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Pfizer: 3 Gründe, warum eine Ausgliederung oder ein Verkauf gut wäre




13.10.17 10:45
Motley Fool

Vor fast einem Jahr tauchten Berichte auf, dass Pfizer (WKN:852009) erwäge, sein Consumer-Healthcare-Geschäft zu verkaufen oder abzuspalten. Aber das waren nur Berichte. Nichts ist passiert – bis jetzt.


Pfizer gab am Dienstag offiziell bekannt, dass das Unternehmen strategische Alternativen für sein Consumer-Healthcare-Geschäft in Betracht gezogen habe. Diese Alternativen beinhalten einen Verkauf, eine Ausgliederung oder die Beibehaltung des Geschäfts innerhalb von Pfizer. Die Aktionäre sollten die ersten beiden Optionen gutheißen. Hier drei Gründe, warum die Pfizer-Investoren profitieren werden, wenn das Unternehmen sein Consumer-Geschäft verkauft oder abspaltet.


1. Der Verkauf würde viel einbringen – und eine Ausgliederung würde für viel gute Stimmung sorgen

Letztes Jahr, als Pfizer angeblich darüber nachdachte, sein Consumer-Healthcare-Geschäft zu verkaufen, meldete Reuters, dass das Unternehmen dachte, es könne bis zu 14 Milliarden US-Dollar damit verdienen. Der Preis scheint ungefähr richtig zu sein. Im Jahr 2016 erwirtschaftete Pfizers Konsumgütersegment einen Umsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar. Es ist auf Kurs, in diesem Jahr ungefähr den gleichen Betrag zu machen. Ein Preis von 14 Milliarden US-Dollar würde ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwas mehr als 4 bedeuten, also genau Dasselbe wie Pfizers aktuelles KUV.


Wenn Pfizer die Sparte verkauft, würde das Geschäft viel Geld – sogar nach Steuern – erzeugen. Sollte das Unternehmen diese Barmittel für intelligente Übernahmen verwenden, wäre das für die Investoren gewiss von Vorteil.


Aber was ist, wenn Pfizer die Sparte ausgliedert? Auch in diesem Szenario könnten die Investoren gewinnen. Das letzte Mal, als Pfizer ein Unternehmen – das Tiergesundheitsunternehmen Zoetis (WKN:A1KBYX) – ausgliederte, war im Jahr 2013. Seitdem hat sich die Zoetis-Aktie mehr als verdoppelt, während die Pfizer-Aktie um etwas mehr als 30 % gestiegen ist. Es gibt keine Möglichkeit zu wissen, wie gut ein Spin-off abschneiden könnte, aber ich habe keine Zweifel daran, dass die Investoren sehr erfreut wären, wenn Pfizer sich entscheiden würde, die Sparte auszugliedern.


2. Das Ertragswachstum würde sich verbessern

Das Ertragswachstum ist der Treibstoff, der die Aktie nach oben treibt. Die Abspaltung des Consumer-Healthcare-Geschäfts, sei es durch einen Verkauf oder eine Ausgliederung, würde Pfizer in die Lage versetzen, schneller zu wachsen. Wie?


Stell dir vor, du würdest beim Fahrrad mit genug Kraft zu treten, um 20 km/h zu fahren. Allerdings hast du ein kleines Kind bei dir auf dem Fahrrad, das nicht in die Pedale tritt, sodass du tatsächlich nur 15 km/h schaffst. Wenn du stehen bleibst und das Kind wieder an seine Eltern zurückgibst und dann weiter fährst, würdest du auch wieder mit 20 km/h fahren.


Das ist eine ziemlich gute Analogie für die aktuelle Situation von Pfizer. Das innovative Gesundheitssegment des Unternehmens wächst. Consumer Healthcare gehört zum innovativen Gesundheitssegment, aber das Geschäft wächst in letzter Zeit nicht besonders. Nimmt man den nichtwachsenden kleineren Teil aus dem Mix heraus, hätte das übrige Geschäft stärker zugelegt.


3. Stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft

Wenn du Aktionär von Pfizer bist, wo möchtest du, dass das Management seine Ressourcen konzentriert? In Bereichen, in denen das Unternehmen am schnellsten wachsen kann oder in anderen Bereichen? Das ist eine berechtigte Frage für jedes Unternehmen. Das beste Wachstumspotenzial bietet bei Pfizer das biopharmazeutische Kerngeschäft.


Es gibt keine Garantie, dass es passieren wird, aber es scheint nicht unrealistisch, dass eine stärkere Fokussierung des Managements auf das Kerngeschäft langfristig zu profitablen Renditen führen wird. Möglicherweise wäre auch das Consumer-Healthcare-Geschäft erfolgreicher, wenn sich das Management stärker auf dieses Geschäft konzentrieren würde. Deshalb sagte Pfizer-CEO Ian Read: “Es besteht das Potenzial, dass der Wert der Sparte [Consumer Healthcare] auch außerhalb des Unternehmens besser erkannt wird.”


Wird Pfizer das machen?

Im Jahr 2016 überlegte Pfizer, sein lebenswichtiges Gesundheitsgeschäft, dass Medikamente und Biosimilars umfasst, aufzuspalten. Letztendlich entschied man sich jedoch gegen den Schritt. Es ist möglich, dass das Unternehmen auch “keine der oben genannten” Maßnahmen ergreifen wird. Ich habe das Gefühl, dass es  dieses Mal aber anders ist.


Consumer Healthcare steht bei Pfizer wirklich außerhalb des Kernbereichs, genau wie die Tiergesundheit im Fall von Zoetis. Ich denke, dass die Veräußerung der Sparte Consumer Healthcare für die Aktionäre zusätzliche Werte freisetzen würde.


Ist ein Verkauf oder ein Spin-off wahrscheinlicher? Wenn die Unternehmenssteuerreform in den USA verabschiedet wird, könnte Pfizer weniger Steuern auf einen Verkauf zahlen als in der Vergangenheit – ein großes Plus. Ich vermute jedoch, dass die Entscheidung auf die Anzahl der interessierten Käufer zurückzuführen sein könnte.


Der CEO der Reckitt Benckiser Group Plc, Rakesh Kapoor, hat in der Vergangenheit erklärt, dass sein Unternehmen daran interessiert wäre. Auf der Morgan Stanley Healthcare-Konferenz im September sagte der Finanzchef von Johnson & Johnson (WKN:853260), Dominic Caruso, dass die Konsumsparte eines größeren Unternehmens eine “logische Wahl” für J&J sein könnte, um das Wachstum im eigenen Konsumgeschäft anzukurbeln. Das Timing von Pfizer ist jedoch möglicherweise nicht ideal für den Verkauf. Der deutsche Medikamentenhersteller Merck kGaA hat auch öffentlich angegeben, man würde den Verkauf der Konsumgütersparte in Erwägung ziehen.


Wir sollten keine weiteren Neuigkeiten von Pfizer in naher Zukunft erwarten. Eine Entscheidung wird wohl nicht vor 2018 fallen. In der Zwischenzeit sagt das Unternehmen, dass man keine weiteren Informationen über den strategischen Bewertungsprozess geben wolle.


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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Johnson & Johnson.


Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 11.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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