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Gemeinsame Pressemitteilung BDI, bdew, dena, DGB, ZDH, geea: Stillstand bei energetischer Gebäudesanierung überwinden




12.10.17 10:20
news aktuell

Berlin (ots) - Die neu zu bildende Bundesregierung soll eine
attraktive Steuerförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen
aufsetzen, um so eine Modernisierungsoffensive bei selbstgenutzten
Ein- und Zwei-Familienhäusern und Wohnungen auszulösen. Diese
Forderung hat ein Bündnis aus führenden Verbänden und Organisationen
an die Politik gerichtet und ein konkretes Steuermodell
vorgeschlagen, das unter anderem in der Anfangsphase vorsieht, dass
30 Prozent der Sanierungskosten über einen Zeitraum von drei Jahren
von der Steuerzahlung abgezogen werden. Das Bündnis fordert die
Parteien, die die neue Bundesregierung tragen, auf, diesen Vorschlag
in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und die Maßnahme zügig
umzusetzen.

Damit Deutschland seine ambitionierten Klimaziele erreichen kann,
müssen endlich die großen CO2- und Energieeinsparpotenziale bei
Gebäuden mobilisiert werden. Der psychologische Effekt des
Steuersparens ist ein unvergleichlich starker Hebel, der im
bisherigen Fördermix fehlt. Es wird ein Instrument benötigt, das
attraktiv, technologieoffen und einfach umsetzbar ist, damit es die
geforderte Wirkung entfaltet. Nur so wird der Stillstand bei der
energetischen Gebäudesanierung überwunden und das Sanierungstempo
nachhaltig gesteigert.

Auf den Gebäudesektor in Deutschland entfallen immer noch über 40
Prozent des Primärenergieverbrauchs und über 30 Prozent des
CO2-Ausstoßes. Bei einem Großteil der rund 16 Millionen Ein- und
Zweifamilienhäuser besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Die
Sanierungsquote stagniert seit Jahren bei unter einem Prozent.

Angesichts der inländischen Wertschöpfung von über 80 Prozent im
Gebäudebereich würde eine steuerliche Förderung zu einem starken
Konjunkturschub - insbesondere bei Mittelstand und Handwerk - führen.
Zusätzliches Wirtschaftswachstum sowie Sicherung und Neuschaffung von
Arbeitsplätzen wären die Folgen.

Den Modellvorschlag Neuer Impuls für mehr Klimaschutz im
Wärmemarkt der Verbände und Institutionen finden Sie hier.

http://initiative-energieeffiziente-gebaeude.de/de/aktivitaeten/ak
tuelles/verbaendepapier-zur-steuerlichen-foerderung-der-energetischen
-gebaeudesanierung-fuer-selbstgenutztes-wohneigentum



Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Original-Content von: BDI Bundesverband der Dt. Industrie, übermittelt durch news aktuell

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