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Bundesbank: USA und China leiden am stärksten unter Handelsstreit




19.11.18 12:05
dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unter dem Handelsstreit zwischen den USA und China leiden die beiden Hauptkontrahenten nach Berechnungen der Bundesbank am meisten.

Länder mit engen Handelsverflechtungen zu den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wie Deutschland sind demnach ebenfalls betroffen, allerdings weniger stark als die USA und China. Dies geht aus einer Analyse hervor, die sich in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank findet.



Die bereits gegenseitig verhängten Importzölle dürften laut Bundesbank dazu führen, dass die US-Wirtschaft im kommenden Jahr um gut einen viertel Prozentpunkt weniger wächst als in einem Szenario ohne Zusatzzölle. In China seien die Effekte zwar zunächst geringer, sie dauerten aber länger an.



"Mittelfristig bleibt das reale BIP in beiden Volkswirtschaften um 0,5 Prozent hinter der Basislinie zurück", schreibt die Bundesbank. Sollten die Streitigkeiten eskalieren, wären jedoch deutlich höhere Einbußen möglich: Bei einer Ausweitung der Zölle auf sämtliche bilateralen Einfuhren sei von einem mittelfristigen Wachstumsverlust in China von einem Prozent auszugehen. In den USA dürfte der Verlust etwas geringer ausfallen.



Drittländer sind von dem Handelsstreit ebenfalls betroffen. Am deutlichsten werden die mittelfristigen Wachstumsverluste in Mexiko und Kanada veranschlagt, mit denen die USA ein Handelsabkommen pflegen. Es folgen Italien, Japan, Frankreich und erst dann Deutschland. Im Euroraum und in insbesondere in Deutschland blieben die Wachstumseinbußen eher begrenzt, kommentiert die Bundesbank. Das Welthandelsvolumen falle dennoch mittelfristig um 1,5 Prozent./bgf/jsl/she










 
 

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