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PayPal fasst einen Markt mit 30 Millionen Verbrauchern ins Auge




15.04.18 17:00
Motley Fool

Fintech hat im Jahr 2018 den Fokus auf die Bevölkerung, die wenig oder keinen Zugang zu Banken hat, gerichtet. Square  (WKN:A143D6) bietet immer mehr Dienstleistungen für Cash-App-Nutzer an, und nimmt auch direkte Einzahlungen von Arbeitgebern entgegen. Amazon (WKN:906866) ist Berichten zufolge in Gesprächen mit Banken, um seinen Kunden ohne Bankkonto einen Service anzubieten, der es ihnen erleichtert, auf Amazon einzukaufen.


Und jetzt plant PayPal (WKN:A14R7U), seine Dienstleistungen für jene ohne Zugang zu Banken verfügbar zu machen, einschließlich des Angebots einer Debitkarte, Scheckeinzahlungen und direkter Einzahlungen auf das PayPal-Konto sowie des Privatkreditgeschäfts. Das Unternehmen bündelt die Leistungen mehrerer kleiner Banken zu einer Komplettlösung für den Endverbraucher.


Laut PayPal-COO Bill Ready haben 30 Millionen Amerikaner kein Bankkonto. Diese geben durchschnittlich 9,5 % ihres Einkommens für Gebühren von alternativen Finanzdienstleistungen aus. Dabei könnte man eine Menge Geld sparen und gleichzeitig für beide Unternehmen bedeutende Einnahmen generieren.


Der Wettbewerb mit der Cash App

Square beendete das Jahr 2017 mit 7 Millionen Cash-App-Nutzern und viel Aufwind. Die Nachfrage nach nahm zu, nachdem Square eine Prepaid-Debitkarte eingeführt hatte, die an die Benutzerkonten gekoppelt ist und die Möglichkeit bietet, Bitcoins zu kaufen. CEO Jack Dorsey sagte während der Telefonkonferenz, dass der Aufbau eines Ökosystems von Verbraucher-Finanzdienstleistungen einer der Schwerpunkte von 2018 sein wird.


Das macht Cash App zu einer großen Bedrohung für PayPal und seine Tochtergesellschaft Venmo. Wenn mehr Leute anfangen, die App zu benutzen, um ihren Gehaltsscheck zu erhalten, oder einfach nur um ein paar Bitcoins zu kaufen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie damit Geld an ihre Freunde schicken oder damit für Waren in Geschäften bezahlen. PayPal würde es aber viel lieber sehen, wenn die Leute dafür Venmo, seine mobile Zahlungsanwendung, nutzen würden.


Venmo zählte im August letzten Jahres schätzungsweise 10 Millionen Nutzer, und wächst rasant. Das Zahlungsvolumen der App hat sich im Jahr 2017 auf 35 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppelt.


PayPal setzt in Zukunft auf Venmo als Wachstumstreiber. Das Unternehmen plant, Venmo in ähnlicher Weise zu monetarisieren, wie es sein Hauptprodukt monetarisiert hat: indem es Händlern ermöglicht, Zahlungen über Venmo zu akzeptieren. Doch obwohl das das Hauptgeschäft von PayPal kannibalisieren könnte, ist das Management damit einverstanden, da man letztendlich eine bessere Gewinnspanne erzielen könnte.


Das Wachstum der Cash App ist eine große Bedrohung für PayPal und seine Pläne für Venmo. Daher ist jeglicher Einsatz von PayPal, um die Nutzer von Cash App fernzuhalten, hilfreich.


PayPal hat die Oberhand

Laut einer aktuellen Umfrage von Koski Research sind 84 % der Amerikaner daran interessiert, ihr Geld von einer zentralen Online-Plattform aus zu verwalten. PayPal ist derzeit am besten dafür gerüstet, einen solchen Service anzubieten. Der Plan, mit Banken zusammenzuarbeiten, sollte es dem Unternehmen ermöglichen, verschiedene Formen von Geldeinlagen zu unterstützen. Zudem könnte PayPal ein Sparkonto anbieten, das Zinsen für das Geld der Einleger erzeugt.


Aber Square liegt nicht allzu weit zurück. Obwohl es über ein Netzwerk von Händlern verfügt, ist es nicht in seine App integriert. Dennoch hat sich die Cash Card innerhalb weniger Monate bei den Anwendern bewährt. Im Dezember gaben Cash-Card-Benutzer über 90 Millionen US-Dollar mit dieser Prepaid-Debitkarte aus — das entspricht einer jährlichen Rate von 1 Milliarde US-Dollar. In der Zwischenzeit bietet die Bitcoin-Plattform von Square eine Möglichkeit, vom gleichen Konto aus zu investieren.


Amazon ist der vielversprechende Außenseiter. Das Unternehmen könnte eine Plattform entwickeln, die alles bietet, was die Verbraucher wollen, und muss nicht einmal mit dem Service selbst Gewinn machen. Amazon scheint damit zu bezwecken, dass man den Online-Handel erleichtert. Da Amazon einen so großen Teil des Online-Handels besitzt, wird das Unternehmen davon profitieren, dass die Verbraucher mehr Möglichkeiten haben, Geld zu sparen und auszugeben.


Fürs Erste ist PayPal der erste Ansprechpartner, wenn es darum geht, diejenigen ohne Zugang zu Banken zu bedienen. Aber das Unternehmen muss schnelle Schritte unternehmen, bevor die Konkurrenz kommt und dem Unternehmen die Kunden wegschnappt, bevor PayPal überhaupt ein vollwertiges Produkt auf dem Markt hat. Ready sagt, dass es nur noch wenige Wochen dauern wird, bis die neuen Finanzdienstleistungen verfügbar sein werden.


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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.


The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und PayPal Holdings.  The Motley Fool besitzt Aktien von Square.


Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 11.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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