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DGAP-News: AiCuris-Team für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert (deutsch)




12.09.18 13:00
dpa-AFX

AiCuris-Team für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert



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DGAP-News: AiCuris Anti-infective Cures GmbH / Schlagwort(e): Sonstiges


AiCuris-Team für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert



12.09.2018 / 13:00


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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AiCuris-Team für den Deutschen Zukunftspreis 2018 nominiert



* Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff, Gründungs-CEO, und Dr. Holger


Zimmermann, CEO der AiCuris Anti-Infective Cures GmbH, als eines von


drei Teams für den Preis des Bundespräsidenten für Technik und


Innovation vorgeschlagen



* Das AiCuris-Team wird für ihr Projekt "Schutz bei fehlendem Immunsystem


- die lebensrettende Innovation gegen gefährliche Viren" nominiert



* Die beiden Wissenschaftler haben das weltweit erste und einzige


Medikament zur Vorbeugung gegen Infektionen mit einem weit verbreiteten


Virus bei Knochenmark-Transplantationen entwickelt und damit ein


völliges Umdenken auf diesem Gebiet der Transplantationsmedizin bewirkt



Wuppertal, 12. September 2018 - AiCuris Anti-infective Cures GmbH, ein


führendes Unternehmen in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten


gegen Infektionskrankheiten meldet die heutige Bekanntgabe der Nominierung


von Prof. Dr. rer. nat. Helga Rübsamen-Schaeff und Dr. rer. nat. Holger


Zimmermann als eines von drei Teams für den Deutschen Zukunftspreis 2018


durch das Bundespräsidialamt. Die Anwärter auf eine der höchsten deutschen


Auszeichnungen für Technik und Innovation wurden für ihr Projekt "Schutz bei


fehlendem Immunsystem - die lebensrettende Innovation gegen gefährliche


Viren" von der Jury ausgewählt. Der Deutsche Zukunftspreis 2018 wird am 28.


November von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier in Berlin


verliehen.



Den beiden nominierten Forschern ist es mit ihrem Team gelungen, erstmals


einen Wirkstoff (Letermovir) zu identifizieren und zu entwickeln, der


Patienten mit einem schwachen oder fehlenden Immunschutz effektiv vor


Infektionen mit dem Humanen Cytomegalievirus (CMV) schützt. In einem neu


gegründeten Unternehmen entwickelten sie auf Basis dieser Substanz ein


Medikament, das neue Perspektiven in der Transplantationsmedizin erschließt.


Es steht seit Kurzem für Patienten bereit, die sich einer


Knochenmark-Transplantation unterziehen müssen und für die das Virus ein


lebensbedrohliches Risiko darstellt.



Die Grundlage für die Innovation wurde unter der Leitung von Prof.


Rübsamen-Schaeff bei der Bayer AG geschaffen. Die weitere Entwicklung des


Medikaments erfolgte dann in dem von ihr neu gegründeten Unternehmen


AiCuris. Für die kapitalintensive dritte klinische Testphase lizensierte


AiCuris das Medikament an das US-Unternehmen Merck Sharp & Dohme (MSD), das


als strategischer Partner die Markteinführung und den Vertrieb übernahm.


Zugelassen ist das Medikament zur Anwendung bei


Knochenmark-Transplantationen inzwischen in der EU, der Schweiz, den USA,


Kanada und Japan.



Helga Rübsamen-Schaeff gründete die AiCuris Anti-Infective Cures GmbH im


Jahr 2006 und leitete sie bis 2015; sie ist heute Vorsitzende des


wissenschaftlichen Beirats. Seit 2015 leitet Holger Zimmermann, einer der


Erfinder von Letermovir, als Chief Executive Officer das Wuppertaler


Unternehmen.



"Ich freue mich sehr für Frau Prof. Dr. Rübsamen-Schaeff und Herrn Dr.


Zimmermann über die Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis 2018. Sie


ist für die beiden sowohl in Ihrer Rolle als Forscher und Manager als auch


für AiCuris eine hohe Auszeichnung und gleichzeitig eine Bestätigung für die


hohe Innovationskraft des Unternehmens im Bereich Anti-Infektiva," sagte Dr.


Thomas Strüngmann, zusammen mit seinem Bruder Andreas Hauptinvestor der


AiCuris Anti-infectives GmbH. "Als Hauptinvestor begleiten wir die AiCuris


nun seit ihrer Bayer-Ausgründung. Damals wie heute beindruckt uns an


Professor Helga Rübsamen-Schaeff und Dr. Holger Zimmermann besonders der


absolute Wille etwas Neues, Bahnbrechendes zu entwickeln - Medikamente, die


wirklich einen Unterschied in der Behandlung von Patienten machen können.


