Erweiterte Funktionen


OTS: Deutsche Postbank AG / Postbank Wohnatlas 2018: Immobilienmarkt weiter ...




14.03.18 10:15
dpa-AFX

Postbank Wohnatlas 2018: Immobilienmarkt weiter im Aufwärtstrend /


Preise durchschnittlich um 5,5 Prozent gestiegen / Neue Trend-Regionen


liegen abseits der Großstadt-Speckgürtel


Bonn (ots) - Auf dem Wohnungsmarkt ist die Nachfrage noch immer


größer als das Angebot.

Folge: Die Immobilienpreise steigen seit


Jahren. Auch im Jahr 2017 war in 242 von 401 deutschen Kreisen und


Städten Wohnraum teurer als im Vorjahr. Im bundesweiten Mittel lag


der Anstieg inflationsbereinigt bei 5,5 Prozent. In den Großstädten


zogen die Preise noch schneller an. Diese Ergebnisse sind Teil einer


Studie zur Preisentwicklung im Postbank Wohnatlas 2018.



München bleibt Spitzenreiter



Teuerste Großstadt - und überhaupt teuerstes Pflaster in


Deutschland - ist und bleibt München. Durchschnittlich 6.789 Euro


mussten Immobilienkäufer pro Quadratmeter Wohnfläche in der


bayerischen Landeshauptstadt 2017 zahlen - und damit 8,6 Prozent mehr


als noch im Vorjahr. Frankfurt am Main steht im Ranking der teuersten


Städte Deutschlands weiter auf Platz zwei mit einem Quadratmeterpreis


von 4.501 Euro. Der starke Anstieg um 11,1 Prozent im Vergleich zum


Vorjahr sorgt dafür, dass sich die deutsche Bankenmetropole spürbar


von der Hansestadt Hamburg absetzt, die mit einem durchschnittlichen


Kaufpreis von 4.212 Euro auf Platz drei liegt. Berlin verzeichnet den


stärksten Preisanstieg der sogenannten Big Seven, der sieben größten


deutschen Metropolen: Hier kletterten die Quadratmeterpreise um 11,4


Prozent auf 3.676 Euro. Im Ranking liegt die deutsche Hauptstadt


damit auf Platz fünf.



Tabelle: Teuerste Metropolen



Quadratmetermeterpreise und Preistrends in den Top 7 der deutschen


Städte



Rang Stadt Quadratmeterpreis 2017 /


Kaufpreisanstieg in Prozent


(inflationsbereinigt)



1 München, Stadt: 6789,44 / 8,6%


2 Frankfurt am Main: 4500,65 / 11,1%


3 Hamburg: 4211,61 / 6,6%


4 Stuttgart: 3843,20 / 6,9%


5 Berlin: 3676,41 / 11,4%


6 Düsseldorf: 3446,86 / 8,8%


7 Köln: 3305,57 / 7,8%



Quellen: Empirica, Statistisches Bundesamt, Berechnungen HWWI



Teure Speckgürtel



Der Postbank Wohnatlas zeigt, dass das hohe Kaufpreisniveau 2017


auch für das Umland - den so genannten Speckgürtel - der großen


Städte galt. Eine Ausnahme bilden dabei die hohen Preise im Landkreis


Nordfriesland. Im Schnitt 5.647 Euro wurden 2017 pro Quadratmeter


fällig. Hier sorgen exklusive Ferienwohnungen, besonders auf Sylt,


für einen Sondereffekt. Deutlich erkennbar ist ein ausgeprägtes


West-Ost- sowie Süd-Nord-Gefälle. "Für den Preisauftrieb bei


Immobilien sorgt weiter die anhaltende Niedrigzinsphase, die das


sogenannte Betongold bei Sparern und Investoren zu einer gefragten


Anlage macht. Dabei profitieren besonders die zentralen Lagen in und


um die Metropolen", sagt Eva Grunwald, Bereichsleiterin für das


Immobiliengeschäft Privatkunden bei der Postbank.



Tabelle: Teuerste Regionen



Quadratmetermeterpreise und Preistrends in deutschen Kreisen und


Städten, ohne Metropolen



Rang Stadt Quadratmeterpreis 2017 /


Kaufpreisanstieg in Prozent


(inflationsbereinigt)



1 Nordfriesland: 5646,81 / 13,6%


2 München, Landkreis: 5239,92 / 9,9%


3 Starnberg: 5205,30 / 2,0%


4 Miesbach: 4836,15 / 1,5%


5 Dachau: 4562,83 / 10,7%


6 Ebersberg: 4528,81 / 5,9%


7 Fürstenfeldbruck: 4479,49 / 11,2%


8 Freising: 4047,16 / 9,1%


9 Erding: 3996,24 / 20,8%


10 Freiburg im Breisgau: 3974,95 /3,8%



Quellen: Empirica, Statistisches Bundesamt, Berechnungen HWWI



Wo sich die Spirale am schnellsten dreht



Den mit Abstand rasantesten Preisanstieg verzeichnet der


bayerische Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen südlich von Nürnberg.


