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Scheele: Erfolglose Lehrstellen-Bewerber müssen zu Umzug bereit sein




28.02.18 15:55
dpa-AFX

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Junge Leute müssen bei erfolgloser Lehrstellensuche in ihrer Heimatregion nach Meinung von Bundesagentur-Chef Detlef Scheele künftig stärker zu einem Umzug bereit sein.

Zwar sei das Verhältnis von Bewerbern und Lehrstellenangebot zuletzt fast ausgeglichen gewesen. Im Berufsberatungsjahr 2016/2017 hätten 547 800 Lehrstellenbewerber 527 500 Ausbildungsplätzen gegenüber gestanden. Rein rechnerisch habe sich die Lage ausgesprochen positiv entwickelt. Das Problem sei aber, dass regional beim Lehrstellenangebot erhebliche Ungleichgewichte bestünden, gab Scheele am Mittwoch in Nürnberg zu bedenken.



So seien im vergangenen Jahr in Berlin 140 Bewerber auf 100 Ausbildungsplätze gekommen, dagegen waren es in Bayern nur 79. Etliche Lehrstellen seien deswegen dort unbesetzt geblieben. "Die Mobilität (von jungen Leuten) muss daher wahrscheinlich in den nächsten Jahren regional in größeren Dimensionen stattfinden", sagte Scheele.



Darauf müssten Schulabsolventen allerdings frühzeitig vorbereitet werden. Statt in der 10. Klasse wollen Berufsberater der Bundesagentur künftig bereits in der 8. Klasse das Gespräch mit Jugendlichen und deren Eltern suchen und, wenn nötig, auch die Frage eines Ortswechsels ins Spiel bringen. Als Beispiel nannte Scheele Mecklenburg-Vorpommern. Dort gebe es zwar wegen des Ostsee-Tourismus ein großes Angebot an Lehrstellen in der Gastronomie und Hotellerie. "Wer daran aber kein Interesse hat, der wird sich in Richtung eines anderen Bundeslandes orientieren müssen."/kts/DP/jha









 
 

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