Beide sind Pioniere, die bereit sind, auf ihrem Gebiet neue Wege zu gehen


und die auch die unerschütterliche Überzeugung und den notwendigen


Enthusiasmus und Spirit mitbringen, um ein Medikament gegen alle widrigen


Umstände und Hürden zu einem erfolgreichen Ende führen zu können."



Das Projekt: Schutz bei fehlendem Immunsystem - die lebensrettende


Innovation gegen gefährliche Viren



Für viele Patienten mit Blutkrebs ist die Transplantation von Knochenmark


die letzte Hoffnung auf Heilung. Bei diesem Verfahren wird das körpereigene


Knochenmark und damit auch die Krebszellen zerstört und durch das


Knochenmark eines Spenders ersetzt. Damit der Körper des Patienten das


fremde Knochenmark auch annimmt, wird zusätzlich das Immunsystem für einige


Zeit ausgeschaltet. Aufgrund der extremen Immunschwäche nach


Transplantationen haben Empfänger von Stammzelltransplantationen, die Träger


von CMV sind, ein sehr hohes Risiko, eine CMV-Infektion zu entwickeln mit


der Gefahr, dass die CMV Infektion nicht mehr beherrschbar ist und zum Tod


der Patienten führt.



Das von den Nominierten entwickelte innovative Medikament bietet zum


allerersten Mal die Möglichkeit einer prophylaktischen Behandlung gegen


CMV-Infektionen. Der darin enthaltene Wirkstoff Letermovir gehört einer


neuen chemischen Klasse an und unterscheidet sich damit von allen bisher


gegen CMV-Infektionen eingesetzten Substanzen. Er ist somit keine einfache


Weiterentwicklung, sondern wirkt nach einem völlig neuartigen Prinzip: Er


greift eine virusspezifische Struktur an, für die es im menschlichen


Organismus keine Entsprechung gibt und verhindert damit die Ausbreitung des


Virus im Körper. Darüber hinaus führt diese spezifische Wirkung auf ein


virales, nicht-humanes Protein dazu, dass es keine Nebenwirkungen aufgrund


des Wirkmechanismus gibt und das Mittel gut verträglich ist.



Heute sind ca. 50% der Bevölkerung in den Industriestaaten Träger einer


chronischen Infektion mit dem zu den Herpesviren gehörenden CMV. In den sich


entwickelnden Ländern beträgt die Durchseuchung der Bevölkerung 90-100%.


Personen mit einem intakten Immunsystem zeigen nach einer erstmaligen


Infektion mit dem Virus selten Symptome, aber das Virus bleibt lebenslang im


Körper erhalten. Bei einem geschwächten Immunsystem kann CMV reaktivieren


und zu schweren Erkrankungen diverser Organe führen, mit Schädigung des


Magen-Darm-Trakts, Lungenentzündungen oder einer Infektion der Augen


(Retinitis) mit dem Risiko der Erblindung. Zwar gibt es Arzneimittel gegen


CMV, doch sie haben starke Nebenwirkungen und können bei


Knochenmark-Empfängern nicht zum vorbeugenden Schutz eingesetzt werden.



Ein innovatives Medikament mit großem Potenzial



Für Empfänger von Knochenmark ist das Mittel das einzige vorbeugend gegen


eine CMVInfektion wirksame Medikament. Sein Potenzial ist groß, da die Zahl


der Knochenmark-Transplantationen weltweit stetig steigt. Derzeit sind es


rund 60.000 pro Jahr, von denen rund 40.000 durch das Virus gefährdet sind.


Weitere Anwendungen könnten folgen: etwa für AIDSPatienten, Neugeborene,


Empfänger anderer Spenderorgane und bei anderen Bedingungen, bei denen das


Immunsystem geschwächt ist. Derzeit läuft eine Studie zum Einsatz bei


Nierentransplantationen. AiCuris hat bis heute Vorab- und


Meilensteinzahlungen in Höhe von EUR 260 Millionen erhalten. Darüber hinaus


ist AiCuris am weltweiten Umsatz mit dem Arzneimittel beteiligt. Analysten


rechnen in der Spitze mit einem weltweiten Umsatz in Euro im hohen


dreistelligen Millionen-Bereich. Das Unternehmen hat zudem eine Option auf


die gemeinsame Vermarktung in einigen europäischen Ländern.



