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Diese Ankündigung von Alphabet sollte Uber Angst machen




15.02.18 09:00
Motley Fool

In Zeiten der Schlagzeilen über niedrigere Werbemargen, eines börsenweiten Ausverkaufs und der Klage gegen Uber machte das Mangement von Alphabet (WKN:A14Y6H) eine ziemlich spannende Ankündigung in Bezug auf sein Tochterunternehmen Waymo auf seiner letzten Telefonkonferenz. Zusammen mit der aktuellen Klage könnten diese jüngsten Ereignisse große Schwierigkeiten für das noch private Uber und möglicherweise sehr gute Nachrichten für die Alphabet-Aktionäre bedeuten. Hier ist, was wir wissen müssen.


Eine Waymo-App

Auf der jüngsten Telefonkonferenz kündigte Alphabet-CFO Ruth Porat an, dass Waymo noch in diesem Jahr eine eigene App unter der Marke Waymo veröffentlichen wird. Das Unternehmen hatte sein Taxi-Programm 2017 in Phoenix gestartet, aber anscheinend ist Waymo jetzt bereit, den nächsten großen Schritt nach vorn zu machen, um einen vollwertigen Waymo-Service für die Massen anzubieten.


Was auch unbemerkt geblieben sein mag, war eine Nachricht, dass Waymo „Tausende“ von Chrysler Pacifica-Minivans bei Fiat Chrysler (WKN:A12CBU) bestellt hatte — das ist das Auto, das Waymo verwendet. Der Auftrag signalisiert, dass Waymo bereit ist für einen breiten Einsatz, wie Waymo-CEO John Krafcik ankündigt: „Mit der weltweit ersten Flotte voll selbstfahrender Fahrzeuge auf der Straße sind wir von Forschung und Entwicklung zu Betrieb und Einsatz übergegangen.”


Diese Ankündigung ist ein weiterer Beweis dafür, dass Waymo bei selbstfahrenden Autos insgesamt führend ist, insbesondere was die Sicherheit anbelangt. Im Januar veröffentlichte der US-Bundesstaat Kalifornien seine Daten für den 12-Monats-Zeitraum, der im November vergangenen Jahres endete. Die Ergebnisse zeigten Waymo als klar führend, mit über 352.000 Meilen in Kalifornien, was 70,3 % der automatisch gefahrenen Meilen im Bundesstaat entspricht — ein riesiger Vorsprung gegenüber den 131.000 Meilen, von Cruise Automation von General Motors (WKN:A1C9CM) (26,16%).


Waymo konnte nicht nur mehr Meilen sammeln, sondern auch die Ausfallquote sank von 0,20 im Jahr 2016 auf 0,18 pro tausend Meilen. Zum Vergleich: Ein Ausfall liegt vor, wenn ein menschlicher Fahrer die Kontrolle über das autonome Fahrzeug übernehmen muss. Waymos Zahl lag auch deutlich unter der von GM-Cruise, die eine Quote von 0,8 erzielten — obwohl GM behauptete, dass dies eine enorme Verbesserung von 1.400 % gegenüber 2016 sei, was zugegebenermaßen ebenfalls beeindruckend ist.


Schlechte Nachrichten für Uber

Die jüngsten Ankündigungen könnten Ärger für Uber bedeuten. Wenn die Zukunft des Ridesharing selbstfahrend ist, bin ich mir nicht sicher, warum sich jemand für einen Uber-Selbstfahrservice oder sogar einen Cruise-Service entscheiden würde. Selbst wenn Uber in der Lage wäre, mit seinen eigenen selbstfahrenden Autos um die Ecke zu kommen, würde die neue Konkurrenz von kapitalkräftigen Technologieunternehmen Schwierigkeiten für das Unternehmen mit sich bringen — das nebenbei bemerkt immer noch unrentabel ist.


Und jetzt, da der Waymo-Uber-Prozess im Gange ist, könnte die Geschichte noch schlimmer werden. Wenn sich herausstellt, dass Uber gegen die Rechte an geistigem Eigentum von Waymo verstoßen hat, indem es einen ehemaligen Waymo-Ingenieur eingestellt hat, der beschuldigt wird, Tausende von Waymo-Dokumenten illegal mitgenommen zu haben, könnte das Ubers Bestrebungen in diesem Bereich auf unbestimmte Zeit verzögern. Obwohl Uber die dominante Ridesharing-Marke im Moment ist, könnte ein negatives Ergebnis bei der Verhandlung möglicherweise alles kaputtmachen.


Wo sind die anderen?

Einige werden sich fragen, wo Tesla (WKN:A1CX3T) und Apple (WKN:865985) sind. Tesla meldete null tatsächlich gefahrene Meilen, behauptete aber, dass man die Fahrzeuge „mittels Simulation, in Labors, auf Teststrecken und auf öffentlichen Straßen an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt“ „schattengetestet“ habe und heute auch Daten von seinen nicht selbstfahrenden Autos auf der Straße sammeln kann.


Apple könnte seine Tests im Verborgenen durchgeführt haben, was zu dem Unternehmen passen würde. Im Dezember schrieb ich über einen Durchbruch, den Apple-Forscher in der Sensortechnologie gemacht haben, trotz der geringen Menge an Fahrversuchen, die sie gemacht hatten. Außerdem muss es aufgrund der starken Marke von Apple nicht unbedingt der erste Anbieter oder der günstigste Anbieter sein, schließlich war es auch nicht der erste Smartphone-Hersteller.


Obwohl die Alphabet-Aktie im vergangenen Jahr gut abgeschnitten hat, ist sie den anderen FANGs (Facebook, Apple, Netflix, Google) hinterher. Da Waymo jedoch potenziell auf dem Vormarsch ist und seine Cloud-Plattform das schnellste Wachstum aller Public-Cloud-Player aufweist, könnten die Nicht-Werbesparten von Alphabet im kommenden Jahr viel stärker werden.


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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.


The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Apple und Tesla.


The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. 


Dieser Artikel wurde von Billy Duberstein auf Englisch verfasst und am 13.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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