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OTS: Jones Lang LaSalle SE (JLL) / Einzelhandel setzt bei Neuanmietungen ...




23.10.19 09:15
dpa-AFX

Einzelhandel setzt bei Neuanmietungen verstärkt auf kleine Flächen /


Textilhandel ist zum ersten Mal in diesem Jahr wieder umsatzstärkste


Branche


Frankfurt (ots) - Insbesondere die große Nachfrage nach kleinen


Flächen hat dem Einzelhandelsvermietungsmarkt im dritten Quartal 2019


positive Impulse gegeben.

Nach drei Quartalen bilanziert der Markt


einen Flächenumsatz von 380.000 m² - 5 Prozent mehr als zum gleichen


Zeitpunkt des Vorjahres. Die Zahl der Vertragsabschlüsse ist sogar um


10 Prozent auf 885 gestiegen. 56 Prozent davon entfielen auf die


Größenklassen unter 250 m², wobei die Kategorie 100 bis 250 m² am


gefragtesten war.



Der Textilhandel steht im dritten Quartal 2019 dank größerer


Anmietungen zum ersten Mal in diesem Jahr wieder an der Spitze des


Branchenvergleichs nach Fläche. Dirk Wichner, Head of Retail Leasing


JLL Germany: "Nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Marktanteilen


ist das ein erstes Signal, dass die Konsolidierung in der


Textilbranche langsam greift. Der Sektor macht derzeit denselben


Prozess durch, den die Buchbranche bereits vor 15 Jahren begonnen und


mittlerweile abgeschlossen hat. Zwar hat sie rund ein Viertel ihrer


Gesamtfläche verloren, dafür hat sich mittlerweile ein stabiles


Gleichgewicht zwischen stationärem und Onlinehandel eingestellt."



Modekette TK Maxx mietet allein im dritten Quartal 2019 acht


Standorte an



Ausschlaggebend für die zurückgewonnene Spitzenposition des


Textilhandels sind mehr als 30 Anmietungen von Ladenlokalen mit einer


Größe von über 1.000 m². Treibende Kraft war dabei TK Maxx. Die


Modekette vermeldete allein im dritten Quartal acht Neuanmietungen.


Insgesamt kommt die Textilbranche im dritten Quartal auf einen


Flächenumsatz von rund 100.000 m² und einen Marktanteil von 26


Prozent.



Direkt dahinter rangiert die Gastronomie mit knapp 95.000 m² und


einem Marktanteil von 25 Prozent. Mit 255, vor allem kleineren


Anmietungen, verbucht diese Sparte die meisten Abschlüsse. Besonders


aktiv waren Lebensmittelversorger wie Netto und Rewe. Zudem spiegelt


sich das Thema Nachhaltigkeit zunehmend durch erste Anmietungen von


Unverpackt-Konzepten wider.



Dass Gesundheit/Beauty mittlerweile wie selbstverständlich den


dritten Rang mit 17 Prozent Marktanteil belegt, ist vor allem auf die


weiterhin expansiven Drogeriemarktketten und großflächigen


Fitnessstudios in zentralen Lagen zurückzuführen, die rund 85 Prozent


des Flächenumsatzes in dieser Branche beisteuern.



Die zehn größten Handelsstandorte Deutschlands haben deutlich zu


kämpfen: Nur rund 30 Prozent der vermieteten Fläche entfallen im


bisherigen Jahr auf die Big 10. Im dritten Quartal waren es sogar nur


21 Prozent - nach 53 Prozent im Vorjahresquartal.



Sogar die Hauptstadt Berlin (Flächenumsatz Q1 bis Q3: 31.400 m²)


zeigt leichte Schwächen und muss sich anstrengen, um das


Vorjahresgesamtergebnis von rund 44.000 m² wieder zu erreichen.


Frankfurt überzeugt derweil mit 54 Deals und 20.000 m², rund die


Hälfte der Abschlüsse entfiel am Main auf die Gastronomie-/Food


Sparte. Obwohl Köln (14.200 m²) Platz 3 in der Spitzengruppe belegt,


bleibt die Vermietungsleistung unter dem Durchschnitt. Aktuell


scheinen die dem Markt zur Verfügung stehenden Flächen nicht optimal


geeignet zu sein, was die Größe oder den Zuschnitt angeht. Das belegt


auch die unter den Metropolen höchste Verfügbarkeitsquote von 19


Prozent in der Domstadt.



Die Millionenstädte Hamburg (13.100 m²) und München (12.000 m²)


verlieren leicht gegenüber dem Vorjahr. Für Düsseldorf verläuft das


Vermietungsjahr mit 9.000 m² bislang eher enttäuschend. "Offenbar


reagieren viele Einzelhändler zunächst abwartend, insbesondere was


die Pläne zur Neugestaltung der Einkaufsmeile Schadowstraße angeht.


Durch die Neuentwicklung des Kö-Bogen II ist hier auch die verfügbare


Fläche deutlich gestiegen", erklärt Dirk Wichner.



Spitzenmiete in Köln sinkt von 260 auf 250 Euro



Für das erste Halbjahr 2020 erwartet JLL erstmals seit 2017 ein


leichtes Nachgeben der Spitzenmiete um durchschnittlich 0,4 Prozent.


Grund dafür ist die Mietpreiseinschätzung für Köln, wo bereits im


laufenden Halbjahr ein Rückgang von 260 Euro auf 250 Euro pro Monat


zu sehen ist. Noch ist allerdings offen, ob sich diese Entwicklung


auch auf die anderen Metropolen überträgt. Für die Märkte außerhalb


der Big 10 wird auf Jahressicht ebenfalls mit einem weiteren


durchschnittlichen Mietpreisrückgang von rund 2 Prozent gerechnet.



OTS: Jones Lang LaSalle SE (JLL)


newsroom: http://www.presseportal.de/nr/62984


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Pressekontakt:


Astrid Lipsky


Director Corporate Communications Germany



Jones Lang LaSalle SE


Alter Steinweg 1 | 20459 Hamburg | Germany


T +49 40 350011 321


M +49 151 72134885









 
 

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