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Intel und das Problem mit den 18 Kernen




20.06.17 08:00
Motley Fool

Im letzten Monat stellte der Mikroprozessorhersteller Intel (WKN:885681) die neuen Core-X-Prozessoren vor, die für den kleinen, aber lukrativen und schnell wachsenden PC-Markt gedacht sind. Die Core-X-Chips, die hauptsächlich auf den Skylake-X-Prozessoren basieren, sind aus mehreren Gründen interessant.


Einer der Gründe besteht darin, dass der Chiphersteller die Zahl der Prozessorkerne dramatisch erhöht hat. Die Ivy Bridge-E-Desktopprozessoren kamen im Jahr 2013 auf den Markt und hatten sechs Kerne. Die Haswell-E-Prozessoren hatten dann schon acht und die Broadwell-E-Linie hatten zehn.


Die aktuellen Skylake-X-Chips verfügen schon über 18. Intel verlangte im letzten Jahr 1.700 US-Dollar für den Broadwell-E mit 10 Kernen. Der Skylake X mit 18 Kernen kostet 1999 US- Dollar. Das ist eine dramatische Erhöhung der Zahl der Kerne, die Intel den Kunden bietet. Das liegt wahrscheinlich an dem scharfen Konkurrenzkampf im Markt für High-End-Desktop-Prozessoren.


Diese Prozessoren mit jeder Menge Kernen sind natürlich nett, aber es gibt da ein fundamentales Problem — zumindest wenn sie dem Endverbraucher oder Gamer angeboten werden.


Wie soll man das Zeug kühlen?

Die ersten Testberichte des i9-7900X mit 10 Kernen sind schon im Web, basieren aber auf Teilen, die den Testpersonen von Intel zur Verfügung gestellt worden waren.


Der 7900X arbeitet gut bei Anwendungen, die wenige Kerne benutzen und auch bei solchen, die alle 10 in Anspruch nehmen. Der 7900X erlaubt es den Nutzern auch, die Chips im roten Bereich zu benutzen und damit ihre Leistungen etwas auszudehnen.


Der Skylake-X scheint hier noch etwas mehr Spielraum zu bieten verglichen mit dem Broadwell-E. Das liegt wahrscheinlich an der besseren Herstellungstechnologie (14-Nanometer+ versus 14-Nanometer). zusätzlich ist die Implementierung der hochwertigen Chips besser.


Der Skylake-X mit 10 Kernen hat mehr Kerne, die bei robusten Frequenzen funktionieren. Daher ist die Performance pro Kern ziemlich gut. Der Chip kann dabei aber ziemlich viel Energie verbrauchen, besonders wenn er im roten Bereich gefahren wird.


“Unser Chip scheint gut zu sein und wir hatten keine Probleme bei 4,7 GHz bei allen 10 Kernen. Das Ding braucht dafür nur 1,25 Volt.” schrieb Hexus.net in seiner Produktbesprechung des 7900X.


Die Leute bei Hexus.net scheinen auch zu glauben, dass der 7900X noch etwas Spielraum bei den Frequenzen haben könnte. Aber der Chip wird dabei so heiß, dass es praktisch unmöglich ist ihn zu kühlen, selbst mit relativ hochwertigen Kühlungslösungen.


“Bei 1,3 V steigt die Temperatur im Core i9-7900X Auf über 100 Grad Celsius bei automatischer Drosselung. “ heißt es in der Produktbesprechung.


Wenn hochwertige Kühlungslösungen den Chip mit 10 Kernen nicht kühlen können, damit dieser sein maximales Potential ausreizen kann, was sagt uns das über Prozessoren mit 12, 14, 16 und 18 Kernen?


Diese Chips werden jede Menge Kerne haben und für einige Aufgaben bei geringeren Frequenzen ist es vielleicht besser, weniger Kerne bei höheren Frequenzen zu betreiben. Aber das scheint nicht der Fall für den Großteil der Aufgaben bei den Verbrauchern zu sein.


Natürlich sollten wir nicht vorschnell urteilen, bis diese Chips nicht auf dem Markt sind und von Fachpersonal getestet wurden. Mein Verdacht gründet sich auf die Ergebnisse des 7900X. Daher glaube ich, dass die Versionen mit sechs bis zehn Kernen einfach besser sein werden als die mit 12 bis 18 Kernen.


Man kann aber nicht abstreiten, dass ein Prozessor mit 18 Kernen ein wunderbares Stück Technologie ist. Ich bin mir sicher, dass es einige Profis da draußen gibt, die auch den 7980XE interessant finden werden.


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The Motley Fool empfiehlt Intel.


Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und wurde am 17.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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