Erweiterte Funktionen


DGAP-News: FidAR: Bei der Gleichstellung darf es kein 'Zurück auf Null' geben! Auch ohne weiteren gesetzlichen Druck müssen Unternehmen gleichberechtigte Teilhabe umsetzen (deutsch)




09.02.18 14:10
dpa-AFX

FidAR: Bei der Gleichstellung darf es kein 'Zurück auf Null' geben! Auch ohne weiteren gesetzlichen Druck müssen Unternehmen gleichberechtigte Teilhabe umsetzen



^


DGAP-News: FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e.

V. / Schlagwort(e):


Marktbericht


FidAR: Bei der Gleichstellung darf es kein 'Zurück auf Null' geben! Auch


ohne weiteren gesetzlichen Druck müssen Unternehmen gleichberechtigte


Teilhabe umsetzen



09.02.2018 / 14:10


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.



---------------------------------------------------------------------------



Pressemitteilung



FidAR: Bei der Gleichstellung darf es kein "Zurück auf Null" geben! Auch


ohne weiteren gesetzlichen Druck müssen Unternehmen gleichberechtigte


Teilhabe umsetzen



Berlin, 09.02.2018: Mit den im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur


Gleichstellung erhöht die künftige Bundesregierung den Erwartungsdruck auf


Privatwirtschaft und öffentliche Unternehmen, mehr Frauen in


Führungspositionen zu berufen. "Noch vorhandene strukturelle Hemmnisse"


sollen abgebaut, auf der Basis einer "ressortübergreifenden


Gleichstellungsstrategie" soll ein Aktionsplan erarbeitet und umgesetzt


werden. An der Stelle weiterführender gesetzlicher Maßnahmen erhält die


Wirtschaft aber nochmals fünf Jahre Aufschub, um auf der Basis der


gesetzlich vorgeschriebenen Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat,


Vorstand und den obersten zwei Managementebenen selbstbestimmt Fortschritte


zu erreichen.



"Auch ohne zusätzlichen staatlichen Druck können die Unternehmen jetzt ihren


Veränderungswillen unter Beweis stellen. Wir sind gespannt auf die


Ergebnisse. Es gibt jedoch kein ,Zurück auf Null'. Wer null Frauen hat und


mit null Frauen plant, steht unter erhöhter Rechtfertigungspflicht. Wir


begrüßen, dass die Bundesregierung hier künftig genauer hinsieht. FidAR wird


die Entwicklung messen und transparent machen. Zahlen sprechen eine


eindeutige Sprache, die von Vorständen und Aufsichtsräten verstanden wird.


Die Frauen werden bei der Wahl ihres Arbeitgebers darüber abstimmen, ob sie


frauenfreie Führungsetagen und eine Personalentwicklung ohne Frauen wirklich


überzeugen", erklärt FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow.



Das im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vereinbarte Ergebnis geht zwar


weiter als die zwei Zeilen zur Gleichberechtigung im Sondierungspapier der


Jamaika-Koalition. Allerdings haben auch die Verhandlerinnen der Großen


Koalition nur wenige konkrete Schritte zur weiteren Stärkung der


Chancengleichheit vereinbart.



Eine zentrale Forderung von FidAR im Verbund mit den 16 Verbänden der


Berliner Erklärung war, die bisher nur für knapp über 100 Unternehmen


geltende gesetzliche Quote auf mehr Unternehmen auszudehnen. Dies wurde aber


mit dem Argument abgelehnt, die ,Wirtschaft dürfe nicht weiter belastet


werden'. "Dabei sind Frauen in den Leitungs- und Kontrollgremien ein Gewinn


für die Unternehmen. Wer das nicht erkennt, verliert wichtige


Leistungsträger", warnt Schulz-Strelow. "Mehr Frauen in den eigentlichen


Machtzentralen der Unternehmen heißt, dass Gleichberechtigung als ein


zentraler Bestandteil der Unternehmensentwicklung gelebt wird. Wir werden


daher die Unternehmen stärker in den Fokus rücken, für die die Quote zwar


nicht gilt, die aber als börsennotierte oder mitbestimmte Konzerne ihr


Engagement deutlich erhöhen müssten."



"Mehr gleichberechtigte Teilhabe sollte eigentlich eine politische


Selbstverständlichkeit sein, und kein Streitpunkt in


Koalitionsverhandlungen", betont die FidAR-Präsidentin. "Das Gesetz für


gleichberechtigte Teilhabe in der letzten Legislaturperiode war kein


Wahlgeschenk an die Frauen, sondern das Ergebnis der jahrelangen Untätigkeit


der Konzerne. Die Akteure hatten sich die Quote selbst verdient, wie


Bundeskanzlerin Merkel beim W20-Gipfel in Berlin zutreffend argumentierte."



FidAR wird bei den Untersuchungen für den Women-on-Board-Index die von den


Unternehmen selbst definierten Zielgrößen intensiv prüfen und sowohl die


Unternehmen herausstellen, die strategisch mit mehr Frauen planen, als auch


die Null-Frauen-Unternehmen, die keine Frauen in der Führungsspitze haben


und auch nicht planen, Frauen in die Führung zu berufen. "Niemand in


Personalverantwortung soll glauben, er könne sich jetzt fünf Jahre entspannt


zurücklehnen", so Schulz-Strelow.



Die Initiative FidAR steht mit ihren Forderungen nicht allein. Gemeinsam mit


16 weiteren Frauenverbänden, die sich zur Berliner Erklärung 2017


zusammengeschlossen haben, setzt sich der Verein für eine messbare Erhöhung


des Frauenanteils auf allen Führungsebenen und für eine faire Bezahlung von


Frauen auf allen Unternehmensebenen sowie für transparentes Monitoring der


entsprechenden Gesetze ein. Teile der Forderungen - wie der Aktionsplan -


wurden in den Koalitionsvertrag aufgenommen. FidAR wird weiterhin mit der


Berliner Erklärung daran arbeiten, das öffentliche Bewusstsein für


notwendige Veränderungen zu schärfen.



Die ausführlichen Studien zum WoB-Index 185 und zum Public WoB-Index vom


Juni 2017 können unter www.wob-index.de eingesehen werden.



Ihre Ansprechpartnerin



Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e. V.


Tel.: +49 (30) 887 14 47 13, E-Mail: monika.schulz-strelow@fidar.de



Pressekontakt:



Matthias Struwe | Eye Communications | Agentur für Presse- und


Öffentlichkeitsarbeit


Tel.: +49 (7 61) 137 62-21, E-Mail: m.struwe@eyecommunications.de



Über FidAR:



FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e.V. ist eine überparteiliche und


überregionale Initiative, die 2006 von Frauen in Führungspositionen in


Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Leben gerufen wurde. FidAR strebt


eine nachhaltige Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten deutscher


Unternehmen und die Verbesserung der Unternehmenskontrolle an. Ziel der


Initiative ist die paritätische Besetzung aller Führungspositionen in der


deutschen Wirtschaft. FidAR verfolgt diese Ziele im engen Austausch mit


Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und in Kooperation mit den relevanten


Wirtschafts- und Frauenverbänden. FidAR ist aktives Mitglied im europäischen


Netzwerk EWoB- European Women on Board ( www.ewob-network.eu). Mehr


Informationen zu FidAR im Internet unter www.fidar.de.




---------------------------------------------------------------------------



09.02.2018 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,


Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.


Medienarchiv unter http://www.dgap.de



---------------------------------------------------------------------------



653117 09.02.2018



°









 
 

Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...