Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Entwicklung des Japanischen Yen war in den letzten Wochen die Überraschung am Devisenmarkt überhaupt, so die Analysten der DekaBank.
Die Maßnahmen der Bank of Japan (BoJ), ein Inflationsziel einzuführen und gleichzeitig eines ihrer Wertpapierankaufprogramme aufzustocken, habe eine überraschende Langzeitwirkung gehabt - zumindest nach dem Zeitempfinden von Devisenmarktakteuren: Bis zum 24. Februar sei z. B. der EUR/JPY-Kurs bis auf knapp 109 gestiegen, bevor er in den letzten Tagen wieder etwas nachgegeben habe. Die Aktion der BoJ sei insofern auf besonders fruchtbaren Boden gefallen, als sich mit der Konkretisierung der neuen Griechenland-Hilfen auch die Sorgen um Euroland zwischenzeitlich etwas verflüchtigt hätten.
Mittlerweile habe sich die Mini-Euro-Euphorie aber schon wieder gelegt, weil erstens unklar sei, ob der freiwillige Schuldenschnitt für Griechenland überhaupt funktioniere, und zweitens wieder schwächere Konjunkturzahlen vor allem aus Spanien verdeutlicht hätten, dass der weitere Weg der Währungsunion nach wie vor ein beschwerlicher sein werde. Solche Unsicherheiten würden dem JPY helfen, der von Finanzmarktakteuren gerne als sicherer Hafen gesucht werde. Fortschritte bei der Lösung der Euroland-Krise würden in den nächsten Monaten den EUR/JPY-Kurs weiter maßvoll steigen lassen, zumal der JPY auf den derzeitigen Niveaus weiterhin überbewertet sei.
Der EUR/JPY-Kurs habe den seit April 2011 eingeleiteten Abwärtstrend nach oben verlassen können, sich jedoch an der 110er Marke erstmal geschlagen geben müssen. In der aktuellen Korrekturbewegung stelle 105,45 die erste wichtige Unterstützung dar. Wochenschlusskurse unterhalb dieser Marke würden einen weiteren Rückgang in Richtung 101,70 bis 100,75 wahrscheinlich machen. Die technischen Indikatoren würden sich aktuell in positiven Regionen bewegen. In der Summe erscheine ein Bruch der jeweiligen Eckpunkte 109,90 oder 105,45 notwendig, um eine der eingeschlagenen Richtungen zu verstärken.
Einen so fulminanten Anstieg wie beim EUR/JPY-Kurs habe es in den letzten Wochen am Devisenmarkt sonst nicht gegeben. Zum richtigen Zeitpunkt habe die BoJ nochmals in die Trickkiste gegriffen und - wie die US-FED zuvor - ein Inflationsziel ausgerufen. Bei einer leichten Entspannung in Sachen Euroland-Krise habe das dann den beachtlichen Kursanstieg von 97 auf kurzzeitig sogar 109 EUR/JPY bewirkt. Die Analysten würden mit noch mehr JPY-Schwäche rechnen, wenngleich die Eurolandkrise dem EUR/JPY-Kurs immer wieder Dämpfer versetzen dürfte. (08.03.2012/ac/a/m)
Die Maßnahmen der Bank of Japan (BoJ), ein Inflationsziel einzuführen und gleichzeitig eines ihrer Wertpapierankaufprogramme aufzustocken, habe eine überraschende Langzeitwirkung gehabt - zumindest nach dem Zeitempfinden von Devisenmarktakteuren: Bis zum 24. Februar sei z. B. der EUR/JPY-Kurs bis auf knapp 109 gestiegen, bevor er in den letzten Tagen wieder etwas nachgegeben habe. Die Aktion der BoJ sei insofern auf besonders fruchtbaren Boden gefallen, als sich mit der Konkretisierung der neuen Griechenland-Hilfen auch die Sorgen um Euroland zwischenzeitlich etwas verflüchtigt hätten.
Mittlerweile habe sich die Mini-Euro-Euphorie aber schon wieder gelegt, weil erstens unklar sei, ob der freiwillige Schuldenschnitt für Griechenland überhaupt funktioniere, und zweitens wieder schwächere Konjunkturzahlen vor allem aus Spanien verdeutlicht hätten, dass der weitere Weg der Währungsunion nach wie vor ein beschwerlicher sein werde. Solche Unsicherheiten würden dem JPY helfen, der von Finanzmarktakteuren gerne als sicherer Hafen gesucht werde. Fortschritte bei der Lösung der Euroland-Krise würden in den nächsten Monaten den EUR/JPY-Kurs weiter maßvoll steigen lassen, zumal der JPY auf den derzeitigen Niveaus weiterhin überbewertet sei.
Der EUR/JPY-Kurs habe den seit April 2011 eingeleiteten Abwärtstrend nach oben verlassen können, sich jedoch an der 110er Marke erstmal geschlagen geben müssen. In der aktuellen Korrekturbewegung stelle 105,45 die erste wichtige Unterstützung dar. Wochenschlusskurse unterhalb dieser Marke würden einen weiteren Rückgang in Richtung 101,70 bis 100,75 wahrscheinlich machen. Die technischen Indikatoren würden sich aktuell in positiven Regionen bewegen. In der Summe erscheine ein Bruch der jeweiligen Eckpunkte 109,90 oder 105,45 notwendig, um eine der eingeschlagenen Richtungen zu verstärken.
Einen so fulminanten Anstieg wie beim EUR/JPY-Kurs habe es in den letzten Wochen am Devisenmarkt sonst nicht gegeben. Zum richtigen Zeitpunkt habe die BoJ nochmals in die Trickkiste gegriffen und - wie die US-FED zuvor - ein Inflationsziel ausgerufen. Bei einer leichten Entspannung in Sachen Euroland-Krise habe das dann den beachtlichen Kursanstieg von 97 auf kurzzeitig sogar 109 EUR/JPY bewirkt. Die Analysten würden mit noch mehr JPY-Schwäche rechnen, wenngleich die Eurolandkrise dem EUR/JPY-Kurs immer wieder Dämpfer versetzen dürfte. (08.03.2012/ac/a/m)
Archivbeitrag vom 08.03.2012. Angaben und Einschätzungen beziehen sich auf den damaligen Stand.