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DGAP-News: STARAMBA SE: Verwaltungsrat erwägt zivil-, straf- und berufsrechtliche Schritte gegen Abschlussprüfer (deutsch)




03.12.18 15:26
dpa-AFX

STARAMBA SE: Verwaltungsrat erwägt zivil-, straf- und berufsrechtliche Schritte gegen Abschlussprüfer



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DGAP-News: Staramba SE / Schlagwort(e): Stellungnahme


STARAMBA SE: Verwaltungsrat erwägt zivil-, straf- und berufsrechtliche


Schritte gegen Abschlussprüfer



03.12.2018 / 15:26


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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STARAMBA SE: Verwaltungsrat erwägt zivil-, straf- und berufsrechtliche


Schritte gegen Abschlussprüfer



Berlin, 03. Dezember 2018



Der Verwaltungsrat der STARAMBA SE (XETRA: 99SC) lässt aufgrund der am


vergangenen Freitag, den 30. November 2018, kommunizierten Einschätzung des


Abschlussprüfers, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zur Erteilung


eines Versagungsvermerks für den geänderten Jahresabschluss und den


geänderten Lagebericht zum 31. Dezember 2017 zivil-, straf- und


berufsrechtliche Schritte gegen die verantwortlichen Abschlussprüfer der BDO


AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen.



Nachdem die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auch im Rahmen der


Nachprüfung des geänderten Jahresabschlusses und des geänderten Lageberichts


zum 31. Dezember 2017 mitgeteilt hat, keine ausreichenden und geeigneten


Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile erlangt zu haben und


daher den Bestätigungsvermerk erneut versagt hat, mehren sich aus Sicht der


Gesellschaft deutliche Anhaltspunkte, die berechtigte Zweifel an der


erforderlichen Neutralität der verantwortlichen Abschlussprüfer aufwerfen.



"Wir müssen nach dem uns vorliegenden Sachstand und dem Verhalten der


Abschlussprüfer davon ausgehen, dass die verantwortlichen Prüfer weder ihrem


öffentlichen Auftrag noch ihrer mandatsbedingten Sorgfalts- und Treuepflicht


gegenüber dem Unternehmen sowie den Mitarbeitern und Aktionären der


Gesellschaft gerecht geworden sind und müssen dieses Verhalten daher zum


Anlass einer zivil- und strafrechtlichen Überprüfung nehmen", lässt der


Verwaltungsrat der Gesellschaft mitteilen.



"Bis zu Beginn der Bilanzverwaltungsratssitzung gingen wir noch von einem


Bestätigungsvermerk mit wenigen Einschränkungen aus. Allen Beteiligten war


klar, dass die Gesellschaft am 30. November 2018 die Zahlen veröffentlichen


muss, um Zwangsmaßnahmen durch die BaFin (Bundesanstalt für


Finanzdienstleistungsaufsicht) zu vermeiden. Die überraschende Kehrtwende


der BDO mitten in der Sitzung am 29. November 2018, die nun zu der Erteilung


eines erneuten Versagungsvermerks geführt hat, ist aus Sicht der


Gesellschaft nicht ansatzweise nachvollziehbar", so Christian Daudert,


Geschäftsführender Direktor der Staramba SE.



Nähere Erläuterungen zum Thema "Kehrtwende" durch die BDO:


Mit E-Mail vom 28. November 2018 (17:38 Uhr) übermittelt die BDO AG


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Gesellschaft den Entwurf eines


eingeschränkten Bestätigungsvermerks und verabredet sich mit dem


Verwaltungsrat für den 29. November 2018 um 15:00 Uhr zur Bilanzsitzung.


Zugleich teilen die verantwortlichen Prüfer mit, dass sich lediglich noch


"redaktionelle Änderungen" zu morgen ergeben könnten. Noch 34 Minuten vor


der Bilanzverwaltungsratssitzung und der avisierten Übergabe des Testats


übermitteln die verantwortlichen Abschlussprüfer persönlich die


Vollständigkeitserklärung an die Gesellschaft und wiegen die Gesellschaft


auch damit in Sicherheit, den vorbesprochenen eingeschränkten


Bestätigungsvermerk zu erhalten.



"Erst zu Beginn der Bilanzsitzung wurde dann erstmalig nach mehrmonatiger


Nachprüfung ein erneuter Versagungsvermerk thematisiert und ganz


offensichtlich aufgrund politischer Motivation seitens der verantwortlichen


Abschlussprüfer forciert", so Christian Daudert, Geschäftsführender Direktor


der Staramba SE. Herr Daudert teilt weiter mit: "Die Begründung für die


Versagung des Testats vom 30. November 2018 lesen sich für einen Dritten


eigentlich genauso wie das Testat mit Einschränkungen vom 28. November 2018.


Die von der BDO in den letzten Monaten vollständig geprüften und mehrfach


besprochenen Einschränkungen und Key Audit Matters des Berichtsentwurf vom


Mittwochabend sollen nun am Donnerstagnachmittag zu einer Versagung führen."



Eine Begründung bleibt die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft jedenfalls


schuldig.



"Schlüssige Gründe, die nicht bereits mehrfach geprüft und referenziert


worden wären, konnten die verantwortlichen Prüfer nicht vortragen. Eine


gerichtsfeste Versagung des aufgestellten Jahresabschlusses 2017 war


offensichtlich nicht möglich, da alle Prüfungsnachweise vom Unternehmen


erbracht worden sind", so die Einschätzung des Verwaltungsrates der Staramba


SE.



