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Rheinische Post: Kommentar / Neue Regeln für Börsengeschäfte = Von Georg Winters




21.04.17 20:56
news aktuell

Düsseldorf (ots) - Der Profifußball ist eine Veranstaltung vor
allem für Kapitalgesellschaften geworden, deren Vermögenskern
gesunde, leistungsfähige Spieler sind. In Dortmund wollte der
mutmaßliche Täter 20 Menschen umbringen, um dieses Vermögen zu
zerstören und sich selbst zu bereichern. Versuchter Massenmord als
Mittel der Kursmanipulation - der grauenhafte Anschlag hat eine
bizarre Komponente bekommen. Der Täter könnte auch einen
Spitzenmanager oder einen kompletten Vorstand eines Großkonzerns
ermorden, dessen Hauptverwaltung oder Produktion in die Luft sprengen
können. Der Gewinn für den Täter - so makaber das klingen mag -
hätte weitaus größer ausfallen können als bei dem Angriff auf den
BVB-Bus. Die Lehre aus dem Fall Dortmund muss sein, dass die
Kontrolle der Kapitalmärkte neu überdacht wird. Die einfache Weisheit
lautet, dass es Börsendeals, bei denen Menschenleben in Gefahr
geraten, nicht geben darf. Das heißt: Bei jedem Optionsgeschäft, das
ja nicht grundsätzlich kriminell ist, müssen Anleger vorher noch
schärferen Kontrollen unterworfen werden. Das ist die Aufgabe von
Gesetzgeber, Banken und Aufsichtsbehörden. Lieber über zu viel
Regulierung klagen als über ein einziges Anschlagopfer.

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