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Ministerpräsident Armin Laschet: Große Veränderungen beginnen oft mit wenigen Menschen, die das Richtige tun / BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Sabine und Daniel Röder




14.03.18 15:30
news aktuell

Berlin (ots) - "Die Gründer von 'Pulse of Europe', Sabine und
Daniel Röder, haben eine Bewegung angestoßen, die nicht von oben
verordnet wurde, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommt." Das
sagte heute in Berlin der Präsident des Bundesverbands Deutscher
Zeitungsverleger (BDZV), Dr. Mathias Döpfner. Der Preis sei ein
wichtiges Signal für Bürgersinn und Stärkung der Zivilgesellschaft
"in einer Zeit, in der Populisten und Diktatoren Furchtbares
anrichten". Besonders beeindruckend sei dabei, erklärte der
BDZV-Präsident, mit welcher Heiterkeit und Gelassenheit das Ehepaar
seine Initiative vorantreibe. Die Jury - alle Chefredakteure der im
BDZV organisierten Verlage - hatte den beiden Frankfurter
Wirtschaftsjuristen die mit 20.000 Euro dotierte Ehrung für ihr
Engagement für die europäische Idee zugesprochen.

Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin
Laschet, betonte vor den rund 150 geladenen Gästen aus Politik und
Medien in Berlin, dass es in diesem Jahr, in dem so viele wichtige
europapolitische Entscheidungen anstehen, keinen besseren Preisträger
geben könne als "Pulse of Europe", und sagte: "Die großen
Veränderungen in der Welt beginnen oft mit wenigen Menschen, die zum
richtigen Zeitpunkt das Richtige machen." Er selbst habe "Pulse of
Europe"-Demonstrationen auf dem Berliner Gendarmenmarkt wie auch vor
dem Aachener Dom erlebt, wo hunderte Menschen zusammengekommen seien,
um zu sagen: "Wir kämpfen für dieses Europa." Es sei das große
Verdienst der Röders, erklärte der nordrhein-westfälische
Ministerpräsident, den öffentlichen Raum sichtbar für eine positive
Bewegung zurückerobert zu haben.

"Nach der Brexit-Entscheidung und der Wahl von Donald Trump zum
Präsidenten der USA war uns schlagartig klar, dass die Zeit des
erschrocken-auf-dem-Sofa-Sitzens vorbei ist und wir selbst etwas tun
müssen", berichtete Daniel Röder über die Anfänge der Bewegung im
November 2016. Und seine Frau Sabine Röder ergänzte: "Es reicht
nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen, jetzt ist die Zeit der
Zivilgesellschaft, sie ist gefragter denn je." Während der Name
"Pulse of Europe" vom ersten Tag an feststand, sei allerdings
zunächst eher an eine Lichterkette quer durch Europa im Stil der 80er
Jahre gedacht gewesen, verriet das Ehepaar. Erst die Unterstützung
vieler Freunde habe aus der Idee eine Bewegung gemacht. "Genau wie
wir haben viele Menschen Angst um Europa und den europäischen
Gedanken. Wir haben mit 'Pulse of Europe' ein überparteiliches Forum
geschaffen, auf dem sie für ihre Überzeugung öffentlich eintreten
können."

Der Bürgerpreis wird seit dem Jahr 2010 vom BDZV für
herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgeschrieben und ist
mit 20.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet als "Deutschlands
Bürger/Bürgerin des Jahres" werden Personen, die auch jenseits ihrer
eigentlichen Profession Herausragendes für die Gesellschaft leisten.
Die deutsche Nationalität ist ausdrücklich nicht Voraussetzung.
Vorschläge für die Würdigung können ausschließlich durch die
Zeitungen eingereicht werden. Die Jury besteht aus den 259
Chefredakteuren der BDZV-Mitgliedsverlage.

Zuletzt als "Bürger des Jahres" geehrt wurde der Autor und
Essayist Navid Kermani. Der Vorschlag kam von fünf Zeitungen
gemeinsam: "Kölner Stadt-Anzeiger", "Kölnische Rundschau", "Express"
(Köln), "Rheinische Post" (Düsseldorf) und "General-Anzeiger" (Bonn).
Zuvor ging die Würdigung an Elisabeth Ehninger, Gründerin des Vereins
Dresden - Place to be (nominiert von den "Dresdener Neuesten
Nachrichten"), an den (2016 gestorbenen) Gründer der
Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V. und des
Friedenskorps Grünhelme Rupert Neudeck (nominiert vom
"Kölner-Stadt-Anzeiger"), an Gaby Wentland (nominiert vom "Hamburger
Abendblatt"), Nora Weisbrod (nominiert von der "Allgemeinen Zeitung",
Mainz, und dem "Wiesbadener Kurier"), das Ehepaar Birgit und Horst
Lohmeyer (nominiert von der "Ostsee-Zeitung", Rostock) sowie als
ersten Preisträger 2010 an Thomas Beckmann (nominiert von der
"Rheinischen Post", Düsseldorf). Die aktuellen Preisträger Sabine und
Dr. Daniel Röder wurden gemeinsam von "Frankfurter Neue Presse" und
"Kölner Stadt-Anzeiger" nominiert.

Die Preisträger Sabine und Dr. Daniel Röder hatten am 1. Advent
2016 erstmals dazu aufgerufen, für den Erhalt einer vereinten,
friedlichen und demokratischen Europäischen Union öffentlich zu
demonstrieren. Mittlerweile zählen rund 130 Städte in 20 europäischen
Ländern zum Netzwerk der Initiative. Die Jury würdigte mit ihrer
Wahl, dass durch den großen persönlichen Einsatz des Ehepaars und
seiner Freunde aus einer kleinen Frankfurter Aktion eine starke
internationale Bewegung wurde.

Fotos von der Veranstaltung können hier heruntergeladen werden
www.bdzv.de/buergerpreis

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Pressekontakt:
Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de

Original-Content von: BDZV - Bundesverb. Dt. Zeitungsverleger, übermittelt durch news aktuell

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