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Börse Stuttgart-News: bonds weekly




11.01.19 13:35
dpa-AFX

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Anleihenmarktbericht der Börse Stuttgart



AKTUELLES MARKTGESCHEHEN



Der Freitag vergangener Woche lies Freude bei den Anlegern aufkommen: der DAX zündete am


letzten Tag der verkürzten ersten Handelswoche ein Kursfeuerwerk und stieg um 3,37 Prozent.

Der


darauffolgende Montag verlief weitestgehend ereignislos, am Dienstag und Mittwoch legte der


deutsche Leitindex nochmal um 0,52 und 0,83 Prozent zu und sorgte damit weiter für gute


Stimmung bei den Marktteilnehmern. Am Donnerstag folgte dann eine Konsolidierung. Schlechte


Vorgaben aus Asien drückten den DAX am Morgen ins Minus. Der Nikkei verlor am Mittwoch aufgrund


der schwachen Inflation und des starken Yen 1,29 Prozent. Auch die amerikanischen Indizes


mussten zum Ende der Woche Verluste hinnehmen.


Auch der anhaltende Handelsstreit belastet die Märkte. Obwohl sich die Gespräche zwischen den


USA und China in den ersten beiden Tagen positiv auswirkten, machte sich am Donnerstag


Ernüchterung breit. Die Gespräche seien gut verlaufen und es sei eine „Grundlage geschaffen“


worden, so die Angaben aus Peking. Eine Einigung oder ein nennenswerter Abbau von Differenzen


wurde jedoch noch nicht erreicht. Dennoch kann zumindest von einem kleinen Fortschritt die Rede


sein.



Die Tauben sind los



Dovishe Stimmung in den USA: Aus dem Dezember-Protokoll der Federal Reserve geht hervor, dass


man sich mit weiteren Zinsschritten Zeit lassen wird. Ein Grund dafür könnten die Warnungen vor


einer drohenden Rezession sein, sollten die Zinsen weiter zügig steigen. Dies bedeutet


mitnichten, dass weitere Zinsschritte ausgeschlossen sind. Nur werden diese wohl nicht so


schnell kommen, wie Ende des letzten Jahres noch vom Markt vermutet wurde. Im vergangenen Jahr


wurde der Zins viermal um 25 Basispunkte angehoben, was den amerikanischen Präsidenten nicht


selten toben lies. Es ist davon auszugehen, dass die Fed nicht auf den politischen Druck


sondern auf die allgemein schwächer werde Konjunktur reagiert hat. US-Notenbanker Bostic


empfiehlt sogar, in diesem Jahr die Zinsen nur einmal zu erhöhen.


Die Freude über langsamer steigende Zinsen wurde an den amerikanischen Märkten allerdings durch


die jüngsten innerpolitischen Ereignisse etwas getrübt. Trump will sein Wahlversprechen, eine


Mauer zu Mexiko zu bauen, nach wie vor umsetzen. Da allerdings der ursprüngliche Plan, Mexiko


für die Mauer zahlen zu lassen, nicht aufgeht, würde der Mauerbau den amerikanischen Haushalt


mit 5,7 Milliarden US-Dollar belasten. Da die Demokraten im Kongress die finanziellen Mittel


für die Mauer nicht genehmigen wollen, kam es zum sogenannten Government-Shutdown. Der


Stillstand betrifft rund ein Viertel der amerikanischen Behörden, laut dem Spiegel sind derzeit


etwa 800.000 Beamten unbezahlt.



Bundes-/ Staatsanleihen



Der Euro-Bund-Future startete das neue Jahr zunächst positiv, bereits am ersten Handelstag


schloss der Future 0,81 Prozent im Plus, das erste Jahreshoch wurde am 03. Januar bei 165,10


Zählern erreicht. Am vergangenen Freitag wurden die Gewinne jedoch wieder zum Großteil


abgegeben. Im Verlauf dieser Woche fiel der Bund-Future kurzzeitig auf ein Tief von 163,48


Zählern zurück. Die Unsicherheit an den Aktienmärkten wirkte sich im Wochenverlauf jedoch


positiv auf den Anleihemarkt aus. So kletterte der Bund-Future am Donnerstagmorgen auf über


164,23 Zähler.


