Erweiterte Funktionen


OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Krisenfest, Kommentar zum ...




19.03.19 20:31
dpa-AFX

Börsen-Zeitung: Krisenfest, Kommentar zum Flughafenbetreiber Fraport


von Lisa Schmelzer


Frankfurt (ots) - Die Rechnung von Fraport-Finanzvorstand Matthias


Zieschang passt auf einen Bierdeckel: Der operative Cash-flow steigt


in den nächsten Jahren von 800 Mill.

auf 1 Mrd. Euro, die


Investitionen liegen bis 2023 jährlich bei rund 1,2 Mrd. Euro, ergibt


in den kommenden Jahren einen negativen freien Cash-flow. Die


Investitionen zahlen sich nach und nach aus, das sorgt für mehr


Passagiere - und mehr Cash-flow -, erst in Griechenland und Brasilien


und dann auch in Frankfurt und Lima. Schon in wenigen Jahren sprudelt


der Cash-flow, es fallen nur noch bescheidene Investitionen an und


die Ergebnisse gehen entsprechend in die Höhe.



So gesehen ist das rekordhohe Investitionsvolumen, das die


Frankfurter in den kommenden Jahren vor der Brust haben, fast ein


Klacks und muss auch bei den Anlegern nicht für Unruhe sorgen. Und


damit diese ruhig bleiben, bekommen sie für 2018 eine von 1,50 auf 2


Euro erhöhte Dividende, die auch 2019 stabil gehalten werden soll.



Nun mag manchem die Rechnung allzu einfach erscheinen, zumal in


einem volatilen Geschäft wie der Luftfahrt. Da kann schnell eine


Häufung von Terroranschlägen oder eine konjunkturelle Delle für eine


Abschwächung des Geschäfts sorgen. Der Blick in die Vergangenheit


zeigt aber, dass das Infrastrukturunternehmen Fraport Krisen deutlich


besser weggesteckt hat als die meisten Fluggesellschaften.



Wenn einige Airlines schwächeln, öffnet sich Fraport eben für neue


Kunden - wie im Falle von Ryanair und Easyjet. Das drückt wegen


gewährter Rabatte kurzfristig auf die Ergebnisentwicklung, zahlt sich


aber mittel- und langfristig dank anziehender Passagierzahlen aus.


Wird das Investieren im Inland wegen umständlicher


Genehmigungsverfahren und Widerstand gegen weitere Ausbauvorhaben


schwierig, gibt das Fraport-Management das Geld eben im Ausland aus.


Tritt das regulierte Geschäft mit Flughafenentgelten auf der Stelle,


verschafft man sich ein stärkeres Standbein im florierenden Retail-


und Immobiliengeschäft.



Derart krisenfest aufgestellt kann Fraport-Chef Stefan Schulte


selbst den seit Jahren währenden Streit mit dem wichtigsten Kunden


Lufthansa weglächeln. Trotz allen Theaterdonners um den


bevorstehenden Umzug weiterer Airbus A380 von Frankfurt nach München


wird die Lufthansa um den größten deutschen Flughafen in ihrem Netz


nicht herumkommen, zumal sich an der Zahl der Start- und Landerechte


trotz der Verlagerung nichts ändert. Und als Fraport-Aktionär hat ja


selbst die Lufthansa Interesse an einem florierenden


Flughafenbetreiber.



OTS: Börsen-Zeitung


newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377


newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2



Pressekontakt:


Börsen-Zeitung


Redaktion



Telefon: 069--2732-0


www.boersen-zeitung.de









 
 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...