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DGAP-News: Companisto GmbH: Crowdinvestoren können Verluste bei Insolvenzen jetzt steuerlich geltend machen (deutsch)




15.02.18 18:02
dpa-AFX

Companisto GmbH: Crowdinvestoren können Verluste bei Insolvenzen jetzt steuerlich geltend machen



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DGAP-News: Companisto GmbH / Schlagwort(e):


Beteiligung/Unternehmensbeteiligung/Rechtssache


Companisto GmbH: Crowdinvestoren können Verluste bei Insolvenzen jetzt


steuerlich geltend machen (News mit Zusatzmaterial)



15.02.2018 / 18:02


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.



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Crowdinvestoren können Verluste bei Insolvenzen jetzt steuerlich geltend


machen



Berlin, 15.02.2018: Bisher mussten Crowdinvestoren die Erträge ihrer


Kapitalanlage versteuern, konnten Kapitalverluste durch Insolvenzen oder


Liquidationen von Startups aber nicht steuerlich geltend machen. Das Urteil


VIII R 13/15 des Bundesfinanzhofs vom 24. Oktober 2017 hat deshalb eine


besondere Signalwirkung: Das höchste deutsche Steuergericht urteilte


kürzlich, dass Verluste aus privaten Darlehen mit anderen Kapitalerträgen


verrechnet werden können.



Für die Verlustverrechnung relevant sind Kapitalerträge aus Zinsen,


Dividenden und realisierten Kursgewinnen aus Aktiengeschäften. Sollte keine


Kapitalerträge vorliegen, besteht die Möglichkeit des Verlustvortrages. "Der


endgültige Ausfall einer Kapitalforderung führt [.] zu einem steuerlich


anzuerkennenden Verlust in der privaten Vermögenssphäre", heißt es wörtlich


im Urteil. Mehr Infos zu den Gegebenheiten finden Sie im Artikel in unserer


Akademie für Investoren.



Anmelden des Verlustes bei einer Insolvenz so früh wie möglich



Da die meisten Crowdinvestments per (partiarisches) Nachrangdarlehen


erfolgen, ist für Investoren hier schon bei der Eröffnung des


Insolvenzverfahrens nicht mehr mit Rückzahlungen zurechnen. Sie sollten


daher schon ab diesem Zeitpunkt ihre Verluste dem Finanzamt anzeigen.



"Das Urteil des BFH läutet einen längst fälligen Paradigmenwechsel in Punkto


Investitionen in Startups ein. Während es in anderen europäischen Ländern


wie z.B. Großbritannien seit den 90er Jahren Steuererleichterungen auf


Investitionen in Startups gibt, wird es Zeit, dass auch in Deutschland etwas


passiert. Institutionelle Investoren wie Kapitalgesellschaften konnten ihre


Verluste schon immer verrechnen, jetzt kann auch der private Investor davon


Gebrauch machen. Wir werden unsere Investoren dabei unterstützen und stellen


die notwendigen Unterlagen als Paket zur Verfügung", so Tamo Zwinge, Gründer


von Companisto.



Ein Beispiel. "Wenn ein Investor 5000,00 Euro durch eine Insolvenz eines


Startups verliert, so kann dieser Verlust mit anderen Kapitalerträgen von


5000,00 Euro (z.B. aus Aktiengewinnen) verrechnet werden. Die auf die


Kapitalerträge normalerweise fälligen 26,375% Steuern (Abgeltungssteuer plus


Solidaritätszuschlag) würden dann nicht anfallen. Es ergäbe sich dann eine


Steuerersparnis von 1.318,75 Euro."



Fünf Dokumente, die die Chancen auf eine Verrechnung der Verluste erhöhen



Um die Erfolgschancen auf Anerkennung zu erhöhen, können Crowdinvestoren


dazu fünf Unterlagen beim Steuerberater abgeben, um die Erfolgschancen auf


Anerkennung zu erhöhen:



1. Kopie des Darlehensvertrags und des Beteiligungszertifikats



2. Zahlungsnachweis als Bestätigung der geleisteten Investition



3. Vorläufige Verlustbescheinigung von Companisto



4. Bestätigung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens (zu finden unter


Insolvenzbekanntmachungen.de)



5. BFH-Urteil (zu finden auf der Seite des Bundesfinanzhofes)



In jedem Fall sollten Anleger das individuelle Vorgehen zur Geltendmachung


von Verlusten mit ihrem Steuerberater klären. Investoren, die beim


Crowdinvesting einen Verlust erlitten haben, sollten nicht automatisch davon


ausgehen, dass die Finanzbehörden das Urteil des BFH kennen oder diese


Rechtsauffassung teilen. Es kann durchaus sein, dass das Finanzamt eine


andere steuerliche Sicht auf die Dinge hat.



Über Companisto:



Companisto ( www.companisto.com) ist eine Plattform für Startup-Finanzierung


und für Marktführer für Crowdinvesting in Deutschland, Österreich und der


Schweiz. Beim Crowdinvesting schließen sich viele Anleger zusammen, um sich


gemeinsam mit Wagniskapital an Startups und Wachstumsunternehmen zu


beteiligen. Die Investoren - Companisten genannt - können einen Betrag ihrer


Wahl investieren und erhalten eine Beteiligung am Gewinn und wenn das


Startup verkauft wird, eine Exit-Beteiligung. Aktuell sind über 79.000


Investoren bei Companisto registriert, die sich gemeinsam mit einem


Finanzierungsvolumen von über 47 Millionen Euro an bislang 96


Finanzierungsrunden für Startups und Wachstumsunternehmen beteiligt haben.


Gemessen an der Anzahl der veröffentlichten Finanzierungsrunden war


Companisto 2015 und 2016 der aktivste private Wagniskapitalgeber in


Deutschland (Quelle: BVK).



Pressekontakt:



Cristin Liekfeldt | Companisto GmbH | Köpenicker Str. 154 | 10997 Berlin |


Email: cristin.liekfeldt@companisto.com |Tel.: +49 (30) 95 60 41 57




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Zusatzmaterial zur Meldung:



Bild: http://newsfeed2.eqs.com/companisto/654873.html


Bildunterschrift: Verluste beim Crowdinvesting steuerlich geltend machen



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15.02.2018 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,


Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.


Medienarchiv unter http://www.dgap.de



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