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Rohstoffeinsatz für Konsum und Investitionen 2014: 1,3 Milliarden Tonnen




15.02.18 08:00
news aktuell

Wiesbaden (ots) - Der Rohstofffußabdruck Deutschlands beträgt für
das Jahr 2014 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) 1,30 Milliarden Tonnen. Er gibt an, wie viele
Rohstoffe weltweit für die Herstellung von Gütern in Anspruch
genommen wurden, um die deutsche Konsum- und Investitionsnachfrage zu
bedienen. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist dieser Wert um 17 %
zurückgegangen. Allerdings hat er sich seit 2010 kaum noch verändert
(+ 1 %).

Etwa ebenso viele Rohstoffe wie für inländischen Konsum und
inländische Investitionen werden zur Befriedigung der ausländischen
Nachfrage eingesetzt: Die deutschen Exporte in Rohstoffäquivalenten
betrugen im Jahr 2014 rund 1,34 Milliarden Tonnen. Dieser Wert
umfasst alle Rohstoffe, die von der deutschen Wirtschaft aus der
Umwelt entnommen oder in Form von Rohstoffen und weiterverarbeiteten
Gütern importiert, verarbeitet und dann (wieder) exportiert werden.
Im Zeitraum von 2000 bis 2014 hat der Rohstoffeinsatz für die
deutschen Exporte um nahezu ein Drittel (32 %) zugenommen, seit 2010
ist er allerdings fast stabil.

Der gesamte Rohstoffeinsatz für inländische (1,30 Milliarden
Tonnen) und ausländische Nachfrage (1,34 Milliarden Tonnen) lag 2014
bei 2,64 Milliarden Tonnen. Setzt man den preisbereinigten Wert des
inländischen Konsums, der inländischen Investitionen und der Exporte
ins Verhältnis zu dieser eingesetzten Rohstoffmasse, so ergibt sich
die Gesamtrohstoffproduktivität. Sie stieg im Zeitraum von 2010 bis
2014 um insgesamt rund 8 % an. Das entspricht einem
durchschnittlichen Zuwachs von 1,9 % je Jahr. Damit ist das
Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung, die im Zeitraum 2000 bis
2010 beobachtete Entwicklung fortzusetzen, momentan erfüllt.

Um den Rohstoffeinsatz über die gesamte Wertschöpfungskette zu
berücksichtigen, werden alle Güter als sogenannte Rohstoffäquivalente
ausgedrückt. Diese Berechnungen führen die Umweltökonomischen
Gesamtrechnungen (UGR) des Statistischen Bundesamtes durch,
finanziert durch den Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Die vollständige Pressemitteilung mit Tabelle sowie weitere
Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des
Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell
zu finden.


Weitere Auskünfte gibt:
Lucia Maier,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 85 74
www.destatis.de/kontakt



Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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