betrachtet gegenüber dem Vorjahr fallen sollte, was aber wiederum durch den oben beschriebenen Verkauf großer Gasfelder an Wintershall bedingt ist.

Für viele kurzfristig orientierte Investoren ist das wohl ein Grund die Aktie momentan zu meiden. Für Anleger, die auf das mittel- und langfristige Potenzial von Statoil setzen, bietet die aktuelle gedrückte Bewertung dagegen eine attraktive Einstiegschance.

Darüber hinaus gibt es noch weitere strategische Gründe, die die Aktie so interessant machen:

Statoil hat seinen Sitz in Norwegen, das finanziell gesund ist und sich durch die eigene Währung (Norwegische Krone) sowie den Rohstoffreichtum etwas von den Turbulenzen der Eurozone abkoppeln kann. Damit eignet sich das Papier gut zur Risikodiversifikation im Depot.

Auch die Rolle von Norwegen als Großaktionär von Statoil wird meiner Ansicht nach zu negativ betrachtet. Ein so starker Aktionär bringt finanzielle Sicherheit und schützt beispielsweise auch vor ausufernden Vorstandsgehältern, was unter anderem bei Exxon kritisiert wird.

Schließlich bietet Statoil mit knapp fünf Prozent auch eine attraktive Dividendenrendite, was im aktuellen Niedrigzins-Umfeld für viele Anleger ebenfalls ein wichtiges Kaufargument darstellen dürfte.

Für 2012 gibt es eine leichte Anhebung um 0,10 auf 6,75 Kronen. Im Vorfeld der Ausschüttung sollten deutsche Anleger jedoch ein paar wichtige Punkte beachten, um nicht vom Fiskus geschröpft zu werden. Die Details dazu gibt es im 2. Teil des heutigen Updates.

MEIN FAZIT:

- Statoil verbindet die Sicherheit langfristig hoher Gewinne durch eine geographisch diversifizierte Ölproduktion mit spannenden "High-Potenzial"-Explorationsprojekten.

- Trotzdem ist die Aktie - wahrscheinlich auf Grund des durch Sondereffekte für 2013 deutlich rückläufig erwarteten Umsatzes und Gewinns - im Verhältnis zur Konkurrenz und auch absolut - deutlich unterbewertet. Das bietet mittel- und langfristig orientierten Anlegern momentan eine sehr attraktive Einstiegschance.

- Davon abgesehen bietet Statoil aufgrund seiner norwegischen Herkunft eine Möglichkeit für Anleger die Euro-Abhängigkeit ihres Wertpapierdepots zu reduzieren. Der Rohstoffreichtum macht Norwegen teilweise unabhängig von der Eurozone. (04.03.2013/ac/e/k)







 
Finanztrends Video zu Exxon Mobil


 
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