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OTS: Bundesvereinigung Bauwirtschaft / Bauwirtschaft korrigiert ...




07.12.17 12:33
dpa-AFX

Bauwirtschaft korrigiert Konjunkturprognose nach oben / Wachstum von


3,3 % für dieses und von 2,6 % für 2018 erwartet


Berlin (ots) - "Wir sind im Frühjahr noch von einem Wachstum von


+2,8 % ausgegangen, wir rechnen nun mit einer Steigerung um +3,3 %.


Für 2018 erwarten wir eine gute Stabilisierung der Entwicklung mit


einem Wachstum um +2,6 %. Die Bauwirtschaft stützt weiter die


Gesamtkonjunktur!" Dieses ist die Quintessenz von Karl-Heinz


Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, zur Lage


der Bauwirtschaft anlässlich des 5.Deutschen Bauwirtschaftstages in


Berlin.



Für das Handwerk im Bauhauptgewerbe rechnet Schneider mit einer


Umsatzsteigerung in 2017 von 4 % und in 2018 um 3 %. Hauptmotor dafür


ist die anhaltende Neubautätigkeit im Wohnungsbau. "Die Nachfrage


nach Wohnimmobilien, gerade in den Ballungszentren, ist ungebrochen.


Auch die positive Arbeitsmarktentwicklung und die steigenden


Einkommen halten die Investitionsneigung weiter hoch," so seine


Begründung. Schneider weiter: "Aber auch die Impulse, die der Bund


mit dem sukzessiven Hochlauf der Investitionen in die


Verkehrsinfrastruktur von 10,5 Mrd. EUR in 2013 auf knapp 14 Mrd. EUR


ab 2018) wie auch mit den Investitionsförderprogrammen im kommunalen


Bereich mit einem Volumen von über 7 Mrd. EUR setzt, sorgen für eine


gute Auftragslage. Die gute Konjunktur hält zudem den Wirtschaftsbau


in der Spur."



Für die Sparte Ausbau rechnet die Bauwirtschaft mit einer soliden


Stabilisierung von Nachfrage und Umsatz. Für 2017 wird eine


Umsatzentwicklung um 2,6 % und in 2018 von 2 % erwartet. Hier sind es


besonders die privaten Auftraggeber sowie der hohe Sanierungs- und


Renovierungsbedarf, der die positive Entwicklung trägt.



In der Sparte Gebäudetechnik sind rund 1,6 Mio. Menschen in den


Mitgliedsbetrieben der BVB beschäftigt, und zwar vor allem im


Bereich, Sanitär, Heizung, Klima, Elektrohandwerk und im


Gebäudereinigerhandwerk. "Für diesen stark


dienstleistungsorientierten Bereich rechnen wir für 2017 mit einem


Umsatzwachstum um 3 % und in 2018 mit 2,3 %," so der BVB-Vorsitzende.



Die Bundesvereinigung Bauwirtschat repräsentiert annähernd 385.000


Betriebe, die in 16 Mitgliedsverbänden organisiert sind, mit mehr als


3,2 Millionen Beschäftigten. "2016 ist unser Umsatz erstmals über 300


Mrd. EUR gesprungen, für 2017 erwarten wir 315,5 Mrd. EUR und für


2018 ca. 324 Mrd. EUR," erklärte Karl-Heinz Schneider. "Um die


anstehenden Bauaufgaben zu lösen, werden wir auch im kommenden Jahr


weiter Personal einstellen. Allerdings haben wir in weiten Teilen der


BVB mit einem entsprechenden Engpass zu kämpfen. Hier haben unsere


Mitglieder bereits viele Initiativen ergriffen, um die Perspektive


Bauwirtschaft nach außen zu tragen. Ob das am Ende reichen wird, ist


heute noch nicht abzusehen."



Schneider warnte davor, die Kostenbelastung des Faktors Arbeit


weiter zu erhöhen. Er verwies auf PROGNOS, wonach der


Sozialversicherungsbeitrag zügig auf 50 Prozent steigen könnte,


allein aufgrund der demografischen Entwicklung, weniger Fachkräfte


und mehr Rentner. Er forderte daher eine neue Bundesregierung auf,


"alles Notwendige dafür tun, die Sozialbeiträge dauerhaft auf 40


Prozent zu begrenzen." Schneider wörtlich: "Ich weiß, dass


Sozialpolitiker nervös werden, wenn bei den Sozialversicherungen wie


im Moment 60 Mrd. Euro Rücklagen entstanden sind. Das weckt


unmittelbar Begehrlichkeiten. Das darf es aber nicht. Denn nicht jede


soziale Wohltat ist dauerhaft finanzierbar und verantwortbar.


Vielmehr muss die Gunst der Stunde genutzt werden, und das Geld an


die Beitragszahler zurückgegeben werden."



Daher sollten, seiner Meinung nach, die die Beiträge für die


Arbeitslosenversicherung 2018 gesenkt und die die Vorfälligkeit der


Rentenbeiträge endlich wieder abgeschafft werden.



Schneider appellierte an eine neue Bundesregierung, auch den


zweiten Arbeitsmarkt zugunsten des ersten zurückdrängen. "Denn wir


finanzieren mit hohen Steuern und Abgaben einen für viele unserer


Betriebe existenzbedrohenden zweiten Arbeitsmarkt. Solche


Wettbewerbsverzerrungen entstehen z.B. durch die Vergabe von


Bauaufträgen und Reinigungsaufträgen an kommunale


Beschäftigungsgesellschaften und gemeinnützige Unternehmen, die ohne


Umsatzsteuer anbieten können. Wir brauchen hier endlich einen fairen


Wettbewerb." So Schneider abschließend.



OTS: Bundesvereinigung Bauwirtschaft


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Pressekontakt:


Dr. Ilona K. Klein


Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Bundesvereinigung Bauwirtschaft


Kronenstr. 55-58


10117 Berlin


Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420


eMail klein@zdb.de


www.bv-bauwirtschaft.de









 
 

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