Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Minus, UBS, BP und Swatch nach Zahlen leichter


07.02.12 13:08
aktiencheck.de

Paris (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes konnten ihre morgendlichen Abschläge bis zum Mittag nicht begrenzen und notieren demnach weiterhin im Minus. Dabei werden die Märkte weiter durch den drohenden Staatsbankrott des Euro-Mitglieds Griechenlands belastet. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert derzeit 0,57 Prozent auf 2.493,66 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechtert sich um 0,48 Prozent auf 2.490,06 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen notieren durchweg im Minus.

In Großbritannien verteuern sich im FTSE 100 auch am Mittag allen voran Anteilsscheine von Shire, wobei aktuell ein Aufschlag von 4,2 Prozent zu beobachten ist. Dahinter können Titel von Cairn Energy und Hargreaves um 2,4 Prozent bzw. 2,1 Prozent zulegen, während Experian um 1,7 Prozent vorrücken. Auf der anderen Seite geben Papiere von Burberry und Eurasian Natural um 3,7 Prozent bzw. 2,7 Prozent ab. Ebenfalls einer der Top-Verlierer ist Xstrata mit einem Abschlag von 2,6 Prozent. Der britisch-schweizerische Minen- und Rohstoffkonzern meldete heute, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig steigern konnte. Daneben wurde die Fusion mit dem schweizerischen Rohstoffhändler Glencore beschlossen. Demnach haben die Directors von Xstrata und Glencore einen "Zusammenschluss unter Gleichen" vereinbart. Im Rahmen der Megafusion sollen Xstrata-Aktionäre 2,8 neue Glencore-Papiere für jede ihrer Aktie erhalten und mit 45 Prozent am fusionierten Unternehmen beteiligt sein. Der entstehende neue Branchenriese hat einen Wert von rund 90 Mrd. US-Dollar. Aktien von Glencore verlieren zurzeit knapp 1 Prozent. Daneben notieren Aktien von BP mit -1,6 Prozent inzwischen nur noch im Mittelfeld des britischen Leitindex. Der Ölkonzern meldete heute, dass er im vierten Quartal einen Gewinnzuwachs ausweisen konnte, was mit deutlich gestiegenen Ölpreisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Dividende angehoben.

In Frankreich bauen im CAC 40 bis zum Mittag Aktien von ArcelorMittal ihre morgendlichen Zugewinne auf 2,6 Prozent aus und stehen damit weiter an der Spitze des Index. Der größte Stahlkonzern der Welt gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen höheren Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Operativ fiel das Ergebnis positiv aus, lag jedoch deutlich unter dem Vorjahr. Die Erwartungen wurden indes erfüllt. Ebenfalls gefragt sind Vallourec (+1,5 Prozent) sowie Danone (+0,6 Prozent). Zu den Top-Verlierern zählen u.a. Renault, Peugeot und Safran, die jeweils knapp 3 Prozent einbüßen. Die rote Laterne wird LVMH mit einem Abschlag von 3,2 Prozent getragen.

In der Schweiz verbilligen sich im SMI aktuell Anteilsscheine der Swatch Group um 3,8 Prozent, womit die anfänglichen Verluste von heute Morgen begrenzt werden konnten. Der Uhrenhersteller gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im Jahr 2011 um 18 Prozent steigern konnte. Dabei erreichte der Bruttoumsatz einen neuen Rekordwert. Bei den Aussichten für den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2012 zeigte man sich zuversichtlich. Wie der Konzern weiter mitteilte, wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 16. Mai 2012 eine um 15 Prozent erhöhte Dividende für 2011 vorschlagen. Die Swatch Group hält an ihrer klaren und langfristig angelegten Wachstumsstrategie fest und rechnet auch im Jahr 2012 weiterhin mit Wachstum, das aber wegen der hohen Vergleichsbasis immer anspruchsvoller wird. Wenig gefragt sind zurzeit auch Richemont (-3 Prozent), ABB (-2 Prozent) und Julius Bär (-1,7 Prozent). Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Anleger stehen Titel von Givaudan, die um gut 1 Prozent zulegen können. UBS tendieren dagegen 0,7 Prozent leichter. Die Großbank gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im vierten Quartal deutlich eingebrochen ist, nachdem im Investment Banking der zweite Quartalsverlust in Folge verzeichnet wurde. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Auch im Gesamtjahr zeigte sich der Gewinn rückläufig. UBS bekräftigte die Absicht, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,10 CHF pro Aktie vorzuschlagen und anschließend ein progressives Kapitalrückführungsprogramm zu implementieren.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.493,66 (-0,57 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.490,06 (-0,48 Prozent) FTSE 100 (London): 5.868,48 (-0,40 Prozent) CAC40 (Paris): 3.391,30 (-0,41 Prozent) MIB (Mailand): 16.282,80 (-0,65 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.738,90 (-1,09 Prozent) SMI (Zürich): 6.142,59 (-0,07 Prozent) ATX (Wien): 2.212,57 (-0,65 Prozent) (07.02.2012/ac/n/m)





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