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Börse Stuttgart-News: 4X report




24.05.19 12:34
dpa-AFX

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Auslandsmarktbericht der Börse Stuttgart



Handelsstreit bremst die Aktienmärkte - Fast Retailing, Novartis und Gazprom gefragt - Thomas


Cook im Sinkflug



Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu.

Der chinesische


Netzwerkausrüster Huawei wurde von den USA auf die schwarze Liste gesetzt, d.h. US-Konzerne


sollen keine Geschäfte mehr mit ihnen betreiben. Als Folge dessen kamen die Aktien der


Lieferanten unter Druck, zu denen Qualcomm (WKN: 883121), Micron (WKN: 869020) und Broadcom


(WKN: A2JG9Z) zählen. Aber auch Alphabet (WKN: A14Y6H) und Apple (WKN: 865985) notierten


schwächer. Am Dienstag standen die Konsumwerte im Mittelpunkt des Geschehens. Die Aktien der


Kaufhauskette JC Penney (WKN: 851991) verloren sieben Prozent, nach dem ein verdoppelter


Quartalsverlust gemeldet wurde. Selbst der Mitbewerber Kohl`s (WKN: 884195) musste Federn


lassen, nachdem es auch ihm nicht gelang, die Markterwartungen zu erfüllen, brach der


Aktienkurs um zwölf Prozent ein. Dabei wurden die Jahresziele gleich mit einkassiert. Die


Baumarktkette Home Depot (WKN: 866953) meldete Quartalszahlen für das erste Quartal und konnte


den Umsatz um 5,7 Prozent steigern. Der Nettogewinn konnte nur leicht gesteigert werden, weil


man unter der schlechten Witterung im Februar in den USA und den sinkenden Holzpreisen litt.


Als erste Reaktion darauf ging der Aktienkurs nach unten, konnte aber bis zum Handelsende die


Verluste wieder aufholen. „Die Analystenschar ist sich auch nicht einig, wie das Zahlenwerk zu


bewerten ist. Es gab Hoch- und Abstufungen in den Kurszielen“, bemerkte Marc Pusch von der


Baader Bank AG in Stuttgart.



Nervosität prägte in dieser Woche die Weltmärkte und auch der japanische Aktienmarkt konnte


sich dem nicht entziehen. Der Nikkei 225 konnte zwar im Wochenverlauf 221 Zähler zulegen,


schloss dann aber nur mit einem kleinen Plus von 89 Zählern bei 21.151 Punkten. Ähnlich erging


es der Aktie von SoftBank (WKN: 891624). Zwischenzeitlich stand ein Gewinn von über sechs


Prozent zu Buche, um dann so gut wie unverändert aus dem Markt zu gehen. Fast Retailing (WKN:


891638), die Muttergesellschaft der Bekleidungskette Uniqlo, konnte hingegen seine Gewinne von


über drei Prozent behaupten und schloss auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Das


Börsenschwergewicht, Fast Retailing ist mit einer Gewichtung von 11,44 Prozent im Nikkei 225


die schwerste Aktie, hat sehr gute Geschäftszahlen veröffentlicht und einen positiven


Geschäftsausblick für das laufende Fiskaljahr abgegeben. Japan Display (WKN: A1XEEQ) rutschten


um zehn Prozent ins Minus. „Die Umstrukturierungsmaßnahmen bei dem schwer angeschlagenen


Bildschirmhersteller kommen momentan überhaupt nicht voran und die Uneinigkeit der


Großaktionäre belastet den Kurs erheblich“, analysierte Björn Marten von der Baader Bank AG in


Stuttgart.



An diesem Donnerstag hielt der Pharmariese Novartis (WKN: 904278) einen Investorentag ab und


alle Marktbeteiligten hörten natürlich aufmerksam zu. Interessant ist es immer zu hören, was


denn das Unternehmen für Medikamente, neben den aktuellen, in der Pipeline hat. Hier haben die


Schweizer laut eigener Aussage 25 mögliche Arzneien, die später Umsätze von mindestens einer


Milliarde erzielen können. Speziell in der Pharmasparte kann Novartis fünf Blockbuster in den


nächsten zwei Jahren einführen, zudem sollen in diesem Jahr noch wichtige Mitteilungen zu


Medikamenten folgen. Ebenso konnte das Unternehmen darüber informieren, dass bei der


Margenverbesserung Fortschritte gemacht werden und die Aktionäre am Erfolg in Form einer


steigenden Dividende beteiligt werden sollen. Dementsprechend stieg die Aktie im


Vormittagshandel in einem schwierigen Marktumfeld um knapp 0,4 Prozent und konnte auch den


Konkurrenten Roche (WKN: 855167) mitziehen, die etwa 0,9 Prozent im Plus lagen.



Kursverluste von zwischenzeitlich über 50 Prozent mussten die Aktionäre des vermutlich ältesten


Reisekonzerns Thomas Cook (WKN: A0MR3W) verkraften. Grund für den erneuten Kursrückgang der


Neckermann-Mutter war die Studie einer US-Bank, welche den Wert der Aktien von Thomas Cook mit


0 beziffert und zum Verkauf riet. „Die bereits im Vorfeld veröffentlichten Quartalszahlen


sorgten für lange Gesichter bei den Aktionären aufgrund von Rückgängen bei Gewinn und Umsatz.


Weiterhin anhaltender Margendruck bei steigendem Verschuldungsgrad verunsichert die Aktionäre.


Der Konzern verhandelt momentan mit verschiedenen Interessenten über den Verkauf der eigenen


Airline-Sparte, zu der auch Condor gehört. Der Verkaufserlös könnte dem Konzern die dringend


benötigte Liquidität und die Zeit für eine Restrukturierung verschaffen“, fasste Steffen


Kircher von der Baader Bank AG zusammen. Der Kurs der Aktien beläuft sich momentan auf 0,14


Euro. Die Aktien des weltgrößten Gasproduzenten Gazprom (WKN: 903276) haben den Kursanstieg von


25 Prozent in der Vorwoche gut verdaut. Dividendenjäger waren auch in der Berichtswoche


weiterhin auf der Kaufseite zu finden. Gazprom-Aktien stiegen um weitere sechs Prozent auf


aktuell 5,83 Euro.



Disclaimer:


Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und


Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung


für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem


Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe


Fahrlässigkeit.



Quelle: <a href="https://www.boerse-stuttgart.de">Boerse Stuttgart GmbH</a>



(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)









 
 

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