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IG-BAU-Chef stellt Arbeit der Mindestlohn-Kommission in Frage




14.02.19 12:14
dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine auskömmliche Grundrente könnte nach Auffassung des IG-BAU-Vorsitzenden Robert Feiger am einfachsten über höhere Mindestlöhne erreicht werden.

"Um im Alter über die Grundsicherung zu kommen, muss man über 45 Jahre 12,63 Euro die Stunde verdienen", sagte das Mitglied der Mindestlohnkommission am Mittwochabend in Frankfurt vor Journalisten. Eine schnelle Erhöhung vom derzeitigen Niveau von 9,19 Euro sei aber mit der derzeitigen Mindestlohnkommission nicht erreichbar.



Es gebe bei den dort vertretenen Arbeitgebern keine Einsicht in die sozialen Auswirkungen des Mindestlohns, sagte der Chef der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. In der Kommission sitzen Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften sowie Wissenschaftler. Sie sprechen auf Grundlage der vom Statistischen Bundesamt errechneten Tarifsteigerung eine Empfehlung aus. Der Mindestlohn war im Jahr 2015 mit einem Stundenniveau von 8,50 Euro gestartet. Im kommenden Jahr beträgt er bereits festgelegte 9,35 Euro.



Das jetzige Gesetz enge die Kommission ein. "Hier muss also der Gesetzgeber dringend nachbessern. Anders geht es nicht", sagte der Gewerkschafter. Solange der Mindestlohn so niedrig bleibe, würden zu geringe Renten die Folge bleiben, meinte Feiger. Es sei daher in dieser Gemengelage wichtig, die Grundrente zu erhöhen, unterstützte das SPD-Mitglied die aktuellen Vorschläge seines Parteifreundes und Bundesarbeitsministers Hubertus Heil./ceb/DP/mis









 
 

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