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NOZ: Amnesty Deutschland warnt Politiker davor, sich bei der Fußball-WM von Moskau instrumentalisieren zu lassen




18.05.18 05:00
news aktuell

Osnabrück (ots) - Amnesty Deutschland warnt Politiker vor
Instrumentalisierung durch russische Regierung bei der Fußball-WM

Generalsekretär Beeko: Lage der Arbeitsmigranten auf WM-Baustellen
in Katar kaum verbessert - "Schwerwiegende
Menschenrechtsverletzungen"

Osnabrück. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International
warnt Politiker davor, sich bei der Fußball-WM in Russland von der
Regierung in Moskau einspannen zu lassen. Der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Freitag) sagte der Generalsekretär von Amnesty Deutschland,
Markus N. Beeko: "Vor dem Hintergrund der massiven Einschränkungen
der Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Russland, der
Ukraine-Annexion und der russischen Beteiligung an Verstößen gegen
das humanitäre Völkerrecht in Syrien wird sich jeder Politiker genau
überlegen müssen, wann er oder sie wo dabei sein sollte, wenn man
verhindern will, instrumentalisiert zu werden". Sportereignisse
würden gerne von Regierungen genutzt, "um sich in ein vorteilhaftes
Licht zu rücken und um auch nach Innen Größe, Stärke und weltweite
Anerkennung zu demonstrieren."

Beeko äußerte sich im Vorfeld der diesjährigen Jahrestagung von
Amnesty Deutschland an diesem Wochenende in Papenburg. Seiner Ansicht
nach ist die Lage in Katar, dem Austragungsort der Fußball-WM 2022,
"trotz einiger positiver Schritte noch immer durch schwerwiegende
Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet. Auch die Lage der
Arbeitsmigranten, von denen viele auf WM-Baustellen arbeiten, hat
sich nur geringfügig verbessert", sagte Beeko der "NOZ". Zwar sei ein
Ausschuss zur Schlichtung von Arbeitsstreitigkeiten eingesetzt
worden, bei dem Arbeitnehmer Beschwerden einreichen könnten. "Aber
die Behörden gehen Misshandlungen weiter nicht ausreichend nach. Eine
Bestrafung der Verantwortlichen bleibt häufig aus", betonte Beeko:
"Die katarische Regierung, das dortige Organisationskomittee und die
FIFA bleiben in der Verantwortung, die eingeforderten Schutzmaßnahmen
rasch umzusetzen."



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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