Börsen in Europa-Schluss: Griechenland drückt wieder auf die Stimmung
22.02.12 20:38
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes mussten am Mittwoch in der Verlustzone aus dem Handel gehen. Nachdem die Finanzhilfen für Griechenland erwartungsgemäß bewilligt wurden, kamen erneut Sorgen um die Effektivität der Maßnahmen auf. In der Folge nahmen die Anleger die Gewinne der letzten Tage mit. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,89 Prozent auf 2.519,00 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verschlechterte sich um 0,88 Prozent auf 2.488,69 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigten eine negative Tendenz.
Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im Dezember 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat gestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ17) auf Monatssicht um 1,9 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 1,1 Prozent im November. In der gesamten EU27 kletterten die Auftragseingänge um 1,3 Prozent, wogegen sie zuvor um 1,2 Prozent gefallen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone und in der EU27 um jeweils 1,7 Prozent ab. Im November waren Rückgänge von 2,5 bzw. 1,0 Prozent ermittelt worden. Im Durchschnitt des Jahres 2011 war der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Euroraum um 8,3 Prozent und in der EU27 um 7,6 Prozent höher als im Vorjahresdurchschnitt.
Rexam verteuerten sich an der Spitze des FTSE 100 nach Zahlen zum abgelaufenen Fiskaljahr um 7,4 Prozent. Der Umsatz des Verpackungsherstellers und Dosenproduzenten lag mit 4,73 Mrd. Britischen Pfund (GBP) über dem Vorjahreswert von 4,62 Mrd. GBP. Der operative Gewinn verbesserte sich von 473 Mio. GBP auf 503 Mio. GBP. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn stieg um 7 Prozent auf 549 Mio. GBP an. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis dank eines hohen Beitrags nicht weitergeführter Aktivitäten ein Anstieg auf 376 Mio. GBP ausgewiesen (Vorjahr: 124 Mio. GBP). Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft kletterte auf 303 Mio. GBP, nach 236 Mio. GBP im Vorjahr. Am Ende des britischen Leitindex verloren Vedanta Resources 5 Prozent.
Die französischen Verbraucherpreise sind im Januar 2012 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE mit vermindertem Tempo angestiegen. So sank die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 2,3 Prozent, nach 2,5 Prozent im Vormonat. Im Vormonatsvergleich gingen die Lebenshaltungskosten um 0,4 Prozent zurück, gegenüber einer Preissteigerung um 0,4 Prozent im Dezember. Daneben sind die französischen Frühindikatoren im Dezember 2011 angestiegen. Dies gab das Conference Board bekannt. Demnach kletterten die Frühindikatoren auf Monatssicht um 0,3 Prozent. Für November 2011 war ein hingegen ein Minus von 0,2 Prozent ermittelt worden. An der Spitze des CAC 40 rauschten Peugeot um 12,1 Prozent nach oben. Der Automobilkonzern gab gestern bekannt, dass er derzeit nach potenziellen Kooperationen und Allianzen Ausschau hält und entsprechende Gespräche führt. Den Angaben zufolge gibt es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine Garantie dafür, dass die Gespräche auch tatsächlich zu einem Abkommen führen. Die angestrebten Kooperationen erfolgen im Zusammenhang mit der Globalisierungsstrategie des Konzerns und der Verbesserung der operativen Performance. Als zweitbester Wert legten Schneider Electric um 6 Prozent zu. Der Elektrotechnikkonzern steigerte im abgelaufenen Fiskaljahr seinen Gewinn. Der Umsatz lag im Gesamtjahr 2011 mit 22,39 Mrd. Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzwachstum betrug 8,3 Prozent. Unter dem Strich verzeichnete man einen Nettogewinn von 1,82 Mrd. Euro, nach 1,72 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Ferner rücken France Télécom um 1,9 Prozent vor. Der Telekommunikationskonzern musste angesichts rückläufiger Umsätze im vierten Quartal ein niedrigeres operatives Ergebnis ausweisen. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Im Gesamtjahr ging das Nettoergebnis indes klar zurück. Das EBITDA (revidiert) belief sich im Schlussquartal auf 3,47 Mrd. Euro, im Vergleich zu 3,61 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz fiel indes um 2,6 Prozent auf 11,43 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem EBITDA von 3,42 Mrd. Euro und Erlösen von 11,38 Mrd. Euro ausgegangen. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Nettogewinn knapp 3,9 Mrd. Euro, nach 4,88 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis verbesserte sich dagegen von 7,56 Mrd. Euro auf 7,95 Mrd. Euro, während das EBITDA (revidiert) um 3,7 Prozent auf 15,08 Mrd. Euro abnahm. Der Umsatz verringerte sich um 0,5 Prozent auf 45,28 Mrd. Euro. Technip hat indes einen weiteren Großauftrag erhalten. So hat der Ölkonzern Statoil (ISIN NO0010096985 / WKN 675213) den Ölfeld-Servicedienstleister mit der Lieferung und der Installation von Equipment für ein Offshore-Bohrprojekt vor der norwegischen Küste beauftragt. Der Auftragswert wurde auf insgesamt mehr als 150 Mio. Euro beziffert. Die Papiere von Technip gewannen 0,8 Prozent an Wert. Am Ende des CAC 40 verloren Société Générale 4,4 Prozent.