Die Gesellschaft befand sich unter Handlungsdruck. Aufgrund der bereits


einmal verschobenen Veröffentlichung der Zahlen für 2017 hatte die BaFin


Strafzahlungen angedroht. Die nun entstandene Zwangslage nutzten die


verantwortlichen Abschlussprüfer am Folgetag (30. November 2018) sodann für


die Ankündigung weiterer langwieriger Prüfungshandlungen oder dem Angebot


der Versagung.



"Man muss sich ernsthaft fragen, ob dies möglicherweise in der Hoffnung


geschah, dass das Unternehmen lieber einen schnellen Versagungsvermerk durch


Nichtmitwirkung kassiert, damit es zumindest den Jahresabschluss 2017 noch


fristgerecht veröffentlichen kann, um Strafzahlung von mehreren


Hunderttausend Euro und Zwangsmaßnahmen durch die BaFin zu vermeiden", gibt


Christian Daudert zu bedenken.



Das vorläufige Ergebnis ist bekannt. Die Frage nach der dahinter stehenden


Motivation der Abschlussprüfer bleibt. "Möglicherweise hing dies auch mit


der negativen Berichterstattung der letzten Tage zusammen und die Prüfer


haben kalte Füße bekommen", vermutet Daudert.



Die zur erneuten Versagung des Prüfungsvermerkes durch die BDO AG


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeführten Gründe sind aus


Unternehmenssicht haltlos.



"Die verbliebene Unsicherheit zu den immateriellen Vermögensgegenständen


hatten die Prüfer ja gerade nicht einer Einschränkung des Testatentwurfs vom


28. November 2018 ausgedrückt", so Daudert.



Auch die Umsatzerlöse der Gesellschaft von EUR 12 Mio. wurden nach


umfangreichen, wochenlangen Prüfungshandlungen höchstpersönlich durch die


Abschlussprüfer mit handschriftlicher Überarbeitung der AdHoc-Meldung vom


30. Oktober 2018 gegenüber dem Unternehmen bestätigt. Die verbliebene


Unsicherheit hatte die BDO hingegen bis zuletzt lediglich in einer


Einschränkung des Testatentwurfs vom 28. November 2018 ausgedrückt. Von der


Begründung einer Versagung war dabei zu keiner Zeit die Rede.



"Auch die kurze, pauschale Einschätzung zu der von BDO behaupteten


angespannten Liquiditätslage und Ertragskrise ist schlicht aus der Luft


gegriffen und wird mangels substantieller Nachweise im Versagungsvermerk


auch nicht weiter behandelt", so Christian Daudert.



"Eine Liquiditätskrise lag und liegt zu keinem Zeitpunkt vor. Auch eine


bilanzielle Überschuldung lag und liegt zu keinem Zeitpunkt vor", bestätigt


Christian Daudert und führt weiter aus: "Mit laufender Rechnung per November


2018 hat das Unternehmen ein erheblich positives Eigenkapital, wenn die


Token-Erlöse wie geplant als Umsatz gebucht werden."



"Mit dem nach Drehbuch inszenierten Versagungsvermerk haben die


verantwortlichen Abschlussprüfer der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,


Frau Silvia Sartori und Herr Andreas Blohm, dem Unternehmen höchstpersönlich


ohne Notwendigkeit geschadet. Schon aus unserer Verantwortung gegenüber


unseren Aktionären und Mitarbeitern heraus, können wir das nicht akzeptieren


und lassen daher eine zivil- und strafrechtliche Verantwortung der Prüfer


begutachten", lässt der Verwaltungsrat abschließend mitteilen.



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Über Staramba


Die Staramba SE aus Berlin (XETRA: 99SC) ist ein Virtual-Reality


(VR)-Vorreiter mit einzigartiger Hard- und Software-Expertise.


Leuchtturmprojekt ist die Entwicklung des weltweit ersten sozialen


VR-Netzwerks STARAMBA.spaces: eine neue virtuelle Welt, in der Fans mit


internationalen Stars aus Sport, Musik und Entertainment hautnah


interagieren können. Fotorealistische Avatare, die es in keiner anderen


Plattform gibt, und die Integration von Social-Media-Kanälen machen


STARAMBA.spaces zum einmaligen VR-Erlebnis. Mit STARAMBA.Token gibt das


Unternehmen eine eigene Kryptowährung für die Plattform heraus. Sie dient


als Ingame-Währung und zur vereinfachten Abrechnung von Lizenzen in


STARAMBA.spaces. Außerdem hat der VR-Pionier die weltweit umfassendste


Datenbank mit fotorealistischen 3D-Modellen von internationalen Top-Stars


aufgebaut, die er über seinen eigenen Online-Shop vertreibt. Dazu zählen


Fußballer von Spitzenteams wie der DFB-Elf, dem FC Bayern München und Real


Madrid oder Superstars der NFL und WWE. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der


von Staramba eigenentwickelte Scanner 3D-INSTAGRAPH(R). Damit können


zertifizierte Partner Konsumenten scannen und fotorealistische 3D-Avatare


für unterschiedlichste Anwendungen erzeugen. Die Nutzung solcher Avatare


wird die Wirtschaft in Zukunft substanziell verändern. Die Staramba SE ist


im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.



Zukunftsgerichtete Aussagen


Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den


gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung


sowie ihr derzeit zur Verfügung stehender Informationen basieren. Die


zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten


zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte


wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu


führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, oder die


Entwicklung der Staramba SE wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen


abweichen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem


sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser


Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an


zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.



Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Staramba SE; Marc Heydrich,


Investor Relations; Aroser Allee 66; 13407 Berlin; Deutschland


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