Erweiterte Funktionen


OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Pluspunkte, Kommentar zu Adidas von ...




14.03.18 20:36
dpa-AFX

Börsen-Zeitung: Pluspunkte, Kommentar zu Adidas von Joachim Herr


Frankfurt (ots) - Kasper Rorsted weiß, was Aktionäre wünschen.


Seit Oktober 2016 ist der Däne Vorstandsvorsitzender von Adidas - und


bisher erfüllt er die Erwartungen der Anteilseigner.



An erster Stelle ist mit seinem Namen und seiner Empfehlung als


ehemaliger Konzernchef von Henkel das Ziel verbunden, die


Profitabilität des Sportartikelkonzerns zu steigern. Und Rorsted


liefert: Die operative Marge stieg im vergangenen Jahr auf 9,8%. Nur


2008 war das Unternehmen noch einen Tick besser. Rorsted nutzt die


günstige Entwicklung, um die Latte für das Jahr 2020 gleich noch ein


Stück höher zu legen. Auch das kommt am Kapitalmarkt gut an.



Rorsted holt das nach, was sein Vorgänger Herbert Hainer letztlich


nicht schaffte. Hainer hatte schon für das Jahr 2015 eine operative


Umsatzrendite von 11% angestrebt. Doch trotz des kräftigen Anstiegs


von Umsatz und Gewinn in seinem Abschiedsjahr 2016 verfehlte der


damalige Konzernchef dieses Ziel klar. Hainer hatte Nordamerika, den


mit Abstand wichtigsten Markt für Sportartikel, sträflich


vernachlässigt, mit seiner Wachstumsstrategie für Russland aufs


falsche Pferd gesetzt und die Probleme des Golfgeschäfts erst spät


erkannt.



Sicher, er riss das Ruder noch herum, indem er etwa in den USA


eine Marketingoffensive startete. Darauf konnte und kann Rorsted


aufbauen. Doch der Nachfolger packt die Schwierigkeiten und Chancen


konsequenter an. Der schwächelnden US-Marke Reebok verpasste er


gleich ein Fitnessprogramm. Zudem verstärkt Rorsted Investitionen in


die Informationstechnik und die Infrastruktur. Und er baut den


Onlinehandel rasch aus und strafft das Produktangebot. So lassen sich


höhere Verkaufspreise und ein besserer Produktmix erzielen - und


gestiegene Beschaffungskosten und negative Währungseffekte mehr als


ausgleichen. Der Lohn ist die steigende operative Marge.



Trotz der Fortschritte hat Adidas noch Luft nach oben. Der große


Konkurrent Nike liegt einige Punkte vorn. Um an eine Marge von 13 bis


14% heranzukommen, ist es ein harter Weg. Zwar schrumpfte das


Geschäft von Nike zuletzt im Heimatmarkt Nordamerika, und Adidas


holte auf. Doch der Größenvorteil ist nach wie vor erheblich. Das


bringt Skaleneffekte, die sich der deutsche Wettbewerber mühsam


aufbaut. Entscheidend aus Sicht der Adidas-Aktionäre ist, dass die


Richtung stimmt.



Und Rorsted präsentierte ihnen gleich noch zwei Belohnungen: eine


höhere Dividende und einen Aktienrückkauf. So sammelt er weiter


Pluspunkte bei den Aktionären.



OTS: Börsen-Zeitung


newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377


newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2



Pressekontakt:


Börsen-Zeitung


Redaktion



Telefon: 069--2732-0


www.boersen-zeitung.de









 
 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...