Dort wurden Wohnungen und Häuser gleich um über 25 Prozent teurer. In


den Landkreisen Erding (Oberbayern), Fulda (Osthessen) und Sömmerda


(Thüringen) kostete der Quadratmeter rund ein Fünftel mehr als noch


im Vorjahr.



Tabelle: Steilster Anstieg In diesen Regionen sind die Preise am


stärksten gestiegen



Rang Stadt / Kreis: Kaufpreisanstieg in Prozent


(inflationsbereinigt)



1 Weißenburg-Gunzenhausen: 25,3%


2 Erding: 20,8%


3 Fulda: 20,6%


4 Sömmerda: 20,3%


5 Potsdam-Mittelmark: 19,2%


6 Bamberg, Kreis: 18,9%


7 Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim: 18,7%


8 Uckermark: 17,3%


9 Neustadt a.d.Waldnaab: 17,2%


10 Schweinfurt, Stadt: 16,6%



Quellen: Empirica, Statistisches Bundesamt, Berechnungen HWWI



Trend-Regionen jenseits von Suburbia



Es zeigt sich, dass auch außerhalb der klassischen Speckgürtel


rund um die Metropolen Trend-Regionen entstehen.


Weißenburg-Gunzenhausen ist ein Beispiel dafür. Dort waren die Preise


mit 1.931 Euro pro Quadratmeter trotz Preissprung auch 2017 noch


erheblich günstiger als etwa im benachbarten Eichstätt, wo 3.262 Euro


pro Quadratmeter fällig werden, oder in der nördlich gelegenen, recht


hochpreisigen Metropolregion Nürnberg. Ähnlich - wenn auch auf


höherem Preisniveau - verhält es sich mit Erding: Der Landkreis


grenzt nicht direkt an die Stadt München, ist aber aus der


Perspektive der bayerischen Landeshauptstadt die nächst gelegene


günstigere Alternative mit Quadratmeterpreisen noch knapp unter 4.000


Euro. Genauso konnten Fulda und Sömmerda ihre Attraktivität steigern


und Wertsteigerungen bei den Immobilien verzeichnen. Sömmerda als


Einzugsgebiet der stetig an Einwohnern gewinnenden Landeshauptstadt


Erfurt gewinnt stark auf niedrigem Niveau.



Beispiele für Trend-Regionen sind auch Potsdam-Mittelmark und ganz


besonders die Uckermark. Der Kreis Potsdam-Mittelmark zählt zum


gefragten Berliner Umland, verzeichnet mittlerweile Preise von 2.286


Euro pro Quadratmeter und Steigerungen von knapp 20 Prozent im


Vergleich zum Vorjahr. Wirklich günstig ist dagegen noch die


Uckermark - allerdings auch in größerer Entfernung zur Hauptstadt.


Dennoch kosteten Wohnungen und Häuser dort 2017 im Schnitt 1.113 Euro


pro Quadratmeter und die Attraktivität steigt. Der Preisauftrieb lag


bei gut 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.



Der richtige Zeitpunkt zum Verkauf



Nicht nur Immobilienkäufer sollten die Preise im Auge behalten.


Auch wer Haus oder Wohnung verkaufen möchte, sollte die Preistrends


genau beobachten. "In Regionen mit fallenden Preisen könnte ein


zügiger Verkauf vor finanziellen Verlusten schützen", sagt Eva


Grunwald von der Postbank. Eingebrochen sind die Preise im Jahr 2017


im Vergleich zum Vorjahr am stärksten in den Kreisen Straubing-Bogen


in Niederbayern (-26,4 Prozent), Main-Spessart in Unterfranken (-21,1


Prozent) und im thüringischen Nordhausen (-18,4 Prozent).



Infografiken mit Deutschlandkarten zu den Studienergebnissen sind


über folgende Links zum Download verfügbar:



Grafik 1: Was Wohneigentum in Deutschland kostet - JPG:


http://ots.de/qjoG6K



Grafik 1: Was Wohneigentum in Deutschland kostet - PDF:


http://ots.de/2zpz0q



Grafik 2: Immobilienpreisentwicklung in Deutschland - JPG:


http://ots.de/QT1nP7



Grafik 2: Immobilienpreisentwicklung in Deutschland - PDF:


http://ots.de/frS1pE



Hintergrundinformationen zum Postbank Wohnatlas 2018



Der Postbank Wohnatlas 2018 ist eine jährlich erscheinende,


mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter


verschiedenen Aspekten regional bis auf Kreisebene beleuchtet. Für


die vorliegende Preisanalyse, die den ersten Studienteil des


diesjährigen Wohnatlas darstellt, wurde unter der Leitung von Prof.


Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und


Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), die


Immobilienpreisentwicklung in den 401 deutschen Landkreise und


kreisfreien Städten untersucht.



OTS: Deutsche Postbank AG


newsroom: http://www.presseportal.de/nr/6586


newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_6586.rss2



Pressekontakt:


Postbank


Ralf Palm


+49 228 920 12109


ralf.palm@postbank.de









 
 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...