Börsen in Europa am Morgen: Indizes legen zu, Credit Suisse unter Druck
09.02.12 10:44
aktiencheck.de
Paris (aktiencheck.de AG) - Für die wichtigsten europäischen Aktienindizes geht es im frühen Donnerstaghandel nach den moderaten Kursverlusten vom Vortag wieder nach oben. Hoffnungen auf die baldige Freigabe weiterer Griechenland-Hilfen wirken sich dabei positiv auf die Stimmung der Investoren aus. Daneben stehen zahlreiche Quartalsbilanzen im Blick. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,64 Prozent auf 2.528,95 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,24 Prozent auf 2.491,75 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen eine positive Tendenz.
In der Schweiz richtet sich der Fokus der Investoren heute auf die Aktie der Großbank Credit Suisse Group, die sich als schwächster Wert im SMI um 2,1 Prozent verbilligt. So musste man im vierten Quartal einen Verlust ausweisen und verfehlte die Erwartungen klar. Dabei war der Berichtszeitraum geprägt durch Restrukturierungskosten und Belastungen aufgrund des Rückzugs aus Geschäftsbereichen und der beschleunigten Reduktion risikogewichteter Aktiven nach Basel III. Im Gesamtjahr wurde jedoch ein deutlicher Gewinn erzielt. Indes wurde die Dividende gekürzt. Der den Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich im Schlussquartal auf 637 Mio. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Reingewinn von 841 Mio. CHF in der Vorjahresperiode. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 446 Mio. CHF ausgegangen. Im Gesamtjahr 2011 belief sich der den Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 1,95 Mrd. CHF, im Vergleich zu einem Reingewinn von 5,1 Mrd. CHF in der Vorjahresperiode. Dabei wurde das Jahresergebnis 2011 durch die verhaltene Kundenaktivität, die relative Stärke des Schweizer Frankens gegenüber 2010 und verschiedene Sonderposten, insbesondere in Zusammenhang mit den Kostensenkungsmaßnahmen und der Weiterentwicklung der Strategie der Credit Suisse, belastet. Auf Platz eins der Gewinnerliste im SMI können Syngenta um 1 Prozent vorrücken.
Rio Tinto (ISIN GB0007188757 / WKN 852147) verschlechtern sich um 1,2 Prozent. Der Bergbaukonzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Konzernumsatz verbesserte sich dank weiter steigender Rohstoffpreise auf 60,54 Mrd. US-Dollar, nach 55,17 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der operative Gewinn sank hingegen deutlich auf 13,94 Mrd. US-Dollar, nach 19,61 Mrd. US-Dollar im Vorjahr, während der Nettogewinn nach Anteilen Dritter auf 5,83 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 14,24 Mrd. US-Dollar) zurückging. Neben höheren Ausgaben im Bereich Exploration hatten Wertberichtigungen in Höhe von 9,17 Mrd. US-Dollar das Ergebnis belastet. Besonders betroffen waren die Geschäftsaktivitäten im Aluminium-Segment, auf die Wertberichtigungen in Höhe von 8,9 Mrd. US-Dollar vorgenommen werden mussten. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis verbesserte sich der Nettogewinn um 11 Prozent auf knapp 15,55 Mrd. US-Dollar. Daneben geht es für Vodafone Group (ISIN GB00B16GWD56 / WKN A0J3PN) um 0,8 Prozent abwärts, nachdem der Mobilfunkbetreiber im dritten Quartal einen Umsatzrückgang ausgewiesen hat. So verringerte sich der Konzernumsatz im Berichtszeitraum auf 11,62 Mrd. Britische Pfund (GBP), was einem Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Auf vergleichbarer Basis verzeichnete man aber einen organischen Umsatzanstieg von 1,6 Prozent. Im Anschluss wurden allerdings die Ziele für das im März zu Ende gehende Fiskaljahr 2012 bestätigt.
