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Rheinische Post: Kommentar: Die AfD als Opferlamm




12.10.17 21:07
news aktuell

Düsseldorf (ots) - Der angebliche Grund für die Verschiebung des
NRW-Parteitages der AfD klang so gut, dass man ihn fast glauben
konnte: Die neue Partei könne für die Sicherheit der Bürger in Wiehl
nicht garantieren, heißt es in der offiziellen Erklärung. Schließlich
hätten auch der Bürgermeister der Stadt sowie SPD und Grüne zu
Demonstrationen gegen den Parteitag aufgerufen, auch wenn der sie als
"geschlossene Veranstaltung" doch "gar nichts" angehe. Nun ja, als
Gewaltgefahr kann man Proteste von SPD und Grünen nicht gerade
ansehen - kein Wunder, dass das Innenministerium die Lage bei einem
Parteitag im Oberbergischen als doch beherrschbar einschätzte. Umso
bedauerlicher ist, dass die Verschiebung des Parteitags die AfD in
NRW weiter nach rechts rücken lassen könnte. Die eher gemäßigte
Frauke Petry und ihr Ehemann Marcus Pretzell haben die Partei
verlassen. Auch viele andere eher bürgerliche Kräfte hören auf. Der
Rest wird nicht mehr die Kraft zur Abgrenzung gegen den
extremistischen Rand haben. So droht weitere Radikalisierung.



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Telefon: (0211) 505-2621

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