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DGAP-News: Pensions-Akademie e.V.: Dänemark hat sich entschieden, die Altersarmut zu eliminieren (deutsch)




15.02.18 09:30
dpa-AFX

Pensions-Akademie e.V.: Dänemark hat sich entschieden, die Altersarmut zu eliminieren



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DGAP-News: Pensions-Akademie e.

V. / Schlagwort(e): Sonstiges


Pensions-Akademie e.V.: Dänemark hat sich entschieden, die Altersarmut zu


eliminieren



15.02.2018 / 09:30


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.



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Presse-Information



Frankfurt am Main, 15. Februar 2018



Dänemark hat sich entschieden, die Altersarmut zu eliminieren



Ein Däne bekommt fast doppelt so viel Rente wie ein Deutscher, erfuhren


bAV-Experten auf der Jahresauftaktveranstaltung betriebliche


Altersversorgung 2018 der Pensions-Akademie. Auch die Niederlande haben eine


hohe Altersabsicherung dank allgemeinverbindlicher Betriebsrenten erreicht.



Die neue Regierungskoalition hat angekündigt, die wackelnde gesetzliche


Rentenversicherung (GRV) zu stützen. Mit Hilfe zusätzlicher Milliarden aus


der Steuerkasse soll das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinken.


Trotzdem wird das nicht reichen, um Altersarmut in Deutschland zu


verhindern. Viele Arbeitnehmer haben trotz jahrelanger Zahlungen in die GRV


nicht mehr Rentenansprüche erworben als ihnen die Grundsicherung bringt.



Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick nach Dänemark, wo die Regierung


die Altersarmut weitgehend in den Griff bekommen hat. Das zeigen


Berechnungen aus Dänemark, die auf der Jahresauftaktveranstaltung der


Pensions-Akademie e.V. im Frankfurter Haus am Dom präsentiert wurden.



Laut den Berechnungen hat ein unverheirateter dänischer Arbeitnehmer mit 65


Jahren einen monatlichen Rentenanspruch von 2.003 Euro. Das ist nahezu das


Doppelte von dem, was ein vergleichbarer deutscher Arbeitnehmer zu erwarten


hat, nämlich 1.106 Euro*. "Dänemark hat sich dafür entschieden, mittels


einer auskömmlichen zu erwartenden Rente das Thema der Altersarmut


weitgehend zu eliminieren", sagte Thomas Brand, Head of Institutional


Business für die DACH-Region bei Jyske Bank. Als zusätzliches Element im


dänischen Altersversorgungssystem nannte Brand die obligatorischen


Betriebsrenten, die für eine noch bessere Absicherung der Dänen im Alter


sorgen.



Seit 1952 sind Betriebsrenten in einem weiteren Nachbarland obligatorisch:


den Niederlanden. Heute verfügt das kleine Land über eines der am weitesten


entwickelten bAV-Systeme der Welt, was eine hohe Altersabsicherung


ermöglicht. In Zahlen: 8,6 Millionen Arbeitnehmer stehen einem


Pensionsvermögen von 1,2 Billionen Euro gegenüber. In Deutschland, einem


Land mit rund 45 Millionen Erwerbstätigen, betragen die bAV-Deckungsmittel


575 Milliarden Euro. Auf der Veranstaltung haben Hans-Peter Bauder, Head of


Business Development Pensions bei der KAS BANK N.V. - German Branch und


Sybrand Nauta, Mitglied des Aufsichtsrates beim Pensionsfonds der


niederländischen Privatbank Van Lanschot, die Vorteile des niederländischen


bAV-Systems erläutert. Zu diesen Vorteilen gehören die steuerliche


Absetzbarkeit von Betriebsrenten, die niedrigen Kosten durch das


"Sozialpartnermodell" (in dem Modell sind Arbeitgeber- und


Arbeitnehmervertreter die Träger von größeren Pensionsfonds) sowie die


Portabilität von Rentenansprüchen.



Auch die Bundesregierung hat die hiesige bAV als wichtiges Instrument zur


Altersabsicherung erkannt. Seit 2002 wird sie gefördert, doch wurden bislang


nicht alle Versorgungslücken geschlossen. Die Regierung hegt daher hohe


Erwartungen an das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), das Anfang Januar


in Kraft trat. Das BRSG führt unter anderem ein kostengünstiges


Sozialpartnermodell ein und schafft die üblichen Garantien auf


Betriebsrenten ab. Die Abschaffung solcher Garantien dürfte übrigens für


deutsche Arbeitnehmer kein Problem sein, meint Heribert Karch,


Geschäftsführer der MetallRente GmbH und Vorstandsvorsitzender der


Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba). "Wir hören


immer, dass die Deutschen auf ihre Garantien nicht verzichten wollen.


Allerdings zeigt eine neue Umfrage, dass 73 Prozent der Arbeitnehmer eine


Betriebsrente auch ohne Zins-Garantie akzeptieren würden, sofern sie eine


höhere Rente erwarten können", sagte Karch. Karch hat zudem die Möglichkeit


des sogenannten "Opting-Out-Modells" unter BRSG begrüßt. Mit dem Modell


würde der Arbeitnehmer automatisch in einen bAV-Plan einbezogen, es sei denn


er spricht sich explizit dagegen aus. Das BRSG sieht allerdings vor, dass


die Abschlüsse ohne Garantie zunächst von den Sozialpartnern hierzulande


ausgehandelt werden sollen. Bei einer Podiumsdiskussion hat Peer-Michael


Dick, Hauptgeschäftsführer von Südwestmetall, erklärt, dass derartige


Verhandlungen nicht vor 2019 zu erwarten seien. Im Jahr danach könnten dann


mögliche Ergebnisse umgesetzt werden, so Dick weiter. Solange müssen also


nicht tarifgebundene Unternehmen warten, falls sie sich für die neuen


Betriebsrenten unter dem BRSG interessieren.