Mit einem Wertverlust von 0,5 Prozent steht ferner auch die Aktie von Diageo unter Druck. Der größte Spirituosenhersteller der Welt verlautbarte, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 angesichts einer steuerlichen Einmalbelastung um 20 Prozent gesunken ist. Operativ konnte das Ergebnis jedoch zulegen. Dabei profitierte man von einem starken Wachstum in den Emerging Markets. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 953 Mio. GBP, gegenüber 1,19 Mrd. GBP im Vorjahr. Der operative Gewinn betrug 1,84 Mrd. GBP (Vorjahr: 1,72 Mrd. GBP). Der operative Gewinn vor Einmaleffekten stieg um 8 Prozent auf 1,87 Mrd. GBP, wobei organisch ein Plus von 9 Prozent zu verzeichnen war. Der Nettoumsatz legte um 8 Prozent (organisch: 7 Prozent) auf 5,76 Mrd. GBP zu. Für die Anteilsscheine des Triebwerksherstellers Rolls-Royce Group (ISIN GB00B63H8491 / WKN A1H81L) geht es um 1,8 Prozent nach unten. Der Konzern konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank der starken Nachfrage nach Flugzeugtriebwerken bei Passagier- und Militärmaschinen einen Ergebnisanstieg ausweisen. Der Umsatz lag mit 11,12 Mrd. GBP leicht über dem Vorjahreswert von 11,09 Mrd. GBP. Der Vorsteuergewinn verbesserte sich auf 1,11 Mrd. GBP, nach 702 Mio. GBP im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte kletterte das Vorsteuerergebnis um 21 Prozent auf 1,16 Mrd. GBP. Unter dem Strich verbuchte Rolls-Royce einen Nettogewinn nach Anteilen Dritter in Höhe von 848 Mio. GBP, nach 543 Mio. GBP im Vorjahr. Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Konzern optimistisch und erwartet eine weitere Umsatzsteigerung sowie eine Verbesserung beim bereinigten Ergebnis.
BG Group legen um 2,6 Prozent zu. Der Energie- und Erdgasversorger hat seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich verbessert, was auf eine starke LNG-Nachfrage in Asien zurückzuführen war. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen erhöhte sich von 940 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 1,34 Mrd. US-Dollar. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 1,48 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 1,06 Mrd. US-Dollar). Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 1,1 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Umsatz nahm von 4,32 Mrd. US-Dollar auf 5,77 Mrd. US-Dollar zu. Der operative Gewinn (ohne Joint Ventures) kletterte indes um 27 Prozent auf 1,8 Mrd. US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern nun mit einem operativen Gewinn im LNG-Segment von 2,6 bis 2,8 Mrd. US-Dollar, was einer Anhebung der bisherigen Prognose um 30 Prozent entspricht.
Für eine Enttäuschung sorgt der Allfinanzkonzern ING Groep. So hat man zwar im vierten Quartal einen Gewinnsprung erzielt, was vor allem Einmalerträge aus dem Verkauf von Assets zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich demnach auf 1,19 Mrd. Euro, gegenüber 130 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,89 Mrd. Euro ausgegangen. Auf bereinigter Basis wurde ein Nettoverlust von 516 Mio. Euro (Vorjahr: +252 Mio. Euro) ausgewiesen. Das Papier gibt um 4 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.528,95 (+0,64 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.491,75 (+0,24 Prozent) FTSE 100 (London): 5.897,41 (+0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.431,83 (+0,64 Prozent) MIB (Mailand): 16.748,75 (+0,48 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.910,40 (+0,69 Prozent) SMI (Zürich): 6.164,38 (+0,14 Prozent) ATX (Wien): 2.250,74 (+0,54 Prozent) (09.02.2012/ac/n/m)
In der Schweiz richtet sich der Fokus der Investoren heute auf die Aktie der Großbank Credit Suisse Group, die sich als schwächster Wert im SMI um 2,1 Prozent verbilligt. So musste man im vierten Quartal einen Verlust ausweisen und verfehlte die Erwartungen klar. Dabei war der Berichtszeitraum geprägt durch Restrukturierungskosten und Belastungen aufgrund des Rückzugs aus Geschäftsbereichen und der beschleunigten Reduktion risikogewichteter Aktiven nach Basel III. Im Gesamtjahr wurde jedoch ein deutlicher Gewinn erzielt. Indes wurde die Dividende gekürzt. Der den Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich im Schlussquartal auf 637 Mio. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Reingewinn von 841 Mio. CHF in der Vorjahresperiode. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 446 Mio. CHF ausgegangen. Im Gesamtjahr 2011 belief sich der den Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 1,95 Mrd. CHF, im Vergleich zu einem Reingewinn von 5,1 Mrd. CHF in der Vorjahresperiode. Dabei wurde das Jahresergebnis 2011 durch die verhaltene Kundenaktivität, die relative Stärke des Schweizer Frankens gegenüber 2010 und verschiedene Sonderposten, insbesondere in Zusammenhang mit den Kostensenkungsmaßnahmen und der Weiterentwicklung der Strategie der Credit Suisse, belastet. Auf Platz eins der Gewinnerliste im SMI können Syngenta um 1 Prozent vorrücken.
