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OTS: CRIF Bürgel GmbH / Erneut weniger Firmeninsolvenzen in Deutschland / ...




15.02.18 08:03
dpa-AFX

Erneut weniger Firmeninsolvenzen in Deutschland / Berlin ist


Pleiten-Hauptstadt (FOTO)


Hamburg (ots) -


Die Firmeninsolvenzen in Deutschland sind 2017 erneut


zurückgegangen.

Im vergangenen Jahr mussten 20.276 Unternehmen eine


Insolvenz anmelden. Die Zahl der Firmenpleiten verringerte sich damit


im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent (2016: 21.789


Firmeninsolvenzen). Durch den achten Rückgang in Serie sind die


Unternehmensinsolvenzen 2017 auf einen Tiefstand seit Einführung der


neuen Insolvenzordnung (1999) gesunken. Im Vergleich zum bisherigen


Insolvenzhöchstjahr 2003, in dem noch 39.320 Firmenpleiten


registriert wurden, haben sich die Insolvenzfälle 2017 nahezu


halbiert.



"Die Rahmenbedingungen für Firmen in Deutschland sind weiterhin


gut. Unternehmen profitieren von der stabilen Konjunktur, den


günstigen Finanzierungsbedingungen und dem erneut starken Export.


Positiv auf die Unternehmen wirkt auch die Binnenkonjunktur, die


durch einen Anstieg der verfügbaren Einkommen und Kaufkraft gestärkt


wird", begründet CRIFBÜRGEL Geschäftsführerin Ingrid Riehl den


Rückgang der Insolvenzen.



Für das Jahr 2018 hält CRIFBÜRGEL allerdings eine Trendumkehr beim


Insolvenzgeschehen für möglich. "Ein leichter Anstieg der


Insolvenzzahlen ist nicht mehr auszuschließen. Bereits jetzt


beobachten wir eine Zunahme der finanzschwachen und damit


insolvenzgefährdeten Firmen. Zudem schwebt das Damoklesschwert einer


möglichen Zinswende über der deutschen Wirtschaft", so Riehl.



Die durch Firmeninsolvenzen verursachten Schäden summierten sich


im Jahr 2017 auf 30,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind


die Insolvenzschäden damit um 12,9 Prozent angestiegen (2016: 27,0


Milliarden Euro). In den letzten 10 Jahren gab es nur im Jahr 2012


einen höheren Wert (41,0 Milliarden Euro). Verantwortlich für den


hohen Wert an Insolvenzschäden im Jahr 2017 sind mehrere


Firmeninsolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen - allen


voran Air Berlin. Weitere prominente Beispiele zahlungsunfähiger


Unternehmen aus dem letzten Jahr sind TEMPTON


Personaldienstleistungen, ALNO, Rickmers Holding, SolarWorld, Butlers


und der Schneider Versand. Im Durchschnitt entstanden 2017


Forderungsausfälle von knapp 1,5 Millionen Euro pro Insolvenz.



Ein Blick auf die Bundesländer zeigt, dass die Firmeninsolvenzen


regional unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Nach den absoluten


Insolvenzzahlen stehen Nordrhein-Westfalen (5.871 Firmeninsolvenzen),


Bayern (2.589) und Baden-Württemberg (1.956) an der Spitze der


Statistik. Die Insolvenzdichte (Firmeninsolvenzen je 10.000


Unternehmen) liefert ein anderes Ergebnis. Demnach gab es im


bundesweiten Vergleich mit 92 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen in


Berlin die meisten Pleiten im Jahr 2017. Der Bundesdurchschnitt lag


2017 bei 62 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Die wenigsten


Firmenpleiten gab es im Jahr 2017 mit 43 Firmenpleiten je 10.000


Unternehmen in Bayern.



CRIFBÜRGEL hat neben den Bundesländern auch die Insolvenzdichte in


den 30 größten deutschen Städten analysiert. Demnach ist das


Insolvenzrisiko in Dortmund - wie bereits im letzten Jahr - mit 121


Pleiten je 10.000 Unternehmen am höchsten. Am wenigsten Firmenpleiten


gab es im Großstadtvergleich in Stuttgart (42 Firmeninsolvenzen je


10.000 Unternehmen).



Das Saarland meldet mit einem Minus von 28,9 Prozent deutlich


weniger Firmeninsolvenzen als noch vor einem Jahr. Auch in


Mecklenburg-Vorpommern (minus 22,2 Prozent), Brandenburg (minus 17,1


Prozent), Sachsen (minus 15 Prozent), Hamburg (minus 13,9 Prozent)


und Nordrhein-Westfalen (minus 12,3 Prozent) sanken die


Firmeninsolvenzen zweistellig. In Baden-Württemberg (plus 12,3


Prozent), Berlin (plus 6,7 Prozent) und Hessen (plus 1,5 Prozent)


stiegen die Firmenpleiten entgegen dem Bundestrend an.



Hinsichtlich der Rechtsformen ging 2017 das höchste


Insolvenzrisiko von der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)


aus. Die Insolvenzdichte bei den UGs lag bei 197 Firmenpleiten je


10.000 Unternehmen und damit deutlich höher als bei den


Aktiengesellschaften (99) und bei den GmbHs (97).



Die Logistik steht mit 83 Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen


an der Spitze der Auswertung der Hauptbranchen.



Dienstleistungsunternehmen haben mit 9.135 Fällen den höchsten


absoluten Anteil am Insolvenzgeschehen in Deutschland. Die geringste


Insolvenzdichte gibt es mit 20 Pleiten je 10.000 Unternehmen im


Energiesektor.



Der Trend der letzten Jahre, dass vor allem kleine Unternehmen


eine Insolvenz anmelden müssen, hat sich auch 2017 bestätigt. 81


Prozent der insolventen Unternehmen hatten nicht mehr als 5


Mitarbeiter. Bei Firmen, die 51 oder mehr Angestellte haben, liegt


der Anteil am Insolvenzgeschehen nur noch bei 3,1 Prozent.



14,9 Prozent der insolventen Firmen scheitern bereits in den


ersten zwei Jahren nach ihrer Gründung. Die Studie zeigt zudem, dass


über 50 Prozent der insolventen Unternehmen nicht länger als 10 Jahre


am Markt aktiv sind.



Die komplette Studie "Firmeninsolvenzen 2017" finden Sie auf


unserer Homepage unter


https://www.crifbuergel.de/de/aktuelles/studien/Firmeninsolvenzen2017



OTS: CRIF Bürgel GmbH


newsroom: http://www.presseportal.de/nr/22285


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Pressekontakt:


Oliver Ollrogge, CRIF Bürgel GmbH, Bereich Marketing/PR


E-Mail: Oliver.Ollrogge@buergel.de , Tel.: 040 / 89 803 582



- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter


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