Henriette Meissner, Geschäftsführerin Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH


und Vorstand aba, sagte bei der Diskussion, dass gerade bei nicht


tarifgebundenen Unternehmen der Beratungsbedarf in Sachen BRSG sehr hoch


sei. Marcus Müller, Pensions Expert bei Covestro Deutschland AG, drückte


seine Hoffnung aus, dass das BRSG die Versorgungslücken außerhalb Branchen


wie Chemie oder Metall schließen werde. In der Chemie-Branche beispielsweise


sei eine bAV-Durchdringung von 90 Prozent bereits erreicht worden. Sabine


Peters, Vorstandssprecherin der Pensionskasse vom Deutschen Roten Kreuz, hat


ferner ein wachsendes Interesse an der bAV bei der jüngeren Generation


festgestellt. Dies dürfte zu einer höheren bAV-Durchdringung beitragen,


meinte sie.



Die in der Finanzwelt vielbesprochene Digitalisierung war ein weiterer


Themenschwerpunkt der Veranstaltung. So präsentierten das Deutsche Institut


für Altersvorsorge (DIA) und das Berliner Start-up Unternehmen fairr.de


Onlinekonten, auf denen Arbeitnehmer ihre gesamten Vorsorgeansprüche - also


gesetzlich, betrieblich und privat - bündeln und verfolgen können. Johannes


Vogel, Mitglied des deutschen Bundestages und arbeitsmarktpolitischer


Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, begrüßte die Ausweitung der digitalen


Angebote. "Solche verbraucherfreundlichen und transparenten Plattformen


würden die Attraktivität der Altersvorsorge erhöhen", sagte er.



Manuela Zweimüller, Leiterin der Abteilung Policy bei der europäischen


Versicherungsaufsicht EIOPA eröffnete die Fachtagung mit einem Vortrag über


die neue EU-Pensionsfonds-Richtlinie "IORP II". Diese enthält eine Reihe von


Maßnahmen, die das Pensionsfondsmanagement verbessern sollen. So müssen


"erfahrene und objektive" Personen zentrale Aufgaben wie Risikomanagement


und Versicherungsmathematik übernehmen. Auch kleinere Pensionseinrichtungen


müssen regelmäßige Risikobewertungen vornehmen. Auf Nachfrage räumte


Zweimüller ein, dass die Richtlinie zunächst einmal mehr Aufwand für die


Einrichtungen bedeuten würde. "Aber nach dieser Anfangsphase gehe ich davon


aus, dass es für alle Beteiligten einfacher sein wird", sagte sie. "Diese


Maßnahmen dienen dazu, ein hohes Maß an Schutz und Sicherheit für


Versorgungsanwärter und Leistungsempfänger betrieblicher


Altersversorgungssysteme zu gewährleisten."



*Für den deutschen Arbeitnehmer wurden ein Monatseinkommen von 2.500 Euro


sowie 45 Beitragsjahre in die GRV unterstellt.



Die Pensions-Akademie führt regelmäßig Fachtagungen und Senior Round Table


zu aktuellen Themen der Altersversorgung in Deutschland mit Vertretern aus


Politik, Wirtschaft, Verbandswesen und Gewerkschaft durch. Der nächste


Senior Round Table ist für den 8. März 2018 vorgesehen. Nähere Informationen


werden auf der folgenden Internetseite zur Verfügung gestellt:


www.pensions-akademie.de.




Kurzprofil


Die Pensions-Akademie ist die Plattform der betrieblichen Altersversorgung


(bAV) für administrative Themen rund um die Kapitalanlage. Sie vereint


Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und will die betriebliche


Altersversorgung als wesentliches Element des Alterssicherungssystems in der


Bundesrepublik Deutschland fördern. Die Pensions-Akademie will hierbei als


Plattform mit gemeinnützigen Zielen besonders die Bereiche Administration,


Risiko und Transparenz in der betrieblichen Altersversorgung adressieren.


Die Pensions-Akademie versteht sich als eine Denkfabrik der bAV - sie


fördert den Austausch unter ihren Mitgliedern, unterstützt den Wissensaufbau


sowie die Wissensweitergabe, gestaltet die Diskussion bei wichtigen Themen


aktiv mit und vertritt die Standpunkte ihrer Mitglieder.



Weitere Informationen zur Pensions-Akademie finden Sie unter


www.pensions-akademie.de.




Kontakt



Frank Vogel Vorstand (Vorsitzender) Jürgen Scharfenorth Vorstand


Pensions-Akademie e.V. Tel. +49 69 (stellv. Vorsitzender)


5050 679 69 E-Mail: Pensions-Akademie e.V. Tel.:


[1]frank.vogel@pensions-akademie.de +49 69 5050 679 69 E-Mail:


1. juergen.scharfenorth@pensions-


mailto:frank.vogel@pensions-akade akademie.de


mie.de


Presseanfragen



Maxi Schneider


Marketing & Kommunikation Pensions-Akademie e.V.


Tel. +49 69 5050 679 69


E-Mail: maxi.schneider@pensions-akademie.de




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15.02.2018 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


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