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NOZ: Pro Asyl: Bundesregierung muss Kooperation mit Libyen sofort stoppen




08.12.17 05:00
news aktuell

Osnabrück (ots) - Pro Asyl: Bundesregierung muss Kooperation mit
Libyen sofort stoppen

Geschäftsführer Burkhardt: Bundeskanzlerin hofiert Diktatur

Osnabrück. Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hat die
Zusammenarbeit der Bundesregierung mit Libyen in der
Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. Nach dem Treffen von
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem libyschen Premier Fajis
al-Sarradsch sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag): "Wir fordern einen sofortigen
Stopp der Kooperation mit Libyen. Das Land ist kein Staat mehr,
sondern eine Staatsruine. Dort regieren verschiedene Warlords, die
keine Gesprächspartner sein dürfen."

Der Menschenrechtler kritisierte, dass Deutschland und andere
EU-Staaten die libysche Küstenwache ausstatten und aufrüsten, damit
sie Flüchtlingsboote stoppt und zurückschleppt. Europa mache sich der
Beihilfe bei Menschenrechtsverletzungen schuldig. Burkhardt sagte:
"Das Verhalten der Bundeskanzlerin erinnert an das Hofieren einer
Diktatur mit dem Ziel, die Staaten außerhalb Europas aufzurüsten,
damit sie in der Flüchtlingspolitik für Europa die Drecksarbeit
machen."

Burkhardt forderte, dass die EU-Staaten zehntausende Flüchtlinge
aus libyschen Haftlagern evakuieren und nach Europa bringen. Pro Asyl
ist strikt gegen die vieldiskutierten Auffanglager außerhalb Europas.
"Es gibt keine fairen Asylentscheidungen in Haftlagern und keinen
Rechtsweg zu unabhängigen Gerichten", sagte Burkhardt.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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