Rio Tinto (ISIN GB0007188757 / WKN 852147) verschlechtern sich um 1,2 Prozent. Der Bergbaukonzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Konzernumsatz verbesserte sich dank weiter steigender Rohstoffpreise auf 60,54 Mrd. US-Dollar, nach 55,17 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der operative Gewinn sank hingegen deutlich auf 13,94 Mrd. US-Dollar, nach 19,61 Mrd. US-Dollar im Vorjahr, während der Nettogewinn nach Anteilen Dritter auf 5,83 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 14,24 Mrd. US-Dollar) zurückging. Neben höheren Ausgaben im Bereich Exploration hatten Wertberichtigungen in Höhe von 9,17 Mrd. US-Dollar das Ergebnis belastet. Besonders betroffen waren die Geschäftsaktivitäten im Aluminium-Segment, auf die Wertberichtigungen in Höhe von 8,9 Mrd. US-Dollar vorgenommen werden mussten. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis verbesserte sich der Nettogewinn um 11 Prozent auf knapp 15,55 Mrd. US-Dollar. Daneben geht es für Vodafone Group (ISIN GB00B16GWD56 / WKN A0J3PN) um 0,8 Prozent abwärts, nachdem der Mobilfunkbetreiber im dritten Quartal einen Umsatzrückgang ausgewiesen hat. So verringerte sich der Konzernumsatz im Berichtszeitraum auf 11,62 Mrd. Britische Pfund (GBP), was einem Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Auf vergleichbarer Basis verzeichnete man aber einen organischen Umsatzanstieg von 1,6 Prozent. Im Anschluss wurden allerdings die Ziele für das im März zu Ende gehende Fiskaljahr 2012 bestätigt.
BG Group legen um 2,6 Prozent zu. Der Energie- und Erdgasversorger hat seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich verbessert, was auf eine starke LNG-Nachfrage in Asien zurückzuführen war. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen erhöhte sich von 940 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 1,34 Mrd. US-Dollar. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 1,48 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 1,06 Mrd. US-Dollar). Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 1,1 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Umsatz nahm von 4,32 Mrd. US-Dollar auf 5,77 Mrd. US-Dollar zu. Der operative Gewinn (ohne Joint Ventures) kletterte indes um 27 Prozent auf 1,8 Mrd. US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern nun mit einem operativen Gewinn im LNG-Segment von 2,6 bis 2,8 Mrd. US-Dollar, was einer Anhebung der bisherigen Prognose um 30 Prozent entspricht.
Für eine Enttäuschung sorgt der Allfinanzkonzern ING Groep. So hat man zwar im vierten Quartal einen Gewinnsprung erzielt, was vor allem Einmalerträge aus dem Verkauf von Assets zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich demnach auf 1,19 Mrd. Euro, gegenüber 130 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,89 Mrd. Euro ausgegangen. Auf bereinigter Basis wurde ein Nettoverlust von 516 Mio. Euro (Vorjahr: +252 Mio. Euro) ausgewiesen. Das Papier gibt um 4 Prozent nach.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.528,95 (+0,64 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.491,75 (+0,24 Prozent) FTSE 100 (London): 5.897,41 (+0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.431,83 (+0,64 Prozent) MIB (Mailand): 16.748,75 (+0,48 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.910,40 (+0,69 Prozent) SMI (Zürich): 6.164,38 (+0,14 Prozent) ATX (Wien): 2.250,74 (+0,54 Prozent) (09.02.2012/ac/n/m)
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