Zahlenausweise gab es heute auch aus Österreich. Dabei standen die Aktien von OMV mit einem Zugewinn von 3,3 Prozent an der Spitze des ATX. Der Konzern wartete im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg auf. Der Betriebserfolg lag im Berichtszeitraum mit 533 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 582 Mio. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte verbesserte sich das EBIT jedoch um 15 Prozent auf 698 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT vor Lagerhaltungseffekten kletterte im Vorjahresvergleich um 29 Prozent auf 730 Mio. Euro. Unter dem Strich wies der österreichische Ölmulti beim Periodenergebnis einen Anstieg auf 207 Mio. Euro aus, nach 88 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Periodenüberschuss vor Lagerhaltungseffekten kletterte um 51 Prozent auf 326 Mio. Euro. Zudem sind Exxon Mobil und OMV bei einer Explorationsbohrung vor der Küste Rumäniens auf ein Erdgasvorkommen gestoßen. Indes musste Rosenbauer International (ISIN AT0000922554 / WKN 892502) im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatzrückgang hinnehmen. So lag der Umsatz des Feuerwehr-Ausrüsters auf Basis vorläufiger Zahlen mit 541 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 595,7 Mio. Euro. Wenngleich das Rekordergebnis des Vorjahres mit einem EBIT von 41,4 Mio. Euro (2010: 49,7 Mio. Euro) nicht erreicht werden konnte, lag die EBIT-Marge mit 7,7 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Fiskaljahr 2011 nach vorläufigen Berechnungen bei 40,3 Mio. Euro, nach 49,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Titel verbilligte sich um 1,9 Prozent.
Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Januar 2012 mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Die nationale Statistikbehörde Istat hat heute die vorläufigen Angaben bestätigt. Demnach schrumpfte die Jahresteuerungsrate auf 3,2 Prozent, nach 3,3 Prozent im Dezember. Zudem stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Wolters Kluwer verbessern sich um 1,1 Prozent. Der Verlagskonzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz lag mit 3,35 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 3,31 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn (inklusive nicht weitergeführter Geschäftsaktivitäten) wies der Verlagskonzern einen deutlichen Rückgang auf 118 Mio. Euro aus, nach 287 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei hatten Einmalbelastungen in Höhe von 112 Mio. Euro im Zuge von Wertberichtigungen auf das Ergebnis gedrückt. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 242 Mio. Euro, nach 296 Mio. Euro im Vorjahr.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.519,00 (-0,89 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.488,69 (-0,88 Prozent) FTSE 100 (London): 5.916,55 (-0,20 Prozent) CAC40 (Paris): 3.447,37 (-0,52 Prozent) MIB (Mailand): 16.557,62 (-0,92 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.657,00 (-1,26 Prozent) SMI (Zürich): 6.192,42 (-0,73 Prozent) ATX (Wien): 2.182,96 (-1,42 Prozent) (22.02.2012/ac/n/m)
Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im Dezember 2011 nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat gestiegen. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ17) auf Monatssicht um 1,9 Prozent, gegenüber einem Rückgang um 1,1 Prozent im November. In der gesamten EU27 kletterten die Auftragseingänge um 1,3 Prozent, wogegen sie zuvor um 1,2 Prozent gefallen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone und in der EU27 um jeweils 1,7 Prozent ab. Im November waren Rückgänge von 2,5 bzw. 1,0 Prozent ermittelt worden. Im Durchschnitt des Jahres 2011 war der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Euroraum um 8,3 Prozent und in der EU27 um 7,6 Prozent höher als im Vorjahresdurchschnitt.
