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Intelligenter Algorithmus X2Safe trägt zu mehr Verkehrssicherheit bei (FOTO)




30.11.16 14:59
news aktuell

Friedrichshafen (ots) -

* X2Safe: Systemanbieter ZF präsentiert innovatives
Vernetzungskonzept für alle Verkehrsteilnehmer
* Algorithmus hilft, Kollisionen bereits im Entstehen zu vermeiden
* Schrittmacher-Technologie für autonomes Fahren

Der intelligente Algorithmus X2Safe von ZF trägt zu deutlich mehr
Sicherheit im Straßenverkehr bei, weil er Autofahrer, Passanten und
Radfahrer frühzeitig vor Kollisionen warnen kann. Für den
Automobilzulieferer ist der cloudbasierte Algorithmus ein weiterer
Baustein in der Digitalisierung mechanischer Komponenten. Das
Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch, bei der Entwicklung
zum autonomen Fahren eine zentrale Rolle zu spielen. Knapp zwei Jahre
nach der Übernahme von TRW Automotive präsentiert sich ZF so als
globaler, integrierter Systemanbieter, der exzellent für die Zukunft
gerüstet ist.

X2Safe kann mit Fahrzeugen, Smartphones sowie Smartwatches
kommunizieren. Autofahrer, Passanten und Radfahrer werden so
frühzeitig vor Kollisionen im Straßenverkehr gewarnt. Autonome oder
teilautonome Systeme können Aktionen einleiten. Dabei lässt sich der
Algorithmus als Basis für Car-to-X-, X-to-Car oder sogar
X-to-X-Anwendungen einsetzen. Die schnell implementierbare
Technologie ermöglicht erstmals die komplette Vernetzung von
Automobilen und schwächeren Verkehrsteilnehmern in der Cloud. Je mehr
Menschen und Fahrzeuge in diesem interaktiven Sicherheitsnetzwerk
miteinander verbunden sind, desto effektiver lassen sich mögliche
Unfälle vermeiden.

Besonderer Nutzen für "schwächere" Verkehrsteilnehmer

Sogenannte schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Fahrrad-
und Kraftradfahrer sind besonderen Risiken ausgesetzt. Sie machen
etwa 50 Prozent der weltweit rund 1,25 Millionen Unfalltoten pro Jahr
aus. Besonders Heranwachsende und junge Erwachsene sind im
Straßenverkehr stark gefährdet. Angaben der
Weltgesundheitsorganisation zufolge sterben weltweit täglich 500
Kinder als Folge von Verkehrsunfällen. Bei jungen Menschen im Alter
von 15 bis 29 Jahren sind Verkehrsunfälle sogar die häufigste
Todesursache. Die Ablenkung via Smartphone birgt zusätzliche Risiken
- sowohl am Steuer als auch bei Fußgängern. Eine ganze Generation
bewegt sich mit gesenktem Kopf durch die Städte der Welt - den Blick
auf das Display gerichtet und mit Plug-ins im Ohr.

Ständig online zu sein, würde sich mit der neuen ZF-Technologie
als Vorteil erweisen - und wäre gerade in Gefahrensituationen
hilfreich. Denn deren Nutzer spielen permanent Bewegungsdaten in die
Cloud, aus denen der Algorithmus berechnet, ob ein Zusammenstoß mit
einem Fahrzeug oder anderen Verkehrsteilnehmern droht. Dabei wird
eine Kollisionswarnung - im Fahrzeug und beim Träger des Smartphones
- bereits ausgelöst, bevor Sichtkontakt besteht beziehungsweise
Kamera- und Radarsysteme des Fahrzeugs die Gefahrensituation erfassen
können. Das ermöglicht ein deutliches Sicherheitsplus, denn laut
einer US-Studie sind Autofahrer am Steuer während mehr als der Hälfte
der Fahrzeit abgelenkt.

Von der Warnung bis zum aktiven Eingriff

Die Intelligenz des Systems besteht darin, dass der Algorithmus
das Verhalten aller Verkehrsteilnehmer in der näheren Umgebung
individuell analysieren kann und über eine Reaktion entscheidet. Hält
ein Fußgänger etwa Rotphasen von Ampeln nicht ein oder überquert
Straßen an dafür nicht geeigneten Stellen, vermag es dieses Verhalten
als besonders "unsicher" zu bewerten und geht von einem größeren
individuellen Gefährdungspotenzial aus. In dem sich nähernden
Fahrzeug wäre in diesem Fall eine Warnung des Fahrers möglich.
Gleichzeitig würde auch der Fußgänger von seinem Smartphone oder
Smartwatch akustisch und optisch alarmiert. Mit zunehmendem Grad
vernetzter Sicherheitssysteme und Autonomie moderner Fahrzeuge kann
darüber hinaus ein automatisches Eingreifen des Autos erfolgen - bis
hin zum Ausweichmanöver oder zur Vollbremsung. Anders als etwa ein
Abstandswarner oder eine Kamera reagiert das System nicht erst, wenn
die Gefahr erkennbar und bereits real ist. Sollte es notwendig sein,
antizipiert es möglicherweise auftretende Gefahren bereits im
Entstehen.

So wird ein interaktives Level erreicht, das deutlich über eine
reine Car-to-X- oder X-to-Car-Kommunikation hinausgeht. Dabei spielt
der Kontext eine wichtige Rolle: Denn der Algorithmus von ZF kann
nicht nur Bewegungsinformationen der Verkehrsteilnehmer verarbeiten,
er kann auch Gefahrenschwerpunkte einschätzen, wie etwa besonders
unübersichtliche Straßenzüge oder Bushaltestellen.

"See - Think - Act" für intelligente Mobilität

Die neue Technologie unterstreicht die Rolle von ZF als
Systemanbieter für intelligente Mobilität und fokussiert auf die
Bereiche Digitalisierung mechanischer Komponenten, Forcieren der
Elektromobilität und trägt dazu bei, die Zahl der Verkehrsunfälle und
die Emissionen zu senken. Alle drei Bereiche stehen im engen
Zusammenhang mit den aktuellen Branchentrends. "Auf dem Weg zum
autonomen Fahren ist Sicherheit ein zentraler Faktor. Von unserer
Technologie könnten aber schon bald alle Verkehrsteilnehmer
profitieren", sagt Malgorzata Wiklinska, Leiterin der ZF-Denkfabrik.

Nach dem Motto "See - Think - Act" bietet ZF erstens die Sensorik,
die es ermöglicht, dass Fahrzeuge und andere Verkehrsteilnehmer sich
gegenseitig wahrnehmen. Zweitens die entsprechenden Steuergeräte, um
die gesammelten Daten zu verarbeiten und drittens die Aktuatorik,
damit mechanischen Komponenten wie Lenkung oder Bremse entsprechend
handeln. Durch diese intelligente Vernetzung von Software und
Mechanik können Fahrzeuge potenzielle Gefahrensituationen nicht nur
sehr frühzeitig wahrnehmen, sie sind auch in der Lage, innerhalb von
Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen und bei Bedarf
automatische Reaktionen einzuleiten - zum Beispiel mit einer
Notbremsung des Fahrzeugs bei plötzlich in den Verkehr laufenden
Fußgängern.



Pressekontakt:
Thomas Wenzel, Leiter Externe Kommunikation,
Tel.: +49 7541 77-2543, E-Mail: thomas.wenzel@zf.com

Corina Tews, Technologie- und Produktkommunikation,
Tel.: +49 7541 77-8238, E-Mail: corina.tews@zf.com

Original-Content von: ZF Friedrichshafen AG, übermittelt durch news aktuell

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