DAX und S&P 500 Achtung - jetzt wird es kritisch!
06.02.12 11:29
aktiencheck.de EXKLUSIV
London (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Capital-Manager" haben einen Beitrag zum DAX und S&P 500 veröffentlicht.
Nachfolgend finden Sie den genauen Wortlaut des Berichts:
Sieben Wochen in Folge ein Gewinn, so sieht die stolze DAX-Bilanz aus. Mit 6.766 Punkten erreichte das Kursbarometer den höchsten Stand seit Anfang August 2011. Im neuen Jahr 2012 hat der Index bereits rund 15% zugelegt: Das ist der stärkste Jahresstart seit Einführung des Leitindex!
Überrascht? Wohl kaum, denn genau dieses Szenario malen wir seit Anfang des Jahres an die Wand. Ausgehend vom Dreh- und Angelpunkt der 6.000-Punkte-Marke prophezeiten wir einen weiteren Run-up, "der große Anlegerschichten euphorisieren würde." Von einer Bewegung bis knapp 6.500 oder im Extremfall gar fast 7.000 Punkten schrieben wir in der Capital-Manager-Ausgabe vom 9.Januar. Nun haben wir genau jene "Beinahe-Rückkehr" auf Vor-Crash-Niveaus: Die Indices steigen, als gäbe es kein Morgen. Der Risiko-Appetit hat sprunghaft zugenommen.
Das kann noch etwas so weitergehen, doch ab dieser Handelswoche wird es kritisch. Wie Sie im Chartbild erkennen, ist der DAX bereits stark überkauft und nähert sich sukzessive der 7.000-Punkte- Wand, jenem Widerstand, dessen Bruch den jüngsten Crash einleitete. Diese Marke wird über den weiteren Weg des Marktes entscheiden! Übertragen auf die US-Indices liegen die alles entscheidenden Marken beim Dow Jones bei 13.100 Punkten und beim S&P 500 bei etwa 1.380 Zählern.
Bis dato sind wir Zeuge einer typischen Bärenmarktrally, die alsbald in einen bärischen Trendwendeprozess übergehen könnte. In der Zone zwischen 6.800 und 7.000 Punkten besteht hierfür akute Gefahr. Fragen Sie uns bitte nicht nach einem möglichen Auslöser für einen neuen Abwärtstrend, derer sind viele denkbar: Kriegsausbruch im Nahen Osten, eine ungeordnete Griechenlandpleite oder andere Schocks, etwa aus China?
Was auch immer kommt, trifft auf ein inzwischen bedenkliches Übermaß an Optimismus: In diesem Zusammenhang lohnt ein Blick auf den amerikanischen VIX: Der Chicago Board Options Exchange Volatility Index (VIX) misst die Volatilität der Märkte. Je unruhiger die Börsianer sind, desto höher notiert der VIX und umgekehrt. Deshalb nennt man den VIX auch Angstbarometer. Im Zuge des jüngsten Crashes verdreifachte sich das Angstbarometer in weniger als sechs Wochen: Von 15 Punkten schnellte es im Spätsommer hinauf auf das Paniklevel von 45 Punkten. Seit Anfang Oktober geht es nun parallel mit der Beruhigung der Märkte wieder bergab. Inzwischen stehen wir bereits wieder bei 17 Punkten - nur knapp über dem Vor-Crash-Niveau!
Diese Gemengelage sollten Sie bei Ihren Investmententscheidungen stets im Hinterkopf behalten und ihr Depot entsprechend ausrichten. Wir setzen deshalb auf defensive Wachstumswerte und legen unseren Fokus auf Goldproduzenten, die auch im letzten Crash eine gute Figur machten. (06.02.2012/ac/e/k)
Nachfolgend finden Sie den genauen Wortlaut des Berichts:
Sieben Wochen in Folge ein Gewinn, so sieht die stolze DAX-Bilanz aus. Mit 6.766 Punkten erreichte das Kursbarometer den höchsten Stand seit Anfang August 2011. Im neuen Jahr 2012 hat der Index bereits rund 15% zugelegt: Das ist der stärkste Jahresstart seit Einführung des Leitindex!
Das kann noch etwas so weitergehen, doch ab dieser Handelswoche wird es kritisch. Wie Sie im Chartbild erkennen, ist der DAX bereits stark überkauft und nähert sich sukzessive der 7.000-Punkte- Wand, jenem Widerstand, dessen Bruch den jüngsten Crash einleitete. Diese Marke wird über den weiteren Weg des Marktes entscheiden! Übertragen auf die US-Indices liegen die alles entscheidenden Marken beim Dow Jones bei 13.100 Punkten und beim S&P 500 bei etwa 1.380 Zählern.
Bis dato sind wir Zeuge einer typischen Bärenmarktrally, die alsbald in einen bärischen Trendwendeprozess übergehen könnte. In der Zone zwischen 6.800 und 7.000 Punkten besteht hierfür akute Gefahr. Fragen Sie uns bitte nicht nach einem möglichen Auslöser für einen neuen Abwärtstrend, derer sind viele denkbar: Kriegsausbruch im Nahen Osten, eine ungeordnete Griechenlandpleite oder andere Schocks, etwa aus China?
Was auch immer kommt, trifft auf ein inzwischen bedenkliches Übermaß an Optimismus: In diesem Zusammenhang lohnt ein Blick auf den amerikanischen VIX: Der Chicago Board Options Exchange Volatility Index (VIX) misst die Volatilität der Märkte. Je unruhiger die Börsianer sind, desto höher notiert der VIX und umgekehrt. Deshalb nennt man den VIX auch Angstbarometer. Im Zuge des jüngsten Crashes verdreifachte sich das Angstbarometer in weniger als sechs Wochen: Von 15 Punkten schnellte es im Spätsommer hinauf auf das Paniklevel von 45 Punkten. Seit Anfang Oktober geht es nun parallel mit der Beruhigung der Märkte wieder bergab. Inzwischen stehen wir bereits wieder bei 17 Punkten - nur knapp über dem Vor-Crash-Niveau!
Diese Gemengelage sollten Sie bei Ihren Investmententscheidungen stets im Hinterkopf behalten und ihr Depot entsprechend ausrichten. Wir setzen deshalb auf defensive Wachstumswerte und legen unseren Fokus auf Goldproduzenten, die auch im letzten Crash eine gute Figur machten. (06.02.2012/ac/e/k)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 6.339,94 | 6.315,89 | 24,05 | +0,38% | 25.05./17:45 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 7.524 | 4.966 | |
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