Rexam verteuerten sich an der Spitze des FTSE 100 nach Zahlen zum abgelaufenen Fiskaljahr um 7,4 Prozent. Der Umsatz des Verpackungsherstellers und Dosenproduzenten lag mit 4,73 Mrd. Britischen Pfund (GBP) über dem Vorjahreswert von 4,62 Mrd. GBP. Der operative Gewinn verbesserte sich von 473 Mio. GBP auf 503 Mio. GBP. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn stieg um 7 Prozent auf 549 Mio. GBP an. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis dank eines hohen Beitrags nicht weitergeführter Aktivitäten ein Anstieg auf 376 Mio. GBP ausgewiesen (Vorjahr: 124 Mio. GBP). Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft kletterte auf 303 Mio. GBP, nach 236 Mio. GBP im Vorjahr. Am Ende des britischen Leitindex verloren Vedanta Resources 5 Prozent.
Zahlenausweise gab es heute auch aus Österreich. Dabei standen die Aktien von OMV mit einem Zugewinn von 3,3 Prozent an der Spitze des ATX. Der Konzern wartete im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg auf. Der Betriebserfolg lag im Berichtszeitraum mit 533 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 582 Mio. Euro. Bereinigt um Einmaleffekte verbesserte sich das EBIT jedoch um 15 Prozent auf 698 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT vor Lagerhaltungseffekten kletterte im Vorjahresvergleich um 29 Prozent auf 730 Mio. Euro. Unter dem Strich wies der österreichische Ölmulti beim Periodenergebnis einen Anstieg auf 207 Mio. Euro aus, nach 88 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Periodenüberschuss vor Lagerhaltungseffekten kletterte um 51 Prozent auf 326 Mio. Euro. Zudem sind Exxon Mobil und OMV bei einer Explorationsbohrung vor der Küste Rumäniens auf ein Erdgasvorkommen gestoßen. Indes musste Rosenbauer International (ISIN AT0000922554 / WKN 892502) im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatzrückgang hinnehmen. So lag der Umsatz des Feuerwehr-Ausrüsters auf Basis vorläufiger Zahlen mit 541 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 595,7 Mio. Euro. Wenngleich das Rekordergebnis des Vorjahres mit einem EBIT von 41,4 Mio. Euro (2010: 49,7 Mio. Euro) nicht erreicht werden konnte, lag die EBIT-Marge mit 7,7 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Fiskaljahr 2011 nach vorläufigen Berechnungen bei 40,3 Mio. Euro, nach 49,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Titel verbilligte sich um 1,9 Prozent.
Der Anstieg der italienischen Verbraucherpreise hat sich im Januar 2012 mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Die nationale Statistikbehörde Istat hat heute die vorläufigen Angaben bestätigt. Demnach schrumpfte die Jahresteuerungsrate auf 3,2 Prozent, nach 3,3 Prozent im Dezember. Zudem stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Wolters Kluwer verbessern sich um 1,1 Prozent. Der Verlagskonzern musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts hoher Einmalbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz lag mit 3,35 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 3,31 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn (inklusive nicht weitergeführter Geschäftsaktivitäten) wies der Verlagskonzern einen deutlichen Rückgang auf 118 Mio. Euro aus, nach 287 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei hatten Einmalbelastungen in Höhe von 112 Mio. Euro im Zuge von Wertberichtigungen auf das Ergebnis gedrückt. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 242 Mio. Euro, nach 296 Mio. Euro im Vorjahr.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.519,00 (-0,89 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.488,69 (-0,88 Prozent) FTSE 100 (London): 5.916,55 (-0,20 Prozent) CAC40 (Paris): 3.447,37 (-0,52 Prozent) MIB (Mailand): 16.557,62 (-0,92 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.657,00 (-1,26 Prozent) SMI (Zürich): 6.192,42 (-0,73 Prozent) ATX (Wien): 2.182,96 (-1,42 Prozent) (22.02.2012/ac/n/m)
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