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Geldpolitik wirkt sich auf Rohstoffpreise aus




13.02.18 08:53
fairesearch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die ultra-expansive Geldpolitik der Notenbanken wirkt sich an den Finanzmärkten jetzt auf die Rohstoffe aus, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".

Nachdem an den Geld-und Rentenmärkten die Zinsen und Renditen auf oder nahezu auf 0% gefallen seien und die Aktienmärkte historische Höchststände erreicht hätten, habe sich das Interesse der Anleger mangels Alternativen auf die Rohstoffe verlagert. Von der fundamentalen Seite her werde dieses Interesse untermauert durch die erhöhten Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft (2018 und 2019 Welt-BIP + 3,9%). Eine Triebfeder sei die Schwäche des Dollarkurses, der sich gegenüber den sechs wichtigsten Handelswährungen erheblich abgewertet habe. Gegenüber dem Kurseinbruch an den Aktien- und Rentenmärkten am 05.02.2018 hätten sich Rohstoffe dem Ausmaß nach behaupten können.

Der stärkste Nachfrager nach Rohstoffen bleibe China mit einem erwarteten BIP-Wachstum in 2018 von 6,5%. Fast die Hälfte der globalen Rohstoffnachfrage entfalle auf die Volksrepublik, der inzwischen zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Bedarf von Chinas Industrie stütze die Märkte. Auch für die USA und die Europäische Union seien die Konjunkturprognosen optimistisch.

Vor diesem Hintergrund erscheine die Erholung der Energiepreise seit letztem Sommer fundamental gerechtfertigt. Die OPEC, auf die etwa zwei Drittel des Weltangebots entfallen würden, und Russland hätten die im letzten Herbst vereinbarten Förderkürzungen – zumindest bisher – eingehalten. Die Energy Information Administration EIA schätze die weltweite Zunahme des Ölverbrauchs in 2018 auf etwa 1,3 Mio. barrel per day (bpd) auf knapp 100 Mio.bpd. Die Hälfte der Zunahme könnte durch das amerikanische Schieferöl gedeckt werden. Ob der Börseneinbruch am 5.2.18 an den positiven Fundamentalperspektiven etwas ändere, lasse sich bisher noch nicht abschätzen. Völlig entziehen könnten sich die Energiepreise nicht.

Die Preise für den Sektor Nahrungsmittel würden auch 2018 heftigen Schwankungen unterliegen. Hierfür seien insbesondere Witterungseinflüsse verantwortlich. Im letzten Sommer sei es wegen einer Hitzewelle zu Ernteausfällen in den USA, Osteuropa und Zentralasien gekommen. Insoweit bleibe es bei der Volatilität der Preise. Die Weltbank erwarte keinen sonderlichen Preisanstieg trotz der auf 7,2 Mrd. Menschen gestiegenen Weltbevölkerung. Von China seien besonders die Preise für Industriemetalle abhängig. Sollte das BIP-Wachstum deutlich geringer als erwartete 6,5% ausfallen, könnten die Preise substantiell unter Druck geraten.

Dem Börseneinbruch am 5.2.18 hätten sich die Preise für Industriemetalle nicht vollständig entziehen können. Rio Tinto und BHP würden Gewinnsteigerungen melden. Der kräftige Ausbau der Minenkapazitäten dürfte den Preisanstieg bei Industriemetallen mittelfristig begrenzen. Einen Aufwärtstrend dürften mittel- bis langfristig die Preise für Edelmetalle einschlagen. Einerseits sinke die ständig teurer werdende Minenproduktion, andererseits nehme Gold durch kontinuierliche Zentralbankkäufe eine immer wichtigere Bedeutung im Weltwährungssystem ein. Gold bleibe eine stabile Alternative zu maroden Währungen und der Flut an Papiergeld.

Rohstoffe als Assetklasse hätten in den letzten Jahren eine unterdurchschnittliche Performance gehabt. Das insgesamt knappe Angebot bei steigender Nachfrage gebe den Preisen 2018 eine Stütze. Langfristig seien die Aussichten hervorragend. Nach dem kürzlichen Kurseinbruch seien aber weitere Nachbeben wahrscheinlich. (Ausgabe vom 12.02.2018) (13.02.2018/ac/a/m)






 
 
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