Die Deutschen Staatsanleihen halten sich auch ohne die EZB-Käufe stabil. Zur Wochenmitte konnte


der Bund eine zehnjährige Anleihe mit einem Emissionsvolumen von vier Milliarden Euro ohne


Probleme am Markt platzieren.


Die Renditen der deutschen zehnjährigen Staatsanleihen fielen am Donnerstag auf 0,19 Prozent.



Anlegertrends



Französische Bank begibt neue Unternehmensanleihe



Die französische Bank RCI Banque S.A., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des


Automobilherstellers Renault hat eine neue Unternehmensanleihe mit einem Emissionsvolumen von


750 Millionen Euro begeben. Die Anleihe mit der WKN A2RV6V hat eine Laufzeit von fünf Jahren


und ist mit einem Kupon in Höhe von 2,000% ausgestattet. Der Zinszahlungstermin ist der 11.


Juli. Ab dem 11.04.2024 ist die Anleihe durch den Emittenten zu 100 % kündbar. Die Stückelung


beträgt anlegerfreundliche 1.000 Euro nominal. Die Ratingagentur S & P bewertet die RCI Banque


S.A. mit BBB.



Toyota gibt Vollgas



Zu Jahresbeginn hat der Automobilkonzern Toyota mehrere neue Unternehmensanleihen begeben. Mit


einer Laufzeit von zwei Jahren und einem variablen Kupon ist die Anleihe A2RV9L, die mit einem


Volumen von 300 Millionen US-Dollar emittiert wurde, ausgestattet. Der aktuelle Zinssatz


beträgt 3,344 %, die Zinsanpassung erfolgt immer zu 08. Januar/April/Juli/Oktober wie folgt: 3


Monats USD ICE LIBOR (US0003M) + 54 Basispunkte.


Mit einer Laufzeit von ebenfalls zwei Jahren und einem festen Kupon von 3,050% ist die Anleihe


A2RV9M ausgestattet. Die Zinszahlung erfolgt im Juli.


Bis Januar 2024 läuft die Anleihe A2RV9N. Das Emissionsvolumen beträgt 500 Millionen US-Dollar,


der Kupon 3,350 %. Die Zinszahlung erfolgt im Juli. Die Anleihe kann durch den Emittenten


mittels Make Whole Call Option @0,15 % bis zum Laufzeitende vorzeitig gekündigt werden.


Last but not least hat Toyota auch noch eine zehnjährige Anleihe begeben. Die Anleihe mit der


WKN A2RV9P und einem Emissionsvolumen von ebenfalls 500 Millionen US-Dollar ist mit einem Kupon


von 3.650 % ausgestattet, welcher im Juli ausgezahlt wird. Diese Anleihe ist mit einer Make


Whole Call Option @0,20 % bis zum Laufzeitende vorzeitig kündbar.


Alle vier Anleihen sind mit 1.000 US-Dollar nominal anlegerfreundlich gestückelt. Die


Mindestanlagesumme beträgt 2.000 US-Dollar nominal.


Die Toyota Motor Credit Coporation wird von der Ratingagentur S & P mit AA- bewertet.



Unicredit begibt Hypothekenpfandbrief



Die italienische Großbank Unicredit hat einen Hypothekenpfandbrief mit einem Emissionsvolumen


von 500 Millionen Euro begeben. Der Pfandbrief mit der WKN HV2ARM hat eine Laufzeit von zehn


Jahren und ist mit einem Kupon in Höhe von 0,875 % ausgestattet. Die Stückelung beträgt


anlegerfreundliche 1.000 Euro nominal. Deine vorzeitige Kündigung durch den Emittenten ist


ausgeschlossen.



Disclaimer:


Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und


Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung


für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem


Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe


Fahrlässigkeit.



Quelle: <a href="https://www.boerse-stuttgart.de">Boerse Stuttgart GmbH</a>



(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)









 
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