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Panik an internationalen Finanzmärkten




19.08.11 10:31
Helaba

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Panik an den internationalen Finanzmärkten! Schwache Konjunkturdaten, politische Handlungsunfähigkeit und die Angst vor einer Ausweitung der Schuldenkrise auf die USA haben die internationalen Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt, so die Analysten der Helaba.

Der DAX habe in der Spitze über 6% verloren, Dow Jones und S&P 500 hätten zum Schluss 3,7% bzw. 4,5% im Minus gelegen. Die Flucht in qualitativ hochwertige Staatsanleihen sei in einem von großer Nervosität geprägtem Handel der einzige Ausweg gewesen, den Anleger in dieser Situation gesehen hätten.

EZB-Ratsmitglied Nowotny gieße dazu noch Öl ins Feuer und skizziere japanische Verhältnisse für die Eurozone. Kurzfristige Unterstützung der Märkte sei nach dem Gipfel in Paris in weite Ferne gerückt, man dürfe gespannt sein, wie lange Interventionen der EZB an den Kreditmärkten wirken würden. Zudem gerate man mit dem starken Renditerückgang der Bundesanleihen in das Dilemma, den Abstand zwischen Kern- und Schuldenländer nicht halten zu können. Zum Monatswechsel würden die Märkte (und vor allem die Aufnahmebereitschaft der Notenbank) dann auch noch einem echten Härtetest unterzogen, wenn Italien, Spanien und Frankreich mit großen Volumina auf das Emissionskarussell aufspringen würden.

In den USA hätten die Verbraucherpreise im Juli mit einem Plus von 0,5% und einer Jahresteuerung von 3,6% über den Erwartungen gelegen. Der Anstieg der Kernrate, die gegenüber dem Vormonat um 0,2% (Jahresrate 1,8%) zugelegt habe, sei dagegen moderat gewesen. Keine Entspannung komme weiter vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung habe auf 408.000 zugenommen. Rezessionsängste hätten mit dem Absturz des Philadelphia-FED-Index auf -30,7 Punkte (nach +3,2) und dem Rückgang der Zahl der Eigenheimverkäufe (4,67 Mio./-3,5%) neue Nahrung erhalten. Nur die Frühindikatoren hätten mit einem Anstieg von 0,5% im Rahmen der Erwartungen gelegen. Für Unruhe hätten auch Meldungen gesorgt, die US-Notenbank habe ein Übergreifen der Schuldenkrise auf das Bankensystem gefürchtet.

Die Rentenmärkte der PIIGS-Staaten hätten ihr Renditeniveau behaupten können, hätten jedoch aufgrund des Runs auf Bundesanleihen gegen diese an Boden verloren. Die Risikoaufschläge 10-jähriger Bonds hätten sich gegenüber vergleichbaren deutschen Staatstiteln um ca.15 BP ausgeweitet. 10-jährige Bundesanleihen hätten den Kursanstieg angeführt, kurze und mittlere Fälligkeiten seien hinterhergehinkt. Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen hätten ebenfalls deutlich zugelegt. Auch hier seien lange und ultralange Titel stark gesucht gewesen, der Rest der Renditekurve bewege sich angesichts der festgezurrten Leitzinsen kaum von der Stelle. (19.08.2011/ac/a/m)







 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 174,94 134,02
Werte im Artikel
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-0,57%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Ariva Indikation
142,5086 +0,08%  07.12.22
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