Presse: E.ON - Erdgasnetz könnte an Allianz verkauft werden
13.12.11 09:15
aktiencheck.de
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) plant einem Medienbericht zufolge die Zerschlagung seiner Tochter Ruhrgas.
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", die sich bei ihren Angaben auf Konzernkreise beruft, will der Münchner Versicherungskonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) das 12.000 Kilometer lange Gasnetz des Traditionskonzerns kaufen. Die Gespräche seien weit fortgeschritten. Das Ruhrgas-Netz wird von der Tochter Open Grid Europe betrieben und ist das größte deutsche Gasnetz. Durch die Pipelines fließt mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Erdgases.
E.ON und die Allianz sowie die Tochter Allianz Capital Partners wollten die Angaben am Montag laut dem Bericht nicht kommentieren. Doch die Verbindungen zwischen der Allianz und Ruhrgas sind eng: Ende 2010 hatte der Versicherer den ehemaligen Ruhrgas-Vorstand Jochen Weise als Berater engagiert. Die Allianz sehe in den nächsten Jahren im Bereich der Energieinfrastruktur "attraktive Investitionsmöglichkeiten für langfristig orientierte und kapitalkräftige Finanzinvestoren", hatte der Konzern kürzlich mitgeteilt.
Damit könnte E.ON dem Beispiel anderer Versorger folgen. In der Energiebranche gilt der Betrieb von Strom- und Gasnetzen als kaum noch lukrativ, seit sie von der Politik in Berlin und Brüssel immer stärker reguliert werden. Für Versicherer ist das Geschäft dennoch wegen seiner stabilen Renditen interessant. Hinter dem geplanten Verkauf steht das Ziel von Konzernchef Johannes Teyssen, die internationale Expansion von E.ON voranzutreiben. Die Strategie Teyssens führe in Zukunft immer stärker raus aus Deutschland, heißt es laut dem Bericht im Aufsichtsrat. Dafür brauche der Konzern nun das Kapital aus Verkäufen.
Die Aktie von E.ON notiert aktuell mit einem Minus von 3,00 Prozent bei 16,63 Euro. (13.12.2011/ac/n/d)
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", die sich bei ihren Angaben auf Konzernkreise beruft, will der Münchner Versicherungskonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) das 12.000 Kilometer lange Gasnetz des Traditionskonzerns kaufen. Die Gespräche seien weit fortgeschritten. Das Ruhrgas-Netz wird von der Tochter Open Grid Europe betrieben und ist das größte deutsche Gasnetz. Durch die Pipelines fließt mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Erdgases.
Damit könnte E.ON dem Beispiel anderer Versorger folgen. In der Energiebranche gilt der Betrieb von Strom- und Gasnetzen als kaum noch lukrativ, seit sie von der Politik in Berlin und Brüssel immer stärker reguliert werden. Für Versicherer ist das Geschäft dennoch wegen seiner stabilen Renditen interessant. Hinter dem geplanten Verkauf steht das Ziel von Konzernchef Johannes Teyssen, die internationale Expansion von E.ON voranzutreiben. Die Strategie Teyssens führe in Zukunft immer stärker raus aus Deutschland, heißt es laut dem Bericht im Aufsichtsrat. Dafür brauche der Konzern nun das Kapital aus Verkäufen.
Die Aktie von E.ON notiert aktuell mit einem Minus von 3,00 Prozent bei 16,63 Euro. (13.12.2011/ac/n/d)
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