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Rheinische Post: Kommentar: Laschets unnötiges Eigentor




17.05.18 20:50
news aktuell

Düsseldorf (ots) - Erst war es nur eine peinliche Posse. Aber weil
die Landesregierung so ungeschickt mit dem Hacker-Fehlalarm ihrer
ehemaligen Umweltministerin umging, trennt sie nun nur noch eine
Handbreit von der Regierungskrise. Bei diesem Thema haben sich
Laschet und seine zuständigen Regierungs-Kollegen schlichtweg
verrannt. Es wäre ein verzeihlicher Fehler gewesen, wenn die
Landesregierung ihren irrtümlich ausgerufenen Hacker-Alarm bei der
nächstbesten Gelegenheit einfach mit einer Geste des Bedauerns
korrigiert hätte. Einige hämische Kommentare wären die Folge gewesen
- und das Ganze wäre längst vergessen. Diese Chance hat sie aber
versäumt. Stattdessen verstiegen Teile der Regierung sich in schwer
erträgliche Rechthaberei. Auch so manche Begründung für das eigene
Handeln wirkt etwas grotesk. So erklärte Laschet zum Beispiel
gestern, als Ministerpräsident dürfe er noch nicht abgeschlossene
Ermittlungen nicht kommentieren. Gleichwohl duldet er, dass sein
eigener Sprecher genau dies längst getan hat. Es ist traurig
anzusehen, wie eine im Großen und Ganzen bislang erfolgreiche
Landesregierung wegen so einer Lappalie ihre Glaubwürdigkeit
riskiert.

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