Über Letermovir


Letermovir gehört zu einer neuen Klasse nicht-nukleosidischer


CMV-Inhibitoren (3,4Dihydrochinazoline) und blockiert die Virusreplikation


über die gezielte Hemmung des viralen Terminase-Komplexes. Kreuzresistenzen


zu bereits vorhandenen Medikamenten anderer Wirkstoffklassen bestehen


aufgrund des völlig neuen Wirkprinzips nicht. Letermovir ist gegen Viren,


die gegenüber CMV-DNA-Polymerase-Inhibitoren resistent sind, voll wirksam.


Letermovir wirkt selektiv gegen das humane Cytomegalovirus und ist nicht


gegen andere Viren aktiv. Letermovir hat in den USA sowie in Europa und


Japan den Orphan-Drug-Status zur Prävention von CMV-Erkrankungen in


Risikopatienten erhalten.



Im Rahmen einer im Jahr 2012 unterzeichneten Vereinbarung hat MSD (über eine


Tochtergesellschaft), die weltweiten Rechte zur weiteren Entwicklung und


Vermarktung von Letermovir (PREVYMIS(TM)) von AiCuris (www.aicuris.com)


erworben. Das Medikament ist zur Anwendung bei Knochenmark-Transplantationen


in Europa, der Schweiz, der USA, Kanada und Japan zugelassen.



Über CMV-Infektion und -Behandlung


CMV ist ein weitverbreitetes Virus, das Menschen jeden Alters infizieren


kann. Ein Großteil der erwachsenen Bevölkerung ist CMV-seropositiv. Das


bedeutet, sie sind schon einmal mit dem Virus in Berührung gekommen oder


haben eine Infektion durchlaufen und tragen daher CMVAntikörper im Blut.


Personen mit einem normalen Immunsystem zeigen nach einer erstmaligen


Infektion mit dem Virus selten Symptome, aber das Virus bleibt


typischerweise lebenslang inaktiv oder latent im Körper nachweisbar. Ein


geschwächtes Immunsystem kann der Grund für eine Reaktivierung des Virus


sein, was zu einer symptomatischen Erkrankung oder einer Sekundärinfektion


mit anderen Krankheitserregern führen kann. Eine CMV-Erkrankung kann zur


Schädigung der Organe einschließlich des Magen-Darm-Trakts, zu


Lungenentzündungen oder zu Retinitis führen. Empfänger von Stammzellen, die


nach der Transplantation eine CMV-Infektion entwickeln, tragen ein erhöhtes


Risiko für ein Transplantatversagen mit Todesfolge. Die CMVBehandlung mit


bestimmten bisher vorhandenen antiviralen Medikamenten wurde mit


medikamentenspezifischen Nebenwirkungen in Zusammenhang gebracht, darunter


Myelosuppression und Nierentoxizität in Transplantationspatienten.



Über AiCuris Anti-infective Cures GmbH


AiCuris wurde 2006 als Spin-Off der Bayer AG gegründet und konzentriert sich


auf die Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen gegen


Infektionskrankheiten. Hauptinvestoren des Unternehmens sind die Dres.


Strüngmann. PREVYMIS(TM) (Letermovir), ein an MSD im Jahre 2012


auslizensierter "First-in-Class" nicht-nukleosidischer Cytomegalovirus


(CMV)-Inhibitor, der seine Wirkung über einen neuartigen Wirkmechanismus


entfaltet, hat in der EU, der Schweiz, den USA, Kanada und Japan die


Marktzulassung zur Prävention von CMV-Infektionen bei erwachsenen Empfängern


einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) erhalten.


Das Unternehmen entwickelt Medikamente gegen Viren wie das humane


Cytomegalovirus (HCMV), das Herpes-simplex-Virus (HSV), das


Hepatitis-B-Virus (HBV) und Adenoviren. Im Bereich antibakterieller


Wirkstoffe konzentriert AiCuris sich auf die Erforschung innovativer


Behandlungsmöglichkeiten gegen lebensbedrohliche (multi)resistente


Krankenhauserreger.



Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.aicuris.com.


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Kontakte:




AiCuris Anti-infective Cures GmbH


Katja Woestenhemke


Friedrich-Ebert-Str. 475/Geb. 302


42117 Wuppertal


Tel +49 202 317 63 0


Fax +49 202 317 63 1177


Email [1]press@aicuris.com





1. mailto:press@aicuris.com


Web [1]www.aicuris.com





1. http://www.aicuris.com/




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12.09.2018 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


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