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Geheimdienstkoordinator stellt klar: Wollte Trump nicht kritisieren




22.07.18 08:58
dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats will seine ungewöhnliche Reaktion auf die Einladung des Kreml-Chefs Wladimir Putin ins Weiße Haus nicht als Kritik an US-Präsident Donald Trump verstanden wissen.

Einige Medien hätten seine spontane Aussage während eines Live-Interviews beim Aspen-Sicherheitsforum in Colorado fehlinterpretiert, hieß es in einer Stellungnahme Coats', die am Samstag (Ortszeit) von US-Medien aufgegriffen wurde. Darin bemüht sich der erfahrene Ex-Diplomat um eine Klarstellung: "Meine zugegebenermaßen seltsame Reaktion war keineswegs respektlos gemeint und sollte auch nicht das Vorgehen des Präsidenten kritisieren."



Während des Interviews hatte eine Reporterin Coats mit der überraschenden Nachricht konfrontiert, dass das Weiße Haus einen Besuch Putins im Herbst angekündigt habe. Dem früheren US-Botschafter in Deutschland (2001-2005) entgleisten daraufhin kurz die Gesichtszüge: "Sag das noch einmal", bat er die Reporterin, gefolgt von einem ungläubigen Lachen, großer Heiterkeit im Publikum und den Worten: "Okaaaaaaaay...das wird ja was Besonderes."



Später kündigte Coats an, er wolle Trump eine ehrliche Einschätzung der großen Risiken einer Einladung Putins ins Weiße Haus geben. Die von ihm koordinierten US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich mit Cyber-Angriffen in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 eingemischt zu haben. Coats hat dazu eine klare Meinung: "Sie sind es, die versuchen, unsere Grundwerte zu untergraben, uns von unseren Alliierten zu entzweien, bei unserem Wahlprozess Chaos anzurichten."



Putin hatte beim jüngsten Gipfeltreffen mit Trump in Helsinki jede Einmischung in die US-Wahlen dementiert - doch Trump bezog daraufhin nicht etwa Stellung für die US-Geheimdienste, die vom Gegenteil überzeugt sind, sondern nannte das Dementi Putins "extrem stark und kraftvoll". Aus Russland erntete Trump dafür Lob, während ihm wegen seiner unkritischen Haltung in den USA eine Welle der Empörung entgegenschlug. Der Unmut verschärfte sich noch, als Trump später behauptete, er habe sich auf der Pressekonferenz bloß versprochen./mk/DP/zb









 
 

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