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Deutsche Bank günstigste DAX-Aktie? Möglich, aber darum meide ich sie weiterhin!




17.07.17 09:06
Motley Fool

Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr

Die Deutsche Bank (WKN: 514000) könnte nach Ansicht so mancher Analysten momentan wieder eine interessante Wette sein. Schließlich wurde das Geldhaus nun über Jahre hinweg kurstechnisch regelrecht verprügelt. Seitdem allerdings eine europäische Zinswende wieder im Bereich des möglichen erscheint, ändert sich die Stimmung innerhalb so mancher Köpfe.


Vor kurzem habe ich in diesem Kontext gelesen, dass die Deutsche Bank bald sogar die günstigste aller DAX-Aktien sein könnte, mit vielversprechenden Aussichten noch oben drauf. Wow, quasi ein Wandel um 180 Grad in der medialen Berichterstattung. Aber langsam.


Schauen wir im Folgenden lieber zunächst detailliert an, was für diese Prognose eintreten müsste, bevor wir verfrüht euphorisch anfangen zu kreischen und wieso ich persönlich selbst dann immer noch zögern würde, bei dem deutschen Geldhaus einzusteigen.


Viel hätte, wäre, wenn und aber

Dass die Deutsche Bank wirklich der günstigste DAX-Wert werden könnte, steht allerdings noch unter fragwürdigen Vorzeichen. Um das zu erreichen, müssten einige, schnelle Schritte vonstattengehen, die vielen Analysten und Investoren noch ein kritisches Stirnrunzeln auf die Stirn zaubern dürften.


Die Prämisse hierfür wäre nämlich, dass im kommenden Jahr, prognostiziert laut besagtem Artikel tendenziell für die zweite Jahreshälfte, zwei Leitzinserhöhungen in Höhe von 25 Basispunkten geschehen müssten. Diese würden sodann bei der Deutschen Bank das Nettozinseinkommen jeweils um 350 Millionen Euro steigen lassen. Sprich, bei zwei anvisierten Zinserhöhungen wären das 700 Millionen Euro nach Adam Riese.


Das wiederum könnte dazu führen, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis unter Berücksichtigung dieser besagten zwei Leitzinserhöhungen auf einen Wert von rund 8 fallen könnte. Nach dieser Lesart mit Sicherheit interessant, zumal ja, wenn man diesen Optimismus weiter denkt, weitere Zinserhöhungen zu weiterhin steigenden Zinseinnahmen führen könnten.


Sehr optimistisch das ganze, wenn du mich fragst. Vielleicht ein wenig zu sehr.


Fehler im Management werden dadurch aber nicht ausgebügelt

Aber selbst wenn ich diese meiner Meinung nach sehr gewagte Zuversicht teilen würde, wäre die Deutsche Bank immer noch nicht interessant in meinen Augen.


Denn vergessen wir nicht, dass das Geldhaus nicht nur Schlagzeilen damit machte, wie sehr die niedrigen Zinsen drückten, sondern auch damit, wie das Geldhaus seine Mitarbeiter, Führungskräfte und dergleichen fürstlich belohnte, gemeinhin auf Kosten der Aktionäre.


Immer wieder machten Schlagzeilen über die Höhe der Boni in Anbetracht schlechter Ergebnisse die Runde, die zuletzt zwar deutlich rasiert und damit auf ein für die Aktionäre erträglicheres Maß gestutzt worden sind. Wenn du aber bei einer aktuellen Internetrecherche nach Deutsche Bank Boni suchst, wird dir direkt wieder ins Gesicht springen, dass die armen, armen Mitarbeiter und Manager sich bei der Deutschen Bank zu schlecht bezahlt fühlen und unzufrieden sind. Die armen, armen Banker (schnief).


Das könnten wiederum erste Anzeichen dafür sein, dass gesteigerte Einnahmen möglicherweise bald wieder dafür verwendet werden, das Personal zu entlohnen, und nicht die vom Misserfolg der vergangenen Jahre geplagten Aktionäre.


Ob diese Entwicklung letztlich wieder zu Lasten der Aktionäre geht?

Als potenzieller Investor hätte ich daher grundsätzliche Bedenken, dass ich, obwohl ich als Miteigentümer die letzten turbulenten Zeiten mitgetragen habe, wieder in die Röhre schaue, während die Angestellten sich Boni um Boni einstreichen. Meiner Meinung nach liegt daher insgesamt ein zu großer Missstand in der Führungskultur, beziehungsweise in der generellen Mitarbeiterkultur, vor, der nicht gerade attraktiv ist.


Deshalb stimmen mich solche positiven, optimistischen Berichte nicht so gänzlich euphorisch wie möglicherweise andere. Und darum werde ich es auch künftig erst einmal meiden, die Deutsche Bank für mein persönliches Portfolio in Betracht zu ziehen, bis mir das Geldhaus nachhaltig bewiesen hat, dass ich als Aktionär und Miteigentümer wesentlich an erfolgreichen Zeiten partizipiere, und nicht zuallererst die angeblich arg gebeutelten Mitarbeiter.


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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Der Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.


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