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ETF-Erfolg lässt Fondsmanager zunehmend passiv werden




13.06.14 10:04
aktiencheck.de

Westerburg (www.aktiencheck.de) - Eine aktuelle Studie der Nasdaq OMX Group, welche "Reuters" bereits vor der offiziellen Veröffentlichung vorliegt, zeigt eine interessante Reaktion der aktiv gemanagten Fonds auf die zunehmende Beliebtheit von börsengehandelten Indexfonds (ETF). Demnach ist die Anzahl der Wertpapiere, welche von aktiv gemanagten Fonds gehandelt wurden, in den letzten vier Jahren um fast 30 Prozent gefallen. Der Drop-off in der Aktivität sei ein Spiegelbild der wachsenden Popularität von Indexfonds und anderen Formen des passiven Investments, sagt David Levine, Global Head of Investor Relations and Analytics Product Management bei Nasdaq.

Die Volumen der beliebten Indexfonds wachsen stetig an. Immer mehr Aktien werden von den ETF-Unternehmen angekauft, die mit ihrem Portfolio einen Index kopieren. Dadurch ständen aktiv gemanagte Fonds und ihre Fondsmanager stark unter Druck. Der Kampf um die Anleger sei niemals größer gewesen. Um sich von den Indexfonds deutlicher zu unterscheiden, gingen Fondsmanager dazu über, ihre Portfolios weniger umfangreich aufzustellen und die Anteile länger zu halten. Dadurch soll die Performance der Fonds klarer von den Entwicklungen der Indizes abweichen und Anlegern so eine Alternative zu Indexfonds bieten. Laut der Studie sank die Anzahl von unterschiedlichen Werten in aktiv gemanagten Fonds in den letzten vier Jahren um sieben Prozent. Damit enthält das durchschnittliche Portfolio eines Aktienfonds nur noch rund 85 verschiedene Unternehmensanteile.

Die klare Abgrenzung von der Performance der Indizes und Indexfonds scheint den Fondsmanagern besonders wichtig zu sein. Ist ein aktiv gemanagter Fonds einem Indexfonds zu ähnlich, liegen die besseren Kaufargumente nämlich häufig bei den Indexfonds, weil diese eben nicht aktiv gemanagt werden und so geringere Kosten verursachen, welche die tatsächliche Rendite eines Fonds reduzieren. So sind zum Beispiel die Verwaltungsgebühren mit 0,1 bis 0,4 Prozent bei Indexfonds im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds sehr niedrig. Bei ähnlicher Performance und Portfoliogestaltung fällt die Rendite eines Anlegers bei einem aktiv gemanagten Fonds so geringer aus als die eines ETF-Anlegers.

Nachfolgende Graphik verdeutlicht die Unterschiede von ETFs gegenüber Investmentfonds:


Quelle: Ausschnitt ETF-Infografik von Financescout24

Die für ETF sprechenden Kaufargumente haben in den letzten vier Jahren das Verhältnis zwischen ETF und aktiv gemanagten Fonds verschoben. Seit 2009 wurde doppelt so viel Kapital in ETF wie in aktive Fonds investiert. Die Fondsmanager versuchen, dieser Entwicklung durch ihren Strategiewechsel entgegenzuwirken und wieder Boden gut zu machen. (13.06.2014/ac/n/